Perdiguero de Burgos
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Perdiguero de Burgos

Kräftiger, ruhiger und vielseitiger spanischer Vorstehhund mit hervorragendem Geruchssinn und großer Ausdauer. Der Perdiguero de Burgos wurde vor allem für die Jagd auf Nieder- und Federwild entwickelt, kann jedoch auch bei der Jagd auf Hochwild eingesetzt werden. Er arbeitet methodisch, sicher und zuverlässig beim Suchen, Vorstehen und Apportieren. Trotz seines robusten Erscheinungsbildes gilt er als ausgeglichen, intelligent, gelehrig und menschenbezogen.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Spanien
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 7 – Vorstehhunde
FCI-Standard Nr. 90
Lebenserwartung 11–14 Jahre
Größe 56–67 cm
Gewicht 23–32 kg
Größenklasse Groß: 61–70 cm
Alternative Rassenamen Perdiguero de Burgos; Perdiguero von Burgos; Burgos Pointing Dog; Burgos Pointer; Braque de Burgos

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Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Hoch
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Mittel
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Mittel
Hitzeverträglichkeit Hoch
Kälteverträglichkeit Mittel

Charakter & Wesen

Der Perdiguero de Burgos ist ruhig, ausgeglichen, intelligent und arbeitsfreudig.

Der offizielle FCI-Standard beschreibt ihn als robust, ruhig und gesetzt sowie als Hund mit ausgezeichnetem Charakter, Gelehrigkeit und Intelligenz.

Im Familienumfeld kann er freundlich, anhänglich und angenehm auftreten.

Während der Jagd zeigt sich jedoch seine enorme Arbeitsbereitschaft.

Er arbeitet konzentriert und methodisch und besitzt genügend Selbstständigkeit, um auch in schwierigem Gelände zuverlässig zu suchen.

Haltung & Auslastung

Der Perdiguero de Burgos ist ein leistungsfähiger Jagd- und Arbeitshund und benötigt entsprechend viel Bewegung.

Ideal ist die jagdliche Führung.

Alternativ eignen sich Mantrailing, Fährtenarbeit, Dummyarbeit, Apportiertraining, Sucharbeit und lange Wanderungen.

Besonders sinnvoll sind Aufgaben, die Bewegung und Nasenarbeit miteinander verbinden.

Ein großer Garten allein reicht zur Auslastung nicht aus.

Bei ausreichender Beschäftigung kann der Hund im Haus dagegen vergleichsweise ruhig auftreten.

Erziehung & Training

Der Perdiguero gilt für einen leistungsfähigen Jagdhund als gut führbar und lernwillig.

Die FCI hebt ausdrücklich seine Gelehrigkeit und Intelligenz hervor.

Seine Erziehung sollte freundlich, konsequent und klar erfolgen.

Besonders wichtig sind Rückruf, Impulskontrolle und kontrollierter Umgang mit Wildreizen.

Seine natürliche Bereitschaft zum Vorstehen und Apportieren lässt sich hervorragend in ein abwechslungsreiches Training integrieren.

Übermäßige Härte ist weder notwendig noch sinnvoll.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Glatt
Unterwolle Gering
Haaren Mittel
Fellfarben Weiß, Braun
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Perdiguero de Burgos gilt grundsätzlich als robuste Gebrauchshunderasse.

Wie bei größeren, sportlichen Hunden sollte auf Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere Hüft- und Ellenbogengelenke, geachtet werden.

Die langen Hängeohren benötigen regelmäßige Kontrolle, da Wärme und Feuchtigkeit Ohrentzündungen begünstigen können.

Bei intensiv jagdlich geführten Hunden sollten außerdem Pfoten, Haut und Ohren regelmäßig auf Verletzungen, Grannen und Parasiten kontrolliert werden.

Aufgrund des tiefen Brustkorbs sollte auch das Risiko einer Magendrehung berücksichtigt werden.

Herkunft & Geschichte

Der Perdiguero de Burgos stammt aus Spanien und ist insbesondere mit der Region Burgos in Kastilien und León verbunden.

Seine genaue Entstehungsgeschichte lässt sich nicht vollständig rekonstruieren.

Er gehört jedoch zu den traditionellen iberischen Vorstehhunden vom Braque-Typ und wurde über Generationen als leistungsfähiger Jagdhund selektiert.

Im Mittelpunkt standen nicht spektakuläres Aussehen, sondern Nasenleistung, Ausdauer, Ruhe bei der Suche sowie zuverlässiges Vorstehen und Apportieren.

Die FCI erkannte die Rasse 1954 endgültig an.

Besonderheiten

Eine der größten Stärken des Perdiguero de Burgos ist seine Vielseitigkeit bei der Jagd.

Der offizielle Standard beschreibt ihn als besonders geeignet für Nieder- und Federwild. Gleichzeitig kann er auch bei der Jagd auf Hochwild eingesetzt werden und soll dabei großen Mut zeigen.

Typisch ist seine eher methodische Arbeitsweise.

Der Perdiguero soll nicht hektisch durch das Gelände rasen, sondern mit Ruhe und Sicherheit suchen.

Seine hervorragende Nase ermöglicht ihm, Wild zuverlässig zu lokalisieren und durch das charakteristische Vorstehen anzuzeigen.

Danach gehört auch das zuverlässige Apportieren zu seinen traditionellen Aufgaben.

Auffällig ist sein kräftiger Kopf mit langen Hängeohren und relativ ausgeprägten Lefzen. Zusammen mit dem kompakten Körper erinnert sein Erscheinungsbild an andere klassische europäische Braques.

Trotz seiner Kraft soll der Körper laut FCI harmonisch und funktional bleiben. Körperlänge und Widerristhöhe sollen möglichst nahe beieinander liegen.

Außerhalb Spaniens ist der Perdiguero de Burgos vergleichsweise selten. Für unser DOG-ROYAL-Lexikon ist er deshalb eine interessante Ergänzung zu den bekannteren Vorstehhunden wie Weimaraner, Deutsch Kurzhaar und Magyar Vizsla.

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