Staffordshire Bullterrier
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Staffordshire Bullterrier

Kompakter, muskulöser und temperamentvoller britischer Terrier mit großer Menschenbezogenheit, hoher Spielfreude und viel körperlicher Kraft. Bei guter Sozialisation und verantwortungsvoller Haltung ein anhänglicher und aktiver Begleithund.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Großbritannien
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 3 – Terrier
FCI-Standard Nr. 77
Lebenserwartung 12–14 Jahre
Größe 35–41 cm
Gewicht 11–17 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Staffordshire Bullterrier; Staffordshire Bull Terrier; Staffie; Staffy

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Hoch
Bewegungsbedarf Hoch
Trainierbarkeit Hoch
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Hoch
Alleinbleiben Gering
Verträglichkeit mit Hunden Mittel
Jagdtrieb Mittel
Bellneigung Gering
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Hoch
Schutztrieb Mittel
Fremdenfreundlichkeit Hoch
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Gering

Charakter & Wesen

Der Staffordshire Bullterrier ist ein temperamentvoller, mutiger und ausgesprochen menschenbezogener Terrier. Seinen Bezugspersonen gegenüber zeigt er sich häufig sehr anhänglich und sucht intensiv deren Nähe.

Typisch sind seine Spielfreude, körperliche Robustheit und sein selbstbewusstes Auftreten. Viele Staffordshire Bullterrier bleiben bis ins Erwachsenenalter ausgesprochen verspielt.

Menschen gegenüber sollte ein wesensfester Staffordshire Bullterrier freundlich und zuverlässig auftreten.

Die Verträglichkeit mit anderen Hunden kann dagegen individuell sehr unterschiedlich sein. Insbesondere bei erwachsenen Hunden kann eine gewisse Artgenossenunverträglichkeit auftreten. Eine sorgfältige Sozialisation und verantwortungsbewusste Führung sind daher wichtig.

Haltung & Auslastung

Der Staffordshire Bullterrier ist ein aktiver und kräftiger Hund, der regelmäßige Bewegung benötigt.

Längere Spaziergänge, Wanderungen, Suchspiele, Nasenarbeit und verschiedene Formen des Hundetrainings eignen sich gut.

Viele Vertreter der Rasse lieben körperliches Spiel. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Hund nicht ausschließlich über stark erregende Aktivitäten beschäftigt wird.

Impulskontrolle, Konzentrationsaufgaben und bewusstes Ruhetraining sind ebenso wichtig.

Aufgrund seines kurzen Fells besitzt er nur begrenzten Schutz vor extremen Witterungsbedingungen. Besonders bei niedrigen Temperaturen können empfindliche Hunde schnell frieren.

Erziehung & Training

Der Staffordshire Bullterrier ist intelligent und lernfähig. Seine Erziehung sollte freundlich, konsequent und klar strukturiert sein.

Aufgrund seiner erheblichen Körperkraft sind gute Leinenführigkeit und Impulskontrolle besonders wichtig.

Eine frühe und sorgfältige Sozialisation mit anderen Hunden sollte einen hohen Stellenwert besitzen. Dabei geht es nicht darum, dass der Hund jeden Artgenossen mögen muss, sondern darum, Begegnungen zuverlässig kontrollieren zu können.

Positive Verstärkung funktioniert meist sehr gut. Der Staffordshire Bullterrier kann ausgesprochen motiviert und arbeitsfreudig sein.

Auch das Alleinbleiben sollte schrittweise aufgebaut werden, da viele Hunde dieser Rasse eine starke Bindung an ihre Menschen entwickeln.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Glatt
Unterwolle Gering
Haaren Mittel
Fellfarben Schwarz, Weiß, Rot, Blau, Falbfarben
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Staffordshire Bullterrier gilt grundsätzlich als robuster Hund. Dennoch kommen einige erblich beeinflusste Erkrankungen vor.

Eine rassespezifisch relevante Erkrankung ist die L-2-Hydroxyglutaric Aciduria (L-2-HGA), eine erbliche Stoffwechselerkrankung, die neurologische Symptome verursachen kann. Für die Erkrankung steht ein Gentest zur Verfügung.

Eine weitere bekannte Erbkrankheit ist der Hereditary Cataract (HC), also eine erbliche Form des Grauen Stars.

Auch verschiedene Hautprobleme und Allergien können auftreten.

Bei verantwortungsvoller Zucht sollten entsprechende Gesundheits- und Gentests berücksichtigt werden.

Herkunft & Geschichte

Der Staffordshire Bullterrier entstand im 19. Jahrhundert in den englischen Midlands, insbesondere in der Region Staffordshire.

Seine Vorfahren gingen aus Kreuzungen bullartiger Hunde mit verschiedenen Terriern hervor.

Historisch wurden solche Hunde leider auch für Hundekämpfe und andere Tierkämpfe eingesetzt. Nach dem gesetzlichen Verbot dieser Praktiken in Großbritannien entwickelte sich die Rasse zunehmend zum Begleit- und Ausstellungshund.

Engagierte Züchter begannen, einen einheitlichen Rassestandard zu entwickeln.

1935 wurde der Staffordshire Bullterrier vom britischen Kennel Club offiziell als Rasse anerkannt.

Besonderheiten

Der Staffordshire Bullterrier wird aufgrund seines Erscheinungsbildes häufig mit dem American Staffordshire Terrier verwechselt. Es handelt sich jedoch um zwei eigenständige Hunderassen.

Der Staffordshire Bullterrier ist deutlich kleiner und kompakter:

Staffordshire Bullterrier – FCI 76
American Staffordshire Terrier – FCI 286

Für DOG ROYAL sollten wir beide deshalb getrennt führen.

Wichtig für Deutschland: Der Staffordshire Bullterrier unterliegt besonderen rechtlichen Regelungen. Nach dem Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz ist seine Verbringung beziehungsweise Einfuhr nach Deutschland grundsätzlich beschränkt. Zusätzlich gelten je nach Bundesland unterschiedliche Vorschriften für Haltung, Genehmigung, Sachkunde, Leinen- oder Maulkorbpflichten und weitere Anforderungen.

Interessenten sollten deshalb vor Anschaffung oder Übernahme unbedingt die aktuell geltenden Vorschriften ihres Bundeslandes und ihrer Kommune prüfen.

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