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DOG ROYAL · WISSEN VON A–Z
Training & Erziehung

Desensibilisierung

Kurz erklärt

Desensibilisierung ist eine Trainingsmethode, bei der ein Hund schrittweise und kontrolliert an einen Reiz gewöhnt wird, der bei ihm Angst, Stress oder starke Erregung auslöst.

Ausführliche Erklärung
Bei der Desensibilisierung wird ein auslösender Reiz zunächst nur in einer Intensität präsentiert, bei der der Hund noch ruhig und ansprechbar bleibt. Das kann beispielsweise ein großer Abstand zu einem anderen Hund, ein sehr leises Geräusch oder eine kurze Begegnung mit einer ungewohnten Situation sein.

Im weiteren Training wird die Intensität des Reizes langsam gesteigert – etwa durch geringeren Abstand, längere Dauer oder höhere Lautstärke. Entscheidend ist, dass der Hund möglichst nicht über seine individuelle Belastungsgrenze gebracht wird.

Desensibilisierung wird häufig bei Ängsten und Unsicherheiten eingesetzt, beispielsweise bei Geräuschangst, Problemen mit bestimmten Menschen oder Tieren, Verkehrssituationen oder Tierarztbesuchen. Sie wird oft mit Gegenkonditionierung kombiniert, bei der der problematische Reiz zusätzlich mit etwas Angenehmem wie Futter oder Spiel verknüpft wird.

Praxis-Tipp
Arbeite mit so viel Abstand oder so geringer Reizintensität, dass dein Hund den Auslöser wahrnimmt, aber noch ansprechbar bleibt. Zeigt er bereits starke Angst oder Erregung, war der Trainingsschritt wahrscheinlich zu groß.

DOG ROYAL Merksatz
Erfolgreiche Gewöhnung entsteht in kleinen Schritten – nicht durch möglichst viel Konfrontation.

Mehr Hundewissen von A–Z: Weitere Begriffe rund um Gesundheit, Verhalten, Training, Ernährung und das Leben mit Hund findest du in unserem DOG ROYAL Hunde-Glossar.

Gewöhnungstraining systematische Desensibilisierung Reizgewöhnung

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