Wann ist ein Hund eigentlich „groß“?

Groß, größer, riesig: Bei manchen Hunderassen bekommt der Begriff „großer Hund“ eine völlig neue Dimension. Während viele Vierbeiner bequem unter den Küchentisch passen, erreichen die imposantesten Vertreter Schulterhöhen, bei denen selbst erfahrene Hundefreunde zweimal hinschauen.

Doch Größe lässt sich unterschiedlich messen. Ein besonders schwerer Hund muss nicht gleichzeitig besonders hoch sein. Deshalb verwendet DOG ROYAL für dieses Ranking ein eindeutiges Kriterium: die maximale Schulterhöhe, die im jeweiligen Rassenprofil hinterlegt ist.

Welche sind die 5 größten Hunderassen?

So entsteht kein Ranking nach subjektivem Eindruck, sondern eine datenbasierte Momentaufnahme unseres stetig wachsenden Hunderassen-Verzeichnisses.

DOG ROYAL · RASSENRANKING

Die 5 größten Hunderassen

Entscheidend für dieses Ranking ist die in den DOG-ROYAL-Rasseprofilen hinterlegte maximale Schulterhöhe. Die Reihenfolge wird automatisch aus unserem Hunderassen-Verzeichnis erzeugt.

Fünf Riesen – und fünf ganz unterschiedliche Hunde

Beeindruckende Körpergröße verbindet diese Rassen. Daraus folgt jedoch keineswegs ein einheitlicher Charakter. Herkunft, ursprüngliche Aufgabe, Temperament, Bewegungsbedarf und Erziehung können sich erheblich unterscheiden.

Die Deutsche Dogge verbindet enorme Größe mit einer vergleichsweise eleganten Erscheinung. Der aktuelle FCI-Standard nennt für Rüden mindestens 80 cm Widerristhöhe und sieht 90 cm als obere Zielgrenze vor.

Der Irische Wolfshund stammt dagegen aus der Gruppe der Windhunde. Bei Rüden beträgt die vorgeschriebene Mindesthöhe 79 cm; angestrebt wird im Standard eine durchschnittliche Größe von etwa 81 bis 86 cm. Seine beeindruckende Höhe geht also mit einem deutlich anderen Körperbau und einer anderen Rassegeschichte einher als bei einer Dogge oder einem schweren Molosser.

Auch Bernhardiner, Mastín del Pirineo und Landseer gehören zu den ausgesprochen großen Hunden. Der Landseer beispielsweise wird im Rassestandard als großer, starker und harmonisch gebauter Hund beschrieben.

Wer sich für eine dieser Rassen interessiert, sollte deshalb nicht bei der beeindruckenden Zahl in Zentimetern stehen bleiben. Die passende Hunderasse entscheidet sich nicht an einem Maßband.

Was bedeutet ein sehr großer Hund im Alltag?

Ein Hund mit außergewöhnlicher Körpergröße verändert den Alltag ganz praktisch. Liegeplatz, Auto, Treppen, Urlaub, Restaurantbesuche oder der Besuch beim Tierarzt können mit einem 80 oder 90 Zentimeter hohen Hund andere Anforderungen stellen als mit einem kleinen Begleiter.

Hinzu kommt die körperliche Kraft. Gute Erziehung und eine verlässliche Leinenführigkeit sind bei großen Hunden deshalb besonders wichtig. Was bei einem kleinen Hund lediglich unangenehm sein kann, entwickelt bei einem sehr kräftigen Hund schnell eine ganz andere Dynamik.

Auch die Wohnfläche allein beantwortet die Frage nach der Haltung nicht. Entscheidend sind ebenso Bewegung, Beschäftigung, Ruhe, Sozialkontakt und die individuellen Bedürfnisse der jeweiligen Rasse.

Große Hunde – große Kosten?

Meist sollte man zumindest mit höheren laufenden Ausgaben rechnen. Ein großer Hund benötigt in der Regel mehr Futter, größere Liegeflächen, größere Transportlösungen und entsprechend dimensioniertes Zubehör.

Auch tiermedizinische Kosten sollte man realistisch einkalkulieren. Medikamente werden teilweise nach Körpergewicht dosiert; Untersuchungen, Operationen oder Hilfsmittel können bei sehr großen Hunden ebenfalls andere Anforderungen mit sich bringen.

Das bedeutet nicht, dass ein großer Hund automatisch unbezahlbar ist. Es bedeutet aber: Die Entscheidung sollte finanziell ebenso gut vorbereitet sein wie emotional.

Gesundheit: Größe ist nicht nur beeindruckend

Extreme Körpergröße kann gesundheitlich relevant sein. Welche Risiken tatsächlich bestehen, hängt jedoch stark von der einzelnen Rasse, ihrer Zuchtlinie und dem individuellen Hund ab.

Gerade bei großen und schweren Rassen verdienen Gelenke und Bewegungsapparat besondere Aufmerksamkeit. Hinzu können rassespezifische Erkrankungen kommen. Eine verantwortungsvolle Zucht, angemessene Ernährung, kontrollierte körperliche Entwicklung und regelmäßige tierärztliche Vorsorge sind deshalb besonders wichtig.

Pauschale Aussagen wie „große Hunde sind ungesund“ greifen allerdings zu kurz. Entscheidend ist immer die konkrete Rasse – und letztlich der einzelne Hund.

Ist einer dieser Riesen der richtige Hund für Dich?

Vielleicht. Aber Größe sollte niemals das entscheidende Auswahlkriterium sein.

Viel wichtiger ist die Frage, ob Charakter, Aktivitätsniveau, Erziehbarkeit, Pflegebedarf und die Anforderungen einer Rasse zu Deinem tatsächlichen Leben passen. Ein beeindruckender Hund auf einem Foto ist schließlich etwas anderes als ein Familienmitglied, mit dem man viele Jahre seinen Alltag teilt.

Genau deshalb findest Du bei DOG ROYAL zu jeder Rasse ein ausführliches Profil mit weiteren Informationen zu Charakter, Haltung, Gesundheit und Alltag.

Häufige Fragen zu den größten Hunderassen

Welche Hunderasse ist die größte der Welt?

Das hängt davon ab, wie „größte“ definiert wird. Schulterhöhe, Gewicht und individuelle Rekorde können zu unterschiedlichen Antworten führen. DOG ROYAL verwendet für dieses Ranking die maximale hinterlegte Schulterhöhe der Rassen im eigenen Verzeichnis. Bei gleichen Maximalwerten sollte die Reihenfolge nicht als absoluter Größenunterschied verstanden werden. Für die Einordnung der Rassen orientieren wir uns unter anderem an den offiziellen Rassestandards der Fédération Cynologique Internationale (FCI).

Ist der Irische Wolfshund größer als die Deutsche Dogge?

Das lässt sich nicht pauschal für jeden einzelnen Hund beantworten. Die Standards verwenden zudem unterschiedliche Vorgaben: Bei der Deutschen Dogge bestehen definierte Größenbereiche; beim Irischen Wolfshund werden Mindesthöhen angegeben und eine große durchschnittliche Höhe bei Rüden angestrebt. Einzelne Hunde können davon innerhalb der jeweiligen züchterischen Rahmenbedingungen abweichen.

Sind große Hunderassen für Anfänger geeignet?

Nicht allein die Größe entscheidet darüber. Temperament, Erziehbarkeit, Kraft, Schutz- oder Jagdtrieb und die Erfahrung des Halters spielen zusammen. Bei einem sehr großen und kräftigen Hund können Erziehungsfehler allerdings deutlich schwieriger zu handhaben sein.

Brauchen große Hunde automatisch ein großes Haus?

Nicht zwingend. Quadratmeter allein machen keine gute Hundehaltung aus. Trotzdem benötigen sehr große Hunde ausreichend Bewegungs- und Ruhefläche und stellen praktische Anforderungen an Treppen, Auto, Schlafplatz und Alltag.

Welche großen Hunde eignen sich für Familien?

Auch hier sollte nicht nach Größe allein entschieden werden. Sozialverhalten, Kinderfreundlichkeit, Energielevel, Trainierbarkeit und individuelle Vorgeschichte sind wesentlich aussagekräftiger. Unsere ausführlichen DOG-ROYAL-Rassenprofile helfen dabei, diese Eigenschaften miteinander zu vergleichen.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anmelden

Registrieren

Passwort zurücksetzen

Bitte gib deinen Benutzernamen oder deine E-Mail-Adresse an. Du erhältst anschließend einen Link zur Erstellung eines neuen Passworts per E-Mail.