American Staffordshire Terrier
Kraftvoller, athletischer und menschenbezogener Terrier mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein, hoher körperlicher Leistungsfähigkeit und enger Bindung an seine Bezugspersonen. Benötigt konsequente Erziehung, gute Sozialisation und verantwortungsvolle Haltung.
Auf einen Blick
Passt diese Rasse zu mir?
Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der American Staffordshire Terrier ist ein selbstbewusster, kräftiger und häufig ausgesprochen menschenbezogener Hund. Zu seinen Bezugspersonen entwickelt er meist eine enge Bindung und zeigt sich anhänglich, verspielt und kontaktfreudig.
Ein wesensfester American Staffordshire Terrier sollte gegenüber Menschen souverän und kontrollierbar auftreten.
Seine große körperliche Kraft und sein ausgeprägtes Selbstbewusstsein erfordern jedoch eine verantwortungsvolle Haltung. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden kann individuell sehr unterschiedlich sein. Bei manchen erwachsenen Hunden kann insbesondere gegenüber gleichgeschlechtlichen Artgenossen eine geringere Toleranz bestehen.
Eine gute Sozialisation und zuverlässige Führung sind daher besonders wichtig.
Haltung & Auslastung
Der American Staffordshire Terrier ist ein sportlicher und kräftiger Hund mit hohem Bewegungsbedarf.
Ausgedehnte Spaziergänge, Wanderungen, Nasenarbeit, Suchaufgaben, Obedience und kontrollierte sportliche Aktivitäten eignen sich gut.
Viele Vertreter der Rasse sind ausgesprochen spielfreudig und körperlich leistungsfähig. Beschäftigung sollte jedoch nicht ausschließlich aus stark erregenden Aktivitäten bestehen.
Impulskontrolle, Konzentrationsübungen und Ruhetraining sind mindestens ebenso wichtig.
Aufgrund des kurzen Fells besitzt der American Staffordshire Terrier nur wenig Schutz vor Kälte und sollte bei niedrigen Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Erziehung & Training
Der American Staffordshire Terrier ist intelligent und grundsätzlich gut trainierbar. Seine Kraft und sein Selbstbewusstsein machen eine frühzeitige Erziehung besonders wichtig.
Leinenführigkeit, Rückruf, Impulskontrolle und kontrollierte Hundebegegnungen sollten bereits beim jungen Hund trainiert werden.
Positive Verstärkung in Verbindung mit klaren und verlässlichen Regeln eignet sich besonders gut.
Eine sorgfältige Sozialisation bedeutet dabei nicht, möglichst viele unkontrollierte Hundekontakte herzustellen. Entscheidend ist, dass der Hund lernt, andere Hunde und unterschiedliche Alltagssituationen ruhig und kontrolliert zu bewältigen.
Fell & Pflege
Gesundheit
Der American Staffordshire Terrier gilt grundsätzlich als körperlich robuste Rasse. Dennoch kommen verschiedene erblich beeinflusste Erkrankungen vor.
Zu den relevanten Problemen gehören Hüftgelenksdysplasie (HD) sowie verschiedene Herz- und Schilddrüsenerkrankungen.
Auch Hautprobleme und Allergien können auftreten.
Eine besonders relevante genetische Erkrankung ist die cerebelläre Ataxie, eine neurologische Erkrankung, die zu zunehmenden Störungen der Bewegungskoordination führen kann. Für entsprechende genetische Varianten stehen DNA-Tests zur Verfügung.
Verantwortungsvolle Züchter sollten geeignete Gesundheitsuntersuchungen und Gentests in ihre Zuchtplanung einbeziehen.
Herkunft & Geschichte
Die Geschichte des American Staffordshire Terriers ist eng mit den bull- und terrierartigen Hunden Großbritanniens des 19. Jahrhunderts verbunden.
Hunde dieses Typs gelangten mit europäischen Einwanderern in die USA und wurden dort weitergezüchtet. Amerikanische Züchter entwickelten im Laufe der Zeit einen größeren und kräftigeren Typ.
Historisch bestehen gemeinsame Wurzeln mit Hunden, die später als American Pit Bull Terrier bezeichnet wurden.
1936 erkannte der American Kennel Club die Hunde zunächst unter der Bezeichnung Staffordshire Terrier an.
1972 wurde der Name in American Staffordshire Terrier geändert, um die amerikanische Rasse deutlicher vom kleineren britischen Staffordshire Bullterrier abzugrenzen.
Besonderheiten
Der American Staffordshire Terrier wird häufig mit anderen bullartigen Hunden verwechselt. Für DOG ROYAL sollten wir insbesondere drei Bezeichnungen sauber auseinanderhalten:
American Staffordshire Terrier – FCI 286
International von der FCI anerkannte Rasse.
Staffordshire Bullterrier – FCI 76
Eigenständige britische und deutlich kleinere Rasse.
American Pit Bull Terrier
Von der FCI nicht als eigenständige Rasse anerkannt.
Die historische Verwandtschaft bedeutet also nicht, dass diese Bezeichnungen beliebig austauschbar sind.
Wichtig für Deutschland: Der American Staffordshire Terrier unterliegt besonderen gesetzlichen Regelungen. Seine Einfuhr beziehungsweise Verbringung nach Deutschland ist nach dem Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz grundsätzlich beschränkt. Für die Haltung gelten darüber hinaus je nach Bundesland unterschiedliche Vorschriften.
Diese können beispielsweise Erlaubnispflicht, Sachkundenachweis, Zuverlässigkeitsprüfung, Wesenstest, Leinen- oder Maulkorbpflicht sowie besondere Versicherungsanforderungen umfassen.
Vor Anschaffung oder Übernahme sollten daher immer die aktuellen Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes und der zuständigen Kommune geprüft werden.
Entdecke die ganze Welt der Hunderassen
Vom beliebten Familienhund bis zum außergewöhnlichen Spezialisten: Entdecke weitere Hunderassen und vergleiche Charakter, Haltung, Pflege und Eigenschaften.
Alle Hunderassen entdecken