Shar-Pei
Ruhiger, selbstbewusster und eigenständiger chinesischer Hund mit charakteristischen Hautfalten, kleinen Ohren und blau-schwarzer Zunge. Der Shar-Pei bindet sich eng an seine Familie, begegnet Fremden jedoch häufig reserviert und benötigt eine sorgfältige Sozialisation sowie besondere Aufmerksamkeit hinsichtlich seiner Gesundheit.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Shar-Pei ist ruhig, selbstbewusst und ausgesprochen eigenständig. Er entwickelt häufig eine enge Bindung an seine Familie, ohne ständig deren Aufmerksamkeit einzufordern.
Fremden Menschen gegenüber zeigt er sich typischerweise zurückhaltend und beobachtend. Seine natürliche Wachsamkeit und sein territoriales Bewusstsein sind stärker ausgeprägt als bei vielen klassischen Begleithunden.
Innerhalb seiner Familie kann der Shar-Pei sehr anhänglich sein. Sein eher ernstes und würdevolles Auftreten sollte jedoch respektiert werden.
Die Verträglichkeit mit Artgenossen kann individuell unterschiedlich sein. Insbesondere eine mangelhafte Sozialisation kann später zu Problemen bei Hundebegegnungen führen.
Haltung & Auslastung
Der Shar-Pei besitzt einen mittleren Bewegungsbedarf.
Mehrere tägliche Spaziergänge, abwechslungsreiche Erkundungstouren und moderate Beschäftigung entsprechen ihm meist gut. Extremer Ausdauersport ist nicht erforderlich.
Nasenarbeit und Suchspiele können eine sinnvolle geistige Beschäftigung darstellen.
Eine Wohnungshaltung ist grundsätzlich möglich, sofern der Hund ausreichend Bewegung erhält.
Besondere Vorsicht ist bei Hitze notwendig. Kurzer Fang, kompakter Körperbau und teilweise enge Atemwege können die Wärmeabgabe erschweren.
Intensive Aktivitäten sollten an heißen Tagen auf die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden.
Erziehung & Training
Der Shar-Pei ist intelligent, besitzt aber einen ausgeprägten eigenen Willen.
Er benötigt eine ruhige, konsequente und faire Erziehung. Harte oder konfrontative Trainingsmethoden sind ungeeignet.
Positive Verstärkung und klare Regeln sind deutlich erfolgversprechender.
Besonders wichtig ist eine frühzeitige und umfassende Sozialisation. Der junge Shar-Pei sollte kontrolliert positive Erfahrungen mit Menschen, Hunden und unterschiedlichen Alltagssituationen sammeln.
Auch tierärztliches Handling sollte intensiv trainiert werden. Augen, Ohren, Haut und Pfoten müssen bei dieser Rasse häufiger kontrolliert werden können.
Fell & Pflege
Gesundheit
Beim Shar-Pei besitzt die Gesundheit eine besonders große Bedeutung.
Eine rassetypische Erkrankung ist das Shar-Pei-Fieber (Familial Shar-Pei Fever, FSF). Dabei können wiederkehrende Fieberschübe und entzündliche Prozesse auftreten. In schweren Fällen kann eine Amyloidose entstehen, die insbesondere die Nieren schädigen kann.
Sehr relevant sind außerdem Augenprobleme. Durch stark ausgeprägte Hautfalten kann ein Entropium entstehen, bei dem sich das Augenlid nach innen rollt und Haare beziehungsweise Wimpern die Hornhaut reizen.
Auch chronische Hautprobleme, Allergien und Ohrenentzündungen kommen vor.
Eine gesundheitsorientierte Zucht sollte deshalb extreme Hautfalten unbedingt vermeiden. Ein erwachsener Shar-Pei soll nach dem FCI-Standard nicht am gesamten Körper von starken Falten bedeckt sein.
Herkunft & Geschichte
Der Shar-Pei stammt aus China und gehört zu den traditionsreichen chinesischen Hunderassen.
Hunde ähnlichen Typs sind aus Südchina bereits seit langer Zeit bekannt. Sie wurden vielseitig als Wach-, Jagd- und Gebrauchshunde eingesetzt.
Besonders mit der Region um die südchinesische Stadt Dah Let beziehungsweise Dali in Guangdong wird die historische Entwicklung der Rasse verbunden.
Im 20. Jahrhundert ging der Bestand des Shar-Pei in China stark zurück.
In den 1970er-Jahren war die Rasse international außerordentlich selten. Züchter insbesondere in Hongkong und den USA bemühten sich daraufhin um ihren Erhalt.
Durch intensive internationale Zuchtprogramme stieg der Bestand anschließend wieder deutlich an.
Besonderheiten
Der Name Shar-Pei lässt sich sinngemäß mit „Sandhaut“ beziehungsweise „Sandfell“ übersetzen und verweist auf die ungewöhnlich raue Fellstruktur.
Das bekannteste äußere Merkmal sind seine Falten. Dabei besteht jedoch ein wichtiger Unterschied zwischen Welpen und erwachsenen Hunden.
Welpen dürfen stark gefaltet erscheinen. Bei erwachsenen Shar-Peis sind extreme Falten am gesamten Körper weder notwendig noch gesundheitlich wünschenswert.
Der FCI-Standard erlaubt Falten insbesondere am Kopf und Widerrist, während übermäßige Haut ausdrücklich problematisch ist.
Eine weitere Besonderheit ist die blau-schwarze Zunge, die der Shar-Pei mit dem Chow-Chow teilt. Bei helleren Fellfarben kann die Pigmentierung entsprechend heller beziehungsweise lavendelfarben sein.
Auch seine extrem kleinen, dreieckigen und eng am Kopf anliegenden Ohren gehören zu den charakteristischen Rassemerkmalen.
Für DOG ROYAL sollte beim Shar-Pei besonders deutlich werden: Je extremer die Faltenbildung, desto besser ist keineswegs zutreffend. Funktionale Augen, freie Atmung, gesunde Haut und gute Beweglichkeit sollten immer Vorrang vor einem extremen Erscheinungsbild haben.
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