Chow-Chow
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Chow-Chow

Würdevolles, ruhiges und ausgesprochen eigenständiges chinesisches Hunderasse mit löwenartigem Erscheinungsbild, charakteristischer blau-schwarzer Zunge und starker Bindung an ausgewählte Bezugspersonen.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) China
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp
FCI-Standard Nr. 205
Lebenserwartung 9–13 Jahre
Größe 46–56 cm
Gewicht 20–29 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Chow-Chow; Chow Chow; Chow

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Aktivitätslevel Mittel
Bewegungsbedarf Mittel
Trainierbarkeit Gering
Für Anfänger geeignet Nein
Familiengeeignet Bedingt
Kinderfreundlichkeit Mittel
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Gering
Jagdtrieb Mittel
Bellneigung Gering
Pflegeaufwand Sehr hoch

Weitere Eigenschaften

Energielevel Niedrig
Schutztrieb Hoch
Fremdenfreundlichkeit Gering
Sabberneigung Mittel
Hitzeverträglichkeit Gering
Kälteverträglichkeit Sehr hoch

Charakter & Wesen

Der Chow-Chow ist ein ruhiger, selbstbewusster und ausgesprochen eigenständiger Hund. Sein Wesen unterscheidet sich deutlich von dem vieler stark menschenorientierter Begleit- und Gebrauchshunde.

Er entwickelt häufig eine enge Bindung an einzelne Bezugspersonen, zeigt seine Zuneigung aber meist zurückhaltender. Permanentes Kuscheln oder ständige Aufmerksamkeit entsprechen nicht unbedingt seinem Naturell.

Fremden Menschen gegenüber verhält sich der Chow-Chow typischerweise reserviert bis distanziert. Er entscheidet gerne selbst, ob und wann er Kontakt aufnehmen möchte.

Sein würdevoll wirkendes Auftreten sollte nicht mit Passivität verwechselt werden. Der Chow-Chow besitzt Selbstbewusstsein und kann sehr konsequent eigene Entscheidungen treffen.

Haltung & Auslastung

Der Chow-Chow besitzt einen moderaten Bewegungsbedarf. Regelmäßige Spaziergänge und Gelegenheit zum Erkunden seiner Umgebung sind wichtig, extreme sportliche Belastungen benötigt er jedoch normalerweise nicht.

Ausgedehnte Spaziergänge bei gemäßigten Temperaturen entsprechen ihm meist besser als intensives Joggen oder Hundesport mit vielen Sprüngen.

Aufgrund seines dichten Fells ist bei warmem Wetter besondere Vorsicht erforderlich. Aktivitäten sollten im Sommer möglichst auf die kühleren Tageszeiten verlegt werden.

Eine Wohnungshaltung ist grundsätzlich möglich, wenn ausreichend Platz und tägliche Bewegung vorhanden sind. Besonders wichtig ist ein ruhiger Rückzugsort.

Erziehung & Training

Die Erziehung eines Chow-Chows erfordert Geduld, Konsequenz und Verständnis für seinen eigenständigen Charakter.

Er ist intelligent, wurde jedoch nicht für eine besonders enge Zusammenarbeit mit dem Menschen gezüchtet. Befehle werden daher nicht unbedingt allein deshalb ausgeführt, weil der Mensch sie gibt.

Positive Verstärkung, kurze Trainingseinheiten und klare Regeln sind sinnvoll. Monotone Wiederholungen führen häufig schnell zu Desinteresse.

Von besonderer Bedeutung ist eine sorgfältige und frühzeitige Sozialisation. Der junge Chow-Chow sollte positive Erfahrungen mit unterschiedlichen Menschen, Hunden und Alltagssituationen sammeln.

Auch Berührungen und Pflegemaßnahmen sollten früh trainiert werden, da die intensive Fellpflege später regelmäßig notwendig ist.

Fell & Pflege

Felllänge Mittellang
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Stark
Haaren Sehr stark
Fellfarben Schwarz, Weiß, Rot, Creme, Blau, Falbfarben
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Beim Chow-Chow gibt es verschiedene rassetypische gesundheitliche Risiken.

Besonders relevant sind Erkrankungen der Augenlider. Beim Entropium rollen sich Teile des Augenlids nach innen, wodurch Haare beziehungsweise Wimpern die Hornhaut reizen können.

Auch Hüft- und Ellenbogendysplasie sowie Patellaluxation können auftreten.

Darüber hinaus können Schilddrüsenerkrankungen und verschiedene Hautprobleme vorkommen.

Ein besonderes Augenmerk sollte auf einer funktionalen Anatomie liegen. Übermäßig schwere Hunde mit extremen Hautfalten, sehr kleinen beziehungsweise tief liegenden Augen oder stark eingeschränkter Beweglichkeit entsprechen nicht dem Ziel einer gesundheitsorientierten Zucht.

Aufgrund des dichten Fells ist der Chow-Chow außerdem besonders empfindlich gegenüber großer Hitze.

Herkunft & Geschichte

Der Chow-Chow gehört zu den sehr alten Hunderassen beziehungsweise Hundetypen Ostasiens und stammt ursprünglich aus China.

Hunde dieses Typs wurden dort über Jahrhunderte für unterschiedliche Aufgaben eingesetzt. Sie dienten unter anderem als Wach-, Jagd- und Gebrauchshunde.

Historische Darstellungen zeigen spitzartige Hunde, die dem heutigen Chow-Chow ähneln.

Im 18. und insbesondere im 19. Jahrhundert gelangten Chow-Chows nach Europa. In Großbritannien begann schließlich die systematische Zucht und Entwicklung des modernen Rassetyps.

Auch Königin Victoria besaß im 19. Jahrhundert einen Chow-Chow, was zur wachsenden Bekanntheit der Rasse in Europa beitrug.

Besonderheiten

Das berühmteste Merkmal des Chow-Chows ist seine blau-schwarze Zunge. Auch Lippen und Gaumen sind charakteristisch dunkel pigmentiert.

Ein weiteres typisches Merkmal ist sein nahezu gerades Hinterhandgangwerk, das zum charakteristischen relativ kurzen beziehungsweise stelzenden Gangbild beiträgt.

Die dicht behaarte Hals- und Schulterpartie erzeugt insbesondere beim Langhaar-Chow den bekannten löwenartigen Eindruck.

Es existieren zwei Fellvarietäten:

Langhaar-Chow-Chow – üppiges Fell mit ausgeprägter Halskrause
Kurzhaar-Chow-Chow – dichter, plüschartiger Felltyp

Eine interessante Besonderheit betrifft auch den Namen: Die genaue Herkunft der Bezeichnung „Chow-Chow“ ist nicht eindeutig geklärt. Vermutlich entstand sie außerhalb Chinas und war ursprünglich keine chinesische Rassebezeichnung.

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