Irish Red and White Setter
Eleganter, athletischer und temperamentvoller irischer Vorstehhund mit auffälligem rot-weißem Fell. Der Irish Red and White Setter ist freundlich, intelligent und arbeitsfreudig und verbindet große Ausdauer mit ausgeprägtem Jagdinstinkt und enger Menschenbezogenheit. Er gilt als ursprünglicher als sein bekannterer Verwandter, der Irish Red Setter.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Irish Red and White Setter ist freundlich, temperamentvoll und stark menschenbezogen.
Innerhalb seiner Familie zeigt er sich meist anhänglich, fröhlich und ausgesprochen sozial. Auch mit anderen Hunden ist er bei entsprechender Sozialisation häufig sehr verträglich.
Seine freundliche Erscheinung sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ein leistungsfähiger Jagdhund ist.
Draußen ist er aufmerksam, bewegungsfreudig und stark an Gerüchen sowie Wild interessiert.
Aggressives oder übermäßig misstrauisches Verhalten entspricht nicht dem gewünschten Wesen der Rasse.
Haltung & Auslastung
Der Irish Red and White Setter benötigt sehr viel Bewegung.
Lange Spaziergänge, Wanderungen und ausgedehnte Touren passen hervorragend zu ihm.
Besonders artgerecht ist eine Beschäftigung, bei der er seine hervorragende Nase einsetzen kann.
Geeignet sind beispielsweise Mantrailing, Fährtenarbeit, Sucharbeit und jagdlich orientiertes Training.
Für entsprechend trainierte Hunde können auch Lauf- und Fahrradtouren interessant sein.
Ein kurzer Spaziergang um den Häuserblock reicht einem jungen und gesunden Vertreter dieser Rasse nicht aus.
Neben Bewegung benötigt er geistige Beschäftigung und ausreichend Ruhephasen.
Erziehung & Training
Der Irish Red and White Setter ist intelligent und grundsätzlich kooperationsbereit.
Aufgrund seines ausgeprägten Jagdinstinktes besitzt ein zuverlässiges Rückruftraining höchste Priorität.
Das Training sollte früh beginnen und schrittweise unter zunehmender Ablenkung aufgebaut werden.
Positive Verstärkung und freundliche Konsequenz funktionieren meist besonders gut.
Setter können sensibel reagieren. Harte oder konfrontative Erziehungsmethoden sind daher ungeeignet.
Auch Frustrationstoleranz und Ruhetraining sollten Bestandteil der Erziehung sein.
Fell & Pflege
Gesundheit
Beim Irish Red and White Setter gibt es einige erblich beeinflusste Erkrankungen, die bei der Zucht besondere Beachtung verdienen.
Dazu gehört die Canine Leukozyten-Adhäsionsdefizienz (CLAD), eine schwere erbliche Erkrankung des Immunsystems. Für CLAD existiert ein DNA-Test.
Ebenfalls relevant ist die von-Willebrand-Erkrankung (vWD), eine erbliche Störung der Blutgerinnung.
Auch verschiedene Augenerkrankungen sowie Hüftgelenksdysplasie (HD) können auftreten.
Verantwortungsvolle Züchter nutzen die verfügbaren genetischen und klinischen Untersuchungsmöglichkeiten.
Da die Population vergleichsweise klein ist, spielt außerdem die Erhaltung genetischer Vielfalt eine wichtige Rolle.
Herkunft & Geschichte
Der Irish Red and White Setter gehört zu den traditionsreichen Jagdhunden Irlands.
Rot-weiße Setter existierten bereits lange bevor der vollständig rote Irish Setter zum international bekannten Erscheinungsbild wurde.
Historische Darstellungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert zeigen bereits rot-weiße Hunde des Settertyps.
Sie wurden insbesondere für die Jagd auf Federwild eingesetzt.
Der Hund suchte systematisch das Gelände ab und zeigte gefundenes Wild durch das charakteristische Vorstehen an.
Mit zunehmender Popularität des einfarbig roten Irish Setters im 19. Jahrhundert gingen die Bestände der rot-weißen Variante stark zurück.
Besonderheiten
Der Irish Red and White Setter ist nicht einfach ein zweifarbiger Irish Setter, sondern eine eigenständige Hunderasse.
Historisch ist der rot-weiße Typ sogar älter als der heute wesentlich bekanntere einfarbig rote Irish Setter.
Seine auffällige Fellzeichnung hatte bei der praktischen Jagd einen Vorteil: Der überwiegend weiße Hund war in dichtem Gelände für den Jäger leichter zu erkennen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Rasse beinahe verschwunden.
Eine entscheidende Rolle bei ihrer Rettung spielte der irische Geistliche Noble Huston, der gemeinsam mit weiteren Züchtern den verbliebenen Bestand wieder aufbaute.
Später engagierten sich insbesondere Maureen und Sean Cuddy intensiv für die weitere Erhaltung der Rasse.
Heute ist der Irish Red and White Setter international anerkannt, bleibt aber wesentlich seltener als sein roter Verwandter.
Gerade diese Verbindung aus alter irischer Jagdhundtradition, markanter Fellzeichnung und vergleichsweiser Seltenheit macht ihn zu einer interessanten Ergänzung unseres DOG-ROYAL-Rassenlexikons.
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