Stresssignale
Stresssignale sind körperliche oder verhaltensbezogene Anzeichen, mit denen ein Hund zeigt, dass eine Situation ihn belastet, überfordert oder stark erregt.
Hunde können Stress auf sehr unterschiedliche Weise zeigen. Typische Signale sind beispielsweise starkes Hecheln ohne körperliche Anstrengung, häufiges Gähnen, Zittern, Unruhe, vermehrtes Speicheln, angelegte Ohren, eine geduckte Körperhaltung oder der Versuch, einer Situation auszuweichen. Auch scheinbar gegensätzliches Verhalten wie Erstarren, hektische Aktivität oder starkes Bellen kann mit Stress zusammenhängen.
Ein einzelnes Verhalten ist allerdings nicht automatisch ein Stresssignal. Entscheidend sind immer Situation, Häufigkeit, Intensität und die gesamte Körpersprache des Hundes. Werden frühe Stresssignale erkannt, kann der Mensch reagieren, bevor die Belastung weiter steigt und der Hund möglicherweise deutlichere Abwehr- oder Fluchtreaktionen zeigt.
Praxis-Tipp:
Beobachte Deinen Hund besonders in neuen oder schwierigen Situationen als Ganzes. Treten mehrere ungewöhnliche Verhaltensweisen gleichzeitig auf, vergrößere zunächst die Distanz zum Auslöser und gib ihm Gelegenheit, sich wieder zu entspannen.
DOG ROYAL Merksatz:
Wer die leisen Stresssignale seines Hundes erkennt, muss seltener auf die lauten reagieren.
Mehr Hundewissen von A–Z: Weitere Begriffe rund um Gesundheit, Verhalten, Training, Ernährung und das Leben mit Hund findest du in unserem DOG ROYAL Hunde-Glossar.