Barbet
Freundlicher, intelligenter und wasserbegeisterter französischer Wasserhund mit charakteristischem lockigem Fell. Der Barbet ist arbeitsfreudig, menschenbezogen und vielseitig und verbindet seine jahrhundertealte Tradition als Jagd- und Wasserhund mit den Eigenschaften eines aktiven Familienhundes.
Auf einen Blick
Passt diese Rasse zu mir?
Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Barbet gilt als freundlich, ausgeglichen, intelligent und ausgesprochen menschenbezogen.
Er entwickelt meist eine enge Bindung an seine Familie und möchte möglichst in gemeinsame Aktivitäten einbezogen werden.
Sein Wesen ist häufig fröhlich und verspielt. Viele Barbets behalten diese spielerische Art bis ins höhere Alter.
Gegenüber fremden Menschen zeigt sich ein gut sozialisierter Barbet normalerweise freundlich bis neutral.
Auch mit anderen Hunden ist er meist gut verträglich.
Seine soziale Orientierung bedeutet allerdings, dass er für eine dauerhaft isolierte Haltung wenig geeignet ist.
Haltung & Auslastung
Der Barbet ist ein aktiver Arbeitshund und benötigt regelmäßige körperliche und geistige Beschäftigung.
Seine besondere Leidenschaft ist häufig das Wasser.
Schwimmen, Apportieren und Dummyarbeit entsprechen seinen ursprünglichen Anlagen hervorragend.
Auch Mantrailing, Nasenarbeit, Obedience, Rally Obedience und verschiedene Hundesportarten können geeignete Beschäftigungen darstellen.
Längere Spaziergänge und Wanderungen ergänzen das Programm.
Der Barbet benötigt Aktivität, sollte jedoch ebenso lernen, zu Hause zuverlässig zur Ruhe zu kommen.
Erziehung & Training
Der Barbet ist intelligent und besitzt normalerweise eine hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit.
Positive Verstärkung und abwechslungsreiches Training führen häufig schnell zu guten Ergebnissen.
Seine Menschenbezogenheit erleichtert grundsätzlich die Erziehung.
Wie bei jedem Jagdhund sollte der Rückruf frühzeitig aufgebaut werden.
Auch Impulskontrolle und Ruhetraining sind sinnvoll.
Harte Trainingsmethoden sind bei dem häufig sensiblen und kooperativen Hund unnötig und können die vertrauensvolle Zusammenarbeit beeinträchtigen.
Das Alleinbleiben sollte aufgrund seiner starken sozialen Orientierung schrittweise trainiert werden.
Fell & Pflege
Gesundheit
Der Barbet gilt grundsätzlich als robuste Hunderasse.
Dennoch können verschiedene erblich beeinflusste Erkrankungen auftreten.
Dazu gehören insbesondere Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED).
Auch verschiedene Augenerkrankungen können vorkommen.
Innerhalb der Rasse wird außerdem Epilepsie beobachtet.
Die langen und dicht behaarten Ohren können Gehörgangsentzündungen begünstigen und sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Aufgrund der vergleichsweise kleinen internationalen Population spielen genetische Vielfalt und eine verantwortungsvolle Auswahl der Zuchttiere eine wichtige Rolle.
Herkunft & Geschichte
Der Barbet gehört zu den traditionsreichen europäischen Wasserhunden.
Hunde dieses Typs sind in Frankreich bereits seit mehreren Jahrhunderten dokumentiert.
Sie wurden insbesondere bei der Jagd auf Wasservögel eingesetzt und mussten Wild aus Seen, Flüssen und sumpfigen Gebieten apportieren.
Das dichte, wollige Fell schützte sie dabei vor kaltem Wasser und schlechtem Wetter.
Historische französische Texte verwenden den Namen Barbet bereits für langhaarige beziehungsweise wollhaarige Wasserhunde.
Die Rasse beeinflusste vermutlich die Entwicklung verschiedener anderer europäischer Wasser- und Jagdhunde.
Im 20. Jahrhundert gingen die Bestände stark zurück. Durch engagierte Zuchtprogramme konnte der Barbet jedoch erhalten werden.
Besonderheiten
Der Name Barbet leitet sich vom französischen Wort „barbe“ – Bart – ab.
Der charakteristische behaarte Fang erklärt damit unmittelbar den Rassenamen.
Der Barbet ist außerdem eng mit der Geschichte europäischer Wasserhunde verbunden. Er wird häufig als eine der alten Ausgangspopulationen genannt, die zur Entwicklung beziehungsweise zum Genpool verschiedener späterer Wasserhundtypen beigetragen haben.
Auch sprachgeschichtlich hinterließ der Hund Spuren: Das französische Wort „barbet“ wurde historisch allgemein für bestimmte langhaarige Wasserhunde verwendet.
Sein lockiges Fell besitzt hervorragende isolierende Eigenschaften, verlangt aber erhebliche Pflege. Es neigt zum Verfilzen und muss regelmäßig gründlich kontrolliert und gepflegt werden.
Interessant für unser DOG-ROYAL-Profil ist außerdem die Allergikerfrage: Barbets verlieren tatsächlich vergleichsweise wenige Haare. Trotzdem existiert keine wirklich hypoallergene Hunderasse, da Allergene unter anderem über Hautschuppen und Speichel verbreitet werden.
Der Barbet ist heute noch relativ selten, gewinnt als aktiver Familien- und Sporthund jedoch zunehmend an Bekanntheit.
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