Schwedischer Lapphund
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Schwedischer Lapphund

Robuster, kompakter und lebhafter nordischer Spitz aus Schweden mit dichtem schwarzem Fell und großer Arbeitsbereitschaft. Der Schwedische Lapphund ist intelligent, freundlich und lernfreudig und benötigt ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung, kann aber deutlich bellfreudig sein.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Schweden
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 5 – Spitze und Hunde vom Urtyp
FCI-Standard Nr. 135
Lebenserwartung 12–15 Jahre
Größe 40–51 cm
Gewicht 15–20 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Svensk Lapphund; Schwedischer Lapphund; Swedish Lapphund; Swedish Lapdog; Schwedischer Lapplandhund

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Hoch
Bewegungsbedarf Hoch
Trainierbarkeit Hoch
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Mittel
Jagdtrieb Mittel
Bellneigung Sehr hoch
Pflegeaufwand Mittel

Weitere Eigenschaften

Energielevel Hoch
Schutztrieb Mittel
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Sehr hoch

Charakter & Wesen

Der Schwedische Lapphund ist lebhaft, aufmerksam, freundlich und intelligent.

Typisch ist seine enge Bindung an seine Menschen.

Als ehemaliger Hüte- und Wachhund beobachtet er seine Umgebung sehr genau und meldet Veränderungen häufig lautstark.

Seine Bellfreudigkeit ist daher kein zufälliges Verhalten, sondern hängt eng mit seiner historischen Verwendung zusammen.

Er besitzt Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit, ist gleichzeitig aber kooperationsbereit und lernfreudig.

Haltung & Auslastung

Der Svensk Lapphund benötigt regelmäßige körperliche Bewegung und vor allem abwechslungsreiche geistige Beschäftigung.

Sehr gut eignen sich Obedience, Rally Obedience, Agility, Hoopers, Mantrailing, Fährtenarbeit, Nasenarbeit und ausgedehnte Wanderungen.

Auch Hütearbeit entspricht seinen ursprünglichen Anlagen.

Sein intelligentes und arbeitsfreudiges Wesen macht ihn zu einem vielseitigen Hundesportpartner.

Ein Garten ist angenehm, ersetzt aber keine gemeinsame Beschäftigung.

Erziehung & Training

Der Schwedische Lapphund lernt schnell und arbeitet gerne mit seinem Menschen zusammen.

Eine freundliche, konsequente und abwechslungsreiche Erziehung ist ideal.

Besonders wichtig ist die frühzeitige Kontrolle seiner Bellfreudigkeit.

Wird jedes Geräusch oder jede Bewegung dauerhaft durch Bellen kommentiert, kann sich dieses Verhalten schnell festigen.

Auch Rückruf, Ruhetraining und Impulskontrolle sollten früh aufgebaut werden.

Monotone Wiederholungen können den intelligenten Spitz langweilen.

Fell & Pflege

Felllänge Mittellang
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Stark
Haaren Stark
Fellfarben Schwarz
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Schwedische Lapphund gilt grundsätzlich als robuste und langlebige Rasse.

Aufgrund der relativ kleinen Zuchtpopulation ist die Erhaltung genetischer Vielfalt besonders wichtig.

Zu den bekannten gesundheitlichen Themen gehören Hüftgelenksdysplasie und verschiedene Augenerkrankungen.

Besondere Bedeutung hat außerdem progressive Retinaatrophie (PRA), weshalb entsprechende genetische beziehungsweise ophthalmologische Untersuchungen in der Zucht sinnvoll sind.

Regelmäßige Gewichtskontrolle und ausreichend Bewegung unterstützen die Gesundheit des Bewegungsapparates.

Herkunft & Geschichte

Der Schwedische Lapphund gehört zu den traditionellen nordischen Spitzhunden und besitzt eine lange Geschichte in Nordskandinavien.

Eng verbunden ist er mit den Samen und deren Rentierhaltung.

Hunde dieses Typs wurden zum Hüten und Bewachen der Rentierherden eingesetzt.

Ihre Aufgaben verlangten große Ausdauer, Wetterfestigkeit, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit, selbstständig zu arbeiten.

Mit Veränderungen in der traditionellen Rentierwirtschaft ging die Population zeitweise stark zurück.

Durch gezielte Zuchtbemühungen konnte der Svensk Lapphund als eigenständige schwedische Rasse erhalten werden.

Besonderheiten

Der Schwedische Lapphund wird häufig als eine der ältesten schwedischen Hunderassen bezeichnet.

Seine Geschichte ist eng mit der traditionellen Lebensweise der samischen Bevölkerung Nordskandinaviens verbunden.

Besonders interessant ist die Rolle seiner Stimme.

Beim Hüten von Rentieren war Bellen funktional erwünscht. Die Tiere sollten den Hund hören und entsprechend auf seine Bewegungen reagieren.

Damit lässt sich die bis heute ausgeprägte Bellfreudigkeit der Rasse zumindest teilweise aus ihrer ursprünglichen Aufgabe erklären.

Auch sein schwarzes Fell ist charakteristisch und macht ihn leicht von einigen verwandten nordischen Rassen unterscheidbar.

Für unser DOG-ROYAL-Verzeichnis ist außerdem die Abgrenzung zu zwei ähnlich benannten Rassen wichtig:

Schwedischer Lapphund – FCI 135
Finnischer Lapphund – FCI 189
Lappländischer Rentierhund – FCI 284

Alle drei besitzen historische Verbindungen zur Rentierhaltung, sind jedoch eigenständige FCI-Rassen.

Der Schwedische Lapphund ist heute vergleichsweise selten. Selbst in Schweden ist seine Population wesentlich kleiner als die vieler international bekannter Spitzrassen.

Sein dichtes Doppelhaar macht ihn hervorragend für kaltes Klima geeignet. Bei sommerlicher Hitze sollte körperliche Belastung dagegen entsprechend angepasst werden.

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