Cão de Água Português
Intelligenter, temperamentvoller und arbeitsfreudiger portugiesischer Wasserhund mit kräftigem Körperbau und lockigem oder gewelltem Fell. Der Cão de Água Português ist sportlich, lernfreudig und menschenbezogen und benötigt viel Bewegung, Training und geistige Auslastung.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Portugiesische Wasserhund ist intelligent, temperamentvoll, aufmerksam und ausgesprochen menschenbezogen.
Er wurde über Jahrhunderte für die enge Zusammenarbeit mit Menschen selektiert und besitzt entsprechend häufig einen ausgeprägten „Will to please“.
Gleichzeitig ist er selbstbewusst und benötigt sinnvolle Aufgaben.
Viele Vertreter sind verspielt und behalten ihre lebhafte Art bis ins höhere Alter.
Zu ihrer Familie entwickeln sie meist eine sehr enge Bindung.
Diese Menschenbezogenheit bedeutet allerdings auch, dass viele Portugiesische Wasserhunde längeres regelmäßiges Alleinsein schlecht vertragen.
Haltung & Auslastung
Der Portugiesische Wasserhund ist ein aktiver Arbeitshund und benötigt täglich ausreichend körperliche und geistige Beschäftigung.
Besonders geeignet sind Schwimmen, Dummyarbeit, Apportieren, Wasserarbeit, Mantrailing, Obedience, Rally Obedience, Agility und Nasenarbeit.
Wasser besitzt für viele Vertreter der Rasse eine besondere Anziehungskraft.
Auch lange Spaziergänge und Wanderungen eignen sich hervorragend.
Eine Wohnungshaltung ist möglich, sofern der Hund außerhalb der Wohnung ausreichend ausgelastet wird.
Ein Garten allein ersetzt weder Bewegung noch gemeinsame Beschäftigung.
Erziehung & Training
Der Cão de Água Português ist ausgesprochen intelligent und lernt schnell.
Positive Verstärkung, abwechslungsreiche Aufgaben und klare Regeln führen normalerweise zu sehr guten Trainingsergebnissen.
Seine Intelligenz besitzt allerdings eine Kehrseite: Ein unterforderter Wasserhund kann sich eigene Beschäftigungen suchen.
Frühes Training von Ruhe, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz ist deshalb ebenso wichtig wie sportliche Auslastung.
Seine enge Menschenbindung erleichtert die Erziehung, sollte aber nicht dazu führen, dass Selbstständigkeit und Alleinbleiben überhaupt nicht trainiert werden.
Fell & Pflege
Gesundheit
Beim Portugiesischen Wasserhund sind mehrere genetisch beeinflusste Erkrankungen bekannt, für die teilweise DNA-Tests verfügbar sind.
Dazu gehört die GM1-Gangliosidose, eine schwere erbliche Stoffwechselerkrankung.
Ebenfalls relevant ist die Juvenile Dilatative Kardiomyopathie (JDCM).
Bei den Augen spielt unter anderem die Progressive Retinaatrophie (PRA) eine Rolle.
Darüber hinaus können Hüftgelenksdysplasie (HD) und weitere orthopädische Erkrankungen auftreten.
Eine verantwortungsvolle Zucht sollte deshalb verfügbare DNA-Tests sowie Augen- und Gelenkuntersuchungen berücksichtigen.
Herkunft & Geschichte
Der Portugiesische Wasserhund besitzt eine lange Tradition entlang der portugiesischen Küste.
Die Hunde arbeiteten eng mit Fischern und Seeleuten zusammen.
Ihre Aufgaben waren erstaunlich vielfältig.
Sie apportierten über Bord gegangene Gegenstände, transportierten Nachrichten beziehungsweise kleinere Gegenstände zwischen Booten und vom Boot zum Land und halfen bei der Arbeit mit Fischernetzen.
Außerdem konnten sie Fischschwärme beziehungsweise entkommene Fische im Wasser beeinflussen.
Mit der Modernisierung der Fischerei verloren diese spezialisierten Arbeitshunde zunehmend ihre ursprüngliche Aufgabe.
Besonderheiten
Eine der auffälligsten Besonderheiten ist die traditionelle Löwenschur.
Dabei wird die hintere Körperhälfte kurz geschoren, während Brust, Vorderkörper und ein Teil der Rute länger behaart bleiben.
Diese ungewöhnliche Frisur hatte ursprünglich einen funktionalen Hintergrund.
Das längere Fell am Vorderkörper sollte wichtige Organe im kalten Wasser schützen, während die kurz geschorene Hinterhand dem Hund größere Bewegungsfreiheit beim Schwimmen ermöglichen sollte.
Die Haarquaste an der Rutenspitze blieb erhalten.
Neben dieser traditionellen Schur ist heute auch eine gleichmäßigere Retriever-Schur verbreitet.
Bemerkenswert sind außerdem die Schwimmfähigkeiten der Rasse. Zwischen den Zehen befindet sich relativ ausgeprägte Haut, wodurch die Pfoten besonders gut für die Fortbewegung im Wasser geeignet sind.
Eine entscheidende Persönlichkeit für das Überleben der Rasse war der portugiesische Unternehmer Vasco Bensaude. In den 1930er-Jahren engagierte er sich intensiv für ihren Erhalt.
Sein Hund Leão wurde zu einem besonders wichtigen Vertreter des modernen Rassetyps und diente als Modell für den damaligen Standard.
International bekannt wurde die Rasse wesentlich später auch durch Bo und Sunny, die Portugiesischen Wasserhunde der Familie des damaligen US-Präsidenten Barack Obama.
Eine weitere Besonderheit ist das Fell: Portugiesische Wasserhunde verlieren vergleichsweise wenig Haare. Dadurch werden sie häufig als „allergikerfreundlich“ beworben. Eine tatsächlich hypoallergene Hunderasse gibt es jedoch nicht.
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