Norwegischer Buhund
Lebhafter, intelligenter und vielseitiger nordischer Hüte- und Hofhund aus Norwegen. Der Norwegische Buhund verbindet die typische Erscheinung eines Spitzes mit hoher Arbeitsfreude, Wachsamkeit und enger Menschenbezogenheit. Er ist bewegungsfreudig, lernfähig und kommunikativ und eignet sich besonders für aktive Familien und Menschen, die ihren Hund regelmäßig körperlich und geistig beschäftigen möchten.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Norwegische Buhund ist intelligent, aufmerksam, temperamentvoll und ausgesprochen menschenbezogen.
Er entwickelt meist eine enge Bindung an seine Familie und möchte aktiv in den Alltag einbezogen werden.
Typisch sind seine Wachsamkeit und Kommunikationsfreude. Ungewöhnliche Ereignisse werden häufig deutlich hörbar gemeldet.
Gegenüber fremden Menschen ist der Buhund normalerweise aufgeschlossen bis zunächst aufmerksam, ohne den ausgeprägten Schutztrieb eines klassischen Herdenschutzhundes zu besitzen.
Seine Vergangenheit als vielseitiger Hofhund hat einen selbstbewussten und anpassungsfähigen Charakter hervorgebracht.
Er ist kein dekorativer Spitz, sondern ein leistungsfähiger Arbeitshund.
Haltung & Auslastung
Der Norwegische Buhund benötigt täglich ausreichend Bewegung und geistige Beschäftigung.
Er eignet sich hervorragend für Agility, Obedience, Rally Obedience, Hoopers, Mantrailing, Nasenarbeit und Hüteaktivitäten.
Auch lange Wanderungen passen ausgezeichnet zu dem ausdauernden nordischen Hund.
Viele Buhunde arbeiten ausgesprochen gerne mit ihren Menschen zusammen und benötigen regelmäßig neue Aufgaben.
Sein Bewegungsbedarf ist hoch, aber kontrollierte Ruhephasen sind ebenso wichtig.
Ein Garten ist angenehm, ersetzt jedoch keine gemeinsame Beschäftigung.
Erziehung & Training
Der Buhund ist intelligent und besitzt eine schnelle Auffassungsgabe.
Positive Verstärkung und abwechslungsreiche Trainingseinheiten funktionieren meist hervorragend.
Monotone Wiederholungen können ihn dagegen schnell langweilen.
Ein wichtiger Trainingsbereich ist seine Bellfreude.
Als Hof- und Hütehund gehörte es zu seinen Aufgaben, Veränderungen zu melden. Dieses Verhalten ist tief in der Rasse verankert und sollte früh kontrolliert werden.
Auch Impulskontrolle, Rückruf und Ruhetraining sind sinnvoll.
Seine Menschenbezogenheit kann außerdem dazu führen, dass ihm längeres Alleinbleiben schwerfällt. Dieses sollte daher bereits beim jungen Hund behutsam aufgebaut werden.
Fell & Pflege
Gesundheit
Der Norwegische Buhund gilt grundsätzlich als robuste und langlebige Rasse.
Dennoch können verschiedene erblich beeinflusste Erkrankungen auftreten.
Dazu gehört insbesondere die Hüftgelenksdysplasie (HD).
Auch Augenerkrankungen werden innerhalb der Rasse beobachtet. Regelmäßige ophthalmologische Untersuchungen der Zuchttiere sind deshalb sinnvoll.
Eine weitere bekannte Problematik ist die erbliche Katarakt, also eine genetisch beeinflusste Trübung der Augenlinse.
Auch Epilepsie wird bei einzelnen Linien beschrieben.
Aufgrund der international relativ kleinen Population sind genetische Vielfalt und verantwortungsvolle Zuchtplanung besonders wichtig.
Herkunft & Geschichte
Der Norwegische Buhund gehört zu den traditionellen nordischen Spitzrassen.
Seine Vorfahren begleiteten Menschen auf norwegischen Bauernhöfen seit Jahrhunderten.
Die Hunde wurden vielseitig eingesetzt: Sie hüteten Schafe und anderes Vieh, bewachten Hof und Eigentum und begleiteten ihre Besitzer bei unterschiedlichen Arbeiten.
Der Name beschreibt diese Funktion sehr passend.
Das norwegische Wort „bu“ bezeichnet unter anderem einen Hof, ein Gehöft beziehungsweise einen bäuerlichen Wohnplatz.
„Hund“ bedeutet – wie im Deutschen – Hund.
Buhund lässt sich daher sinngemäß als „Hofhund“ übersetzen.
Die systematische moderne Zucht entwickelte sich insbesondere im frühen 20. Jahrhundert.
Besonderheiten
Die Geschichte des Norwegischen Buhunds reicht vermutlich weit zurück.
Bei archäologischen Ausgrabungen von Wikingergräbern wurden Skelette spitzartiger Hunde gefunden, die zeigen, dass Hunde ähnlicher Größe und Erscheinung bereits vor mehr als tausend Jahren in Skandinavien lebten.
Solche Funde bedeuten allerdings nicht, dass diese Tiere bereits Norwegische Buhunde im heutigen kynologischen Sinne waren. Sie verdeutlichen vielmehr die lange Tradition nordischer Spitzhunde.
Eine weitere Besonderheit ist seine enorme Vielseitigkeit.
Der Buhund war kein Spezialist für eine einzige Aufgabe. Er konnte Vieh hüten, den Hof bewachen, Alarm schlagen und seine Menschen bei alltäglichen Arbeiten begleiten.
Diese Vielseitigkeit zeigt sich bis heute.
Neben klassischem Hundesport werden Buhunde in verschiedenen Ländern auch für Sucharbeit, Therapie- beziehungsweise Assistenzaufgaben und sportliche Aktivitäten eingesetzt.
Seine typische eingerollte Rute, die aufgerichteten Ohren und das dichte Doppelhaar machen seine nordische Herkunft sofort erkennbar.
Das dichte Fell bietet hervorragenden Schutz gegen Kälte und schlechtes Wetter. Während des Fellwechsels verliert der Buhund allerdings erstaunliche Mengen Unterwolle – ein Aspekt, den zukünftige Halter trotz des ansonsten überschaubaren Pflegeaufwands berücksichtigen sollten.
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