Distanzvergrößerndes Verhalten
Distanzvergrößerndes Verhalten umfasst Verhaltensweisen, mit denen ein Hund versucht, den Abstand zu einem Menschen, Hund oder anderen Auslöser zu vergrößern oder eine weitere Annäherung zu verhindern.
Hunde können auf unangenehme, bedrohlich wirkende oder überfordernde Situationen unterschiedlich reagieren. Eine mögliche Strategie besteht darin, mehr Abstand zu einem Auslöser herzustellen. Dazu kann der Hund selbst ausweichen oder durch sein Verhalten versuchen, sein Gegenüber auf Distanz zu halten.
Solche Signale können sehr unterschiedlich aussehen. Ein Hund kann den Körper abwenden, zurückweichen oder einen größeren Bogen laufen. Wird sein Bedürfnis nach Abstand nicht erkannt oder kann er einer Situation nicht ausweichen, können deutlichere Signale wie Fixieren, Knurren, Bellen, Zähnezeigen oder nach vorne gerichtetes Verhalten folgen.
Wichtig ist: Distanzvergrößerndes Verhalten ist nicht automatisch mit Aggressivität gleichzusetzen. Entscheidend ist die Funktion des Verhaltens. Ein Hund kann beispielsweise bellen oder nach vorne gehen, weil dieses Verhalten in der Vergangenheit erfolgreich dafür gesorgt hat, dass ein anderer Hund oder Mensch Abstand hält.
Für den Umgang mit solchen Situationen lohnt es sich deshalb, bereits die frühen und weniger auffälligen Signale wahrzunehmen. Wird einem Hund rechtzeitig ausreichend Abstand ermöglicht, muss er unter Umständen gar nicht erst auf deutlichere Verhaltensweisen zurückgreifen.
Praxis-Tipp
Wenn Dein Hund bei einer Begegnung ausweichen oder einen Bogen laufen möchte, zwinge ihn nicht unnötig zu direktem Kontakt. Mehr Abstand kann eine einfache und wirkungsvolle Möglichkeit sein, die Situation zu entschärfen.
DOG ROYAL Merksatz
Wer den Wunsch nach Abstand früh erkennt, muss auf deutlichere Signale oft gar nicht erst warten.
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