Foxterrier
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Foxterrier

Lebhafter, mutiger und intelligenter britischer Terrier mit unverwechselbarem drahtigem Fell, enormer Energie und ausgeprägter Jagdleidenschaft. Der Drahthaar-Foxterrier ist freundlich und unternehmungslustig, benötigt aber konsequente Erziehung und viel Beschäftigung.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Großbritannien
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 3 – Terrier
FCI-Standard Nr. 169
Lebenserwartung 12–15 Jahre
Größe 35–39 cm
Gewicht 7–9 kg
Größenklasse Klein: 26–40 cm
Alternative Rassenamen Foxterrier Drahthaar; Drahthaar-Foxterrier; Wire Fox Terrier; Wire-haired Fox Terrier; Drahthaarfoxterrier

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Hoch
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Gering
Verträglichkeit mit Hunden Mittel
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Mittel

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Hoch
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Hoch

Charakter & Wesen

Der Drahthaar-Foxterrier ist ein echtes Energiebündel. Er ist aufmerksam, schnell, selbstbewusst und ausgesprochen neugierig. Der FCI-Rassetyp wird als freundlich, aufgeschlossen und furchtlos beschrieben.

Seinen Menschen gegenüber zeigt er sich meist anhänglich und unternehmungslustig. Gleichzeitig besitzt er die für einen Arbeitsterrier typische Eigenständigkeit.

Ein Foxterrier möchte wissen, was in seiner Umgebung geschieht. Seine Wachsamkeit macht ihn zu einem guten Meldehund.

Sein selbstbewusstes Auftreten kann bei unzureichender Sozialisation zu Konflikten mit anderen Hunden führen. Gute Erziehung und kontrollierte Hundekontakte sind deshalb wichtig.

Haltung & Auslastung

Der Foxterrier benötigt deutlich mehr Beschäftigung, als seine geringe Körpergröße vermuten lässt.

Lange Spaziergänge, Wanderungen, Nasenarbeit, Fährtenarbeit, Dummytraining und Suchspiele eignen sich hervorragend.

Auch verschiedene Hundesportarten können eine gute Beschäftigung darstellen. Der Foxterrier ist schnell, wendig und ausgesprochen arbeitsfreudig.

Seine ursprüngliche Verwendung als Jagdhund ist jedoch bis heute deutlich erkennbar. Der VDH empfiehlt bei nicht jagdlich geführten Hunden ausdrücklich ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Alternativprogramm.

Erziehung & Training

Der Drahthaar-Foxterrier ist intelligent und lernfähig, aber kein Hund, der automatisch jeden Wunsch seines Menschen erfüllen möchte.

Er benötigt Konsequenz, Fairness und klare Regeln. Inkonsequente Führung nutzt der selbstbewusste Terrier schnell für eigene Entscheidungen.

Besondere Bedeutung hat der Rückruf. Sein starker Jagdtrieb kann dazu führen, dass ein plötzlich auftauchendes Kaninchen interessanter wird als sein Mensch.

Impulskontrolle und Frustrationstoleranz sollten ebenfalls früh trainiert werden.

Mit positiver Verstärkung und abwechslungsreichen Aufgaben lässt sich der intelligente Terrier für anspruchsvolles Training begeistern.

Fell & Pflege

Felllänge Mittellang
Fellstruktur Drahtig
Unterwolle Gering
Haaren Gering
Fellfarben Schwarz, Weiß, Creme, Gestromt
Allergiker-Eignung Bedingt

Gesundheit

Der Drahthaar-Foxterrier gilt grundsätzlich als robuste und langlebige Rasse.

Dennoch können verschiedene erblich beeinflusste Erkrankungen auftreten. Dazu gehören unter anderem Patellaluxation, verschiedene Augenerkrankungen und in einzelnen Linien neurologische beziehungsweise orthopädische Probleme.

Bei weißen beziehungsweise überwiegend weißen Hunden sollte außerdem auf das Hörvermögen geachtet werden, da angeborene Taubheit bei verschiedenen weiß gezeichneten Hunderassen auftreten kann.

Eine verantwortungsvolle Zucht mit geeigneten Gesundheitsuntersuchungen ist deshalb wichtig.

Sein grundsätzlich funktionaler und sportlicher Körperbau bietet gute Voraussetzungen für ein aktives Leben.

Herkunft & Geschichte

Der Foxterrier stammt aus Großbritannien und wurde ursprünglich für die Fuchsjagd entwickelt.

Seine Aufgabe bestand unter anderem darin, einen Fuchs in dessen Bau zu verfolgen und ihn herauszutreiben. Daher musste der Hund klein und wendig genug für die Arbeit unter der Erde, gleichzeitig aber mutig und ausgesprochen robust sein.

Zunächst dominierten glatthaarige Foxterrier. Drahthaarige Vertreter wurden im 19. Jahrhundert zunehmend als eigener Typ präsentiert.

1876 wurde in England der Fox Terrier Club gegründet, der Standards für Glatt- und Drahthaar-Foxterrier festlegte.

Später entwickelte sich insbesondere der Drahthaar-Foxterrier zu einem beliebten Begleit- und Ausstellungshund.

Besonderheiten

Für unser DOG-ROYAL-Verzeichnis ist eine Unterscheidung besonders wichtig:

Foxterrier (Drahthaar) – FCI 169

und

Foxterrier (Glatthaar) – FCI 12

sind zwei eigenständig standardisierte Rassen beziehungsweise Varietäten mit separaten FCI-Standards.

Eine weitere Besonderheit ist die Fellpflege. Das drahtige Deckhaar sollte regelmäßig fachgerecht getrimmt und nicht einfach nur geschoren werden.

Beim Trimmen werden abgestorbene Haare entfernt. Dadurch bleiben die typische harte Fellstruktur und die intensive Fellfarbe besser erhalten.

Trotz seines heute oft eleganten Erscheinungsbildes steckt im Foxterrier weiterhin ein erstaunlich leistungsfähiger Jagdgebrauchshund.

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