Französischer Vorstehhund – Typ Pyrénées
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Französischer Vorstehhund – Typ Pyrénées

Mittelgroßer, eleganter und athletischer französischer Vorstehhund mit ausgeprägter Jagdpassion und enger Bindung an seinen Menschen. Der Braque Français Typ Pyrénées ist schnell, wendig und kooperativ und eignet sich bei ausreichender Auslastung auch als aktiver Familienhund.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Frankreich
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 7 – Vorstehhunde
FCI-Standard Nr. 134
Lebenserwartung 12–15 Jahre
Größe 47–58 cm
Gewicht 17–25 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Braque Français, type Pyrénées; Braque Français Pyrénées; Französischer Vorstehhund – Typ Pyrénées; French Pointing Dog – Pyrenean Type; French Pointer – Pyrenean Type

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Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Sehr hoch
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Mittel
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Hoch
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Mittel

Charakter & Wesen

Der Braque Français Typ Pyrénées ist intelligent, freundlich, sensibel und ausgesprochen menschenbezogen.

Typisch ist seine hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

Bei der Jagd zeigt er große Passion, Geschwindigkeit und Ausdauer.

Im Familienleben kann er dagegen ausgesprochen anhänglich und ausgeglichen sein.

Er sucht engen Kontakt zu seinen Bezugspersonen und möchte aktiv in deren Alltag eingebunden werden.

Aggressivität oder übermäßige Nervosität entsprechen nicht dem gewünschten Wesen.

Haltung & Auslastung

Der Typ Pyrénées ist ein leistungsfähiger Jagdgebrauchshund und benötigt entsprechend viel Bewegung und geistige Beschäftigung.

Ideal ist die jagdliche Führung.

Geeignete Aktivitäten sind außerdem Vorsteharbeit, Apportieren, Dummytraining, Mantrailing, Fährtenarbeit, Nasenarbeit, Canicross und ausgedehnte Wanderungen.

Seine leichtere Statur macht ihn zu einem schnellen und beweglichen Begleiter.

Ein Garten ist angenehm, ersetzt jedoch keine gemeinsame Aktivität.

Erziehung & Training

Der Braque Français Typ Pyrénées gilt als ausgesprochen lernwillig und führerbezogen.

Am besten funktioniert eine freundliche, klare und konsequente Erziehung mit positiver Verstärkung.

Härte ist aufgrund seines sensiblen Wesens kontraproduktiv.

Besondere Bedeutung besitzen Rückruf und Impulskontrolle.

Seine natürlichen Fähigkeiten zum Suchen, Vorstehen und Apportieren sollten gezielt in das Training eingebunden werden.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Gering
Haaren Mittel
Fellfarben Weiß, Braun, Merle
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Braque Français Typ Pyrénées gilt grundsätzlich als robuste und funktional gebaute Jagdhunderasse.

Zu beachten sind insbesondere mögliche Hüftgelenksdysplasie und verschiedene Augenerkrankungen.

Auch die Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da mangelnde Belüftung Ohrentzündungen begünstigen kann.

Bei jagdlich eingesetzten Hunden sollten nach der Arbeit Pfoten, Ohren, Augen und Haut auf Grannen, Zecken, Dornen und Verletzungen untersucht werden.

Ein schlanker Körperzustand unterstützt die Gesundheit des Bewegungsapparates.

Herkunft & Geschichte

Der Braque Français gehört zu den alten französischen Vorstehhundtypen.

Aus historischen französischen „Braques“ entwickelten sich im Laufe der Zeit verschiedene regionale Jagdhunde.

Beim Braque Français entstanden zwei Varianten:

Typ Gascogne – FCI 133

und

Typ Pyrénées – FCI 134.

Der Typ Pyrénées entwickelte sich als kleinere, leichtere und schnellere Variante.

Beide Typen teilen wesentliche historische Wurzeln, wurden jedoch hinsichtlich Größe und Körperbau unterschiedlich weiterentwickelt.

Besonderheiten

Der unmittelbar vorausgehende DOG-ROYAL-Eintrag ist für die Einordnung besonders hilfreich:

FCI 133 – Braque Français Typ Gascogne: größer, kräftiger und schwerer.

FCI 134 – Braque Français Typ Pyrénées: kleiner, leichter, schneller und wendiger.

Trotz ihrer engen Verwandtschaft führt die FCI beide unter separaten Standardnummern.

Der Typ Pyrénées ist keineswegs eine Miniaturausgabe des Gascogne-Typs. Sein leichterer Körperbau entspricht seinem eigenen jagdlichen Arbeitstyp.

Eine interessante Besonderheit ist seine sehr kurze Rute beziehungsweise angeborene Stummelrute, die bei der Rasse vorkommen kann. Auch Hunde mit längerer Rute existieren.

Seine Ohren sind im Vergleich zum Typ Gascogne etwas kürzer und weniger stark gefaltet.

Auch die Haut liegt insgesamt straffer an.

Bei der Arbeit verbindet der Hund die typische Vorstehfunktion mit einer relativ schnellen, weiträumigen Suche.

Er findet Wild über den Geruch, zeigt dessen Position durch das charakteristische Vorstehen an und kann nach dem Schuss apportieren.

Außerhalb Frankreichs ist die Rasse noch vergleichsweise selten, obwohl sie aufgrund ihrer Kombination aus Arbeitsleistung, handlicherer Größe und ausgeprägter Menschenbezogenheit auch international Anhänger gefunden hat.

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