Leinenaggression
Leinenaggression bezeichnet aggressiv oder stark reaktiv wirkendes Verhalten eines angeleinten Hundes gegenüber anderen Hunden, Menschen oder bestimmten Umweltreizen.
Leinenaggression kann sich durch Bellen, Knurren, Fixieren, Anspringen oder heftiges Ziehen in Richtung eines Auslösers zeigen. Hinter diesem Verhalten können unterschiedliche Ursachen stehen, beispielsweise Unsicherheit, Angst, Frustration, negative Erfahrungen, hohe Erregung oder das Bedürfnis nach größerer Distanz.
Die Leine begrenzt die Bewegungsmöglichkeiten des Hundes. Er kann einem unangenehmen Reiz nicht ohne Weiteres ausweichen und auch die natürliche Kommunikation zwischen Hunden kann dadurch verändert werden. Deshalb bedeutet auffälliges Verhalten an der Leine nicht automatisch, dass der betreffende Hund grundsätzlich aggressiv ist.
Für erfolgreiches Training ist es wichtig, individuelle Auslöser und geeignete Abstände zu erkennen und Situationen so zu gestalten, dass der Hund noch ansprechbar und lernfähig bleibt.
Praxis-Tipp:
Trainiere nicht mitten in der Eskalation. Wähle zunächst einen Abstand, in dem Dein Hund den Auslöser wahrnimmt, aber noch auf Dich reagieren kann. Von dort lässt sich die Distanz schrittweise reduzieren.
DOG ROYAL Merksatz:
Gutes Leinentraining beginnt dort, wo Dein Hund noch denken kann – nicht dort, wo er bereits explodiert.
Mehr Hundewissen von A–Z: Weitere Begriffe rund um Gesundheit, Verhalten, Training, Ernährung und das Leben mit Hund findest du in unserem DOG ROYAL Hunde-Glossar.