Scottish Terrier
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Scottish Terrier

Kompakter, niederläufiger und charakterstarker schottischer Terrier mit markantem Bart und drahtigem Fell. Der Scottish Terrier ist mutig, intelligent und ausgesprochen selbstständig und seiner Familie eng verbunden, benötigt aber konsequente Erziehung und Verständnis für seinen Terriercharakter.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Großbritannien / Schottland
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 3 – Terrier
FCI-Standard Nr. 73
Lebenserwartung 11–13 Jahre
Größe 25–28 cm
Gewicht 8–11 kg
Größenklasse Klein: 26–40 cm
Alternative Rassenamen Scottish Terrier; Schottischer Terrier; Scottie; Aberdeen Terrier (historisch)

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Mittel
Bewegungsbedarf Mittel
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Mittel
Wohnungseignung Hoch
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Mittel
Jagdtrieb Hoch
Bellneigung Mittel
Pflegeaufwand Hoch

Weitere Eigenschaften

Energielevel Mittel
Schutztrieb Mittel
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Hoch

Charakter & Wesen

Der Scottish Terrier ist selbstbewusst, intelligent, unabhängig und mutig.

Er besitzt eine auffallend würdevolle und manchmal fast reserviert wirkende Persönlichkeit.

Seiner Familie gegenüber ist er loyal und anhänglich, ohne typischerweise permanent körperliche Nähe einzufordern.

Fremden begegnet er häufig zunächst zurückhaltend.

Trotz seiner geringen Größe besitzt der Scottie ein erhebliches Selbstbewusstsein und lässt sich nur selten beeindrucken.

Haltung & Auslastung

Der Scottish Terrier benötigt regelmäßige Bewegung, gehört aber nicht zu den extrem bewegungsintensiven Terriern.

Mehrere abwechslungsreiche Spaziergänge, Erkundungstouren und geistige Beschäftigung passen gut zu ihm.

Besonders geeignet sind Nasenarbeit, Mantrailing, Suchspiele, Tricktraining und moderate Wanderungen.

Graben entspricht seinem ursprünglichen Arbeitsverhalten und kann beispielsweise über geeignete Buddelbereiche kontrolliert ermöglicht werden.

Für eine Wohnung eignet sich der Scottish Terrier gut, sofern er täglich ausreichend Bewegung und Beschäftigung erhält.

Erziehung & Training

Der Scottish Terrier ist intelligent, aber ausgesprochen eigenständig.

Er hinterfragt Aufgaben eher, als sie einfach mechanisch auszuführen.

Seine Erziehung sollte deshalb konsequent, ruhig, abwechslungsreich und positiv erfolgen.

Härte oder ständige Wiederholungen führen häufig eher zu Widerstand als zu besserer Kooperation.

Rückruf und Impulskontrolle sollten früh trainiert werden.

Sein historischer Jagdtrieb kann insbesondere bei kleinen Tieren deutlich hervortreten.

Eine frühe Sozialisation mit unterschiedlichen Menschen und Hunden ist ebenfalls empfehlenswert.

Fell & Pflege

Felllänge Mittellang
Fellstruktur Drahtig
Unterwolle Stark
Haaren Gering
Fellfarben Schwarz, Gelb
Allergiker-Eignung Bedingt

Gesundheit

Beim Scottish Terrier sind einige rassespezifische gesundheitliche Themen bekannt.

Besonders charakteristisch ist der sogenannte Scottie Cramp, eine erblich beeinflusste neuromuskuläre Bewegungsstörung, die insbesondere bei Aufregung oder Belastung auftreten kann.

Auch die Von-Willebrand-Krankheit, eine erbliche Störung der Blutgerinnung, kommt in der Rasse vor.

Weitere relevante Erkrankungen können Patellaprobleme sowie verschiedene Augen- und Hauterkrankungen sein.

Beim Scottish Terrier ist außerdem ein erhöhtes Risiko für bestimmte Tumorerkrankungen, insbesondere Harnblasenkrebs, beschrieben.

Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und verantwortungsvolle Zuchtauswahl sind deshalb besonders wichtig.

Herkunft & Geschichte

Niederläufige rauhaarige Terrier wurden in Schottland seit Jahrhunderten zur Jagd auf Tiere eingesetzt, die sich in Erdbauten oder felsigen Verstecken aufhielten.

Dazu gehörten insbesondere Fuchs, Dachs und Otter.

Lange Zeit existierten verschiedene regionale schottische Terriertypen, deren Abgrenzung noch wenig einheitlich war.

Im 19. Jahrhundert begann die systematischere Entwicklung des heutigen Scottish Terriers.

1882 wurde in Großbritannien der Scottish Terrier Club gegründet, wodurch sich der moderne Rassetyp zunehmend etablierte.

Besonderheiten

Der Scottish Terrier besitzt eine der bekanntesten Silhouetten der Hundewelt.

Der lange Kopf, die aufgerichteten Ohren, der kräftige Bart, der kompakte Körper und die kurzen Beine machen den sogenannten „Scottie“ nahezu unverwechselbar.

Interessant ist, dass der Scottish Terrier keineswegs einfach nur auf besonders kurze Beine gezüchtet wurde.

Sein Körperbau hatte einen praktischen Zweck: Er sollte in Erdbaue und felsige Verstecke eindringen können und gleichzeitig genügend Kraft besitzen, um sich dort mit wehrhaftem Wild auseinanderzusetzen.

Seine kräftige Rute hatte ebenfalls praktische Bedeutung. Historisch sollte sie so stabil sein, dass der Hundeführer den Terrier im Notfall aus einem Bau beziehungsweise einer schwierigen Situation unterstützen konnte.

Der Scottie wurde außerdem zu einem kulturellen Symbol.

Besonders bekannt war Fala, der Scottish Terrier des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt. Der Hund begleitete Roosevelt häufig und wurde zu einem der bekanntesten Präsidentenhunde der amerikanischen Geschichte.

Auch Präsident George W. Bush hielt Scottish Terrier, darunter Barney und Miss Beazley.

Eine weitere ungewöhnliche Verbindung besteht zum klassischen Brettspiel Monopoly: In vielen Ausgaben gehört ein kleiner Scottie zu den bekanntesten Spielfiguren.

Der Scottish Terrier bildet gemeinsam mit West Highland White Terrier, Cairn Terrier und Skye Terrier eine Gruppe historisch eng mit Schottland verbundener Terrierrassen, unterscheidet sich von ihnen jedoch deutlich durch Körperbau, Kopf und Wesen.

DOG ROYAL HUNDERASSEN

Entdecke die ganze Welt der Hunderassen

Vom beliebten Familienhund bis zum außergewöhnlichen Spezialisten: Entdecke weitere Hunderassen und vergleiche Charakter, Haltung, Pflege und Eigenschaften.

Alle Hunderassen entdecken

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.