Smålandsstövare
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Smålandsstövare

Robuster, mittelgroßer und ausdauernder schwedischer Laufhund mit ausgeprägtem Jagdtrieb und schwarz-lohfarbener Zeichnung. Der Smålandsstövare besitzt eine hervorragende Nase und arbeitet selbstständig, kann im Familienleben aber ruhig, loyal und anhänglich sein.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Schweden
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 129
Lebenserwartung 12–14 Jahre
Größe 42–54 cm
Gewicht 15–20 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Smålandsstövare; Smalandstövare; Smaland Hound; Småland-Laufhund; Smaland-Bracke

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Mittel
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Mittel
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Sehr hoch

Charakter & Wesen

Der Smålandsstövare ist ruhig, freundlich, intelligent und ausgesprochen ausdauernd.

Bei der Jagd zeigt er ein völlig anderes Gesicht: Hier arbeitet er passioniert, konzentriert und sehr selbstständig.

Typisch ist seine Fähigkeit, einer Wildspur über längere Zeit konsequent zu folgen.

Seinen Menschen gegenüber kann er eng verbunden und loyal sein.

Aggressivität oder übermäßige Nervosität entsprechen nicht dem gewünschten Wesen.

Haltung & Auslastung

Der Smålandsstövare benötigt viel Bewegung und insbesondere intensive Nasenarbeit.

Seine ursprüngliche Aufgabe ist die selbstständige Laufhundarbeit auf Hase und Fuchs.

Ideal ist deshalb eine jagdliche Verwendung.

Geeignete Beschäftigungen sind außerdem Mantrailing, Fährtenarbeit, intensive Suchspiele und lange Wanderungen.

Ein Garten ist angenehm, muss aufgrund des ausgeprägten Jagdtriebs allerdings zuverlässig gesichert sein.

Kurze Spaziergänge rund um den Häuserblock reichen dieser Rasse nicht.

Erziehung & Training

Der Smålandsstövare ist intelligent, aber als selbstständig arbeitender Laufhund nicht auf permanenten Gehorsam gezüchtet worden.

Die Erziehung benötigt deshalb Geduld, Konsequenz und positive Motivation.

Besondere Bedeutung besitzt das Rückruftraining.

Selbst bei guter Ausbildung kann eine frische Wildspur allerdings einen enorm starken Reiz darstellen.

Freilauf in wildreichen Gebieten ist deshalb nicht bei jedem Hund zuverlässig möglich.

Seine hervorragende Nase sollte gezielt in das Training eingebunden werden.

Fell & Pflege

Felllänge Mittellang
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Mittel
Haaren Stark
Fellfarben Schwarz, Braun, Rot
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Smålandsstövare gilt insgesamt als robuste und funktional gebaute Rasse.

Durch seine vergleichsweise kleine Population ist eine verantwortungsvolle Zuchtplanung besonders wichtig, um die genetische Vielfalt zu erhalten.

Wie bei anderen mittelgroßen Laufhunden können Hüftgelenksdysplasie und Augenerkrankungen eine Rolle spielen.

Die Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Bei jagdlich eingesetzten Hunden sind nach der Arbeit außerdem Pfoten, Augen, Ohren und Haut auf Verletzungen, Zecken und Fremdkörper zu untersuchen.

Herkunft & Geschichte

Der Smålandsstövare stammt aus der südschwedischen Provinz Småland.

Dort existierten bereits im 19. Jahrhundert unterschiedliche lokale Laufhundtypen.

Soldaten, die nach den europäischen Kriegen nach Schweden zurückkehrten, brachten teilweise Laufhunde aus Deutschland, Polen und anderen Regionen mit.

Diese wurden mit einheimischen schwedischen Bauern- und Jagdhunden gekreuzt.

Dadurch entstanden unterschiedliche regionale Jagdhundtypen.

Um das Jahr 1921 wurde ein erster einheitlicher Standard für den Smålandsstövare formuliert.

Besonderheiten

Eine besonders interessante Eigenschaft des Smålandsstövare ist seine traditionelle Arbeitsweise.

Anders als klassische Meutehunde wurde er darauf gezüchtet, allein mit seinem Jäger zu arbeiten.

Er sucht eine Wildspur, verfolgt das Tier selbstständig und gibt während der Verfolgung Laut.

Dadurch kann der Jäger anhand der Stimme des Hundes verfolgen, wo sich die Jagd bewegt.

Traditionell wurde der Smålandsstövare hauptsächlich für Hase und Fuchs eingesetzt.

Er sollte nicht als spezialisierter Meutehund für die Jagd auf große Wildtiere verstanden werden.

Eine weitere Besonderheit betrifft seine Rute.

In den historischen Populationen kamen Hunde mit natürlich kurzer beziehungsweise stummelartiger Rute vor. Auch normal lange Ruten existieren.

Damit gehört der Smålandsstövare zu den vergleichsweise wenigen Laufhunderassen, bei denen eine natürliche Kurzschwänzigkeit historisch Bestandteil der Population war.

Sein relativ kompakter Körperbau unterscheidet ihn außerdem von einigen leichter und hochbeiniger gebauten skandinavischen Laufhunden.

Außerhalb Schwedens ist der Smålandsstövare bis heute ausgesprochen selten.

Selbst in seiner Heimat gehört er nicht zu den zahlenmäßig großen Rassen.

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