Ariégeois
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Ariégeois

Eleganter, leichter und ausdauernder französischer Laufhund mit hervorragendem Geruchssinn und ausgeprägter Jagdpassion. Der Ariégeois wurde vor allem für die Jagd auf Hasen in schwierigem Gelände entwickelt. Er arbeitet konzentriert, selbstständig und ausdauernd, gilt zugleich als freundlich und sozial. Aufgrund seines starken Jagdtriebs und hohen Bewegungsbedarfs eignet er sich besonders für jagdlich orientierte oder sehr aktive und erfahrene Halter.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Frankreich
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 20
Lebenserwartung 10–14 Jahre
Größe 50–58 cm
Gewicht 25–30 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Ariégeois; Ariège-Laufhund; Ariege Hound; Sabueso del Ariège

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Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Nein
Familiengeeignet Bedingt
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Gering
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Sehr hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Hoch
Kälteverträglichkeit Mittel

Charakter & Wesen

Der Ariégeois ist freundlich, intelligent, ausdauernd und ausgesprochen jagdpassioniert.

Sein Wesen ist stark durch die traditionelle Laufhundarbeit geprägt.

Er soll einer Spur konzentriert und über längere Strecken folgen können und dabei ausreichend selbstständig arbeiten.

Im sozialen Umgang gilt die Rasse typischerweise als verträglich.

Das ist bei einem traditionell in der Meute eingesetzten Laufhund besonders wichtig.

Gegenüber seinen Menschen kann der Ariégeois freundlich und anhänglich sein, ohne seine ausgeprägte Eigenständigkeit zu verlieren.

Haltung & Auslastung

Der Ariégeois besitzt einen sehr hohen Bewegungsbedarf.

Optimal ist eine fachgerechte jagdliche Führung, bei der er seine natürlichen Fähigkeiten tatsächlich einsetzen kann.

Für nicht jagdlich geführte Hunde sind intensive Ersatzbeschäftigungen erforderlich.

Besonders geeignet sind Mantrailing, Fährtenarbeit, Schweißarbeit und umfangreiche Nasen- und Suchaufgaben.

Auch lange Wanderungen entsprechen seiner enormen Ausdauer.

Eine reine Stadt- beziehungsweise Wohnungshaltung mit kurzen Spaziergängen wird den Bedürfnissen der Rasse kaum gerecht.

Erziehung & Training

Der Ariégeois ist intelligent, aber eigenständig.

Bei der Jagd muss er selbst Entscheidungen treffen und einer Geruchsspur auch über größere Distanzen folgen.

Eine erfolgreiche Erziehung benötigt daher Geduld, Konsequenz und positive Verstärkung.

Besonders wichtig ist der Rückruf.

Allerdings sollte man realistische Erwartungen haben: Bei einem hoch spezialisierten Laufhund kann eine intensive Wildspur auch bei gutem Training enorme Motivation auslösen.

Schleppleinentraining, Impulskontrolle und Orientierung am Menschen sind daher besonders wichtig.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Gering
Haaren Mittel
Fellfarben Gestromt
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Ariégeois gilt insgesamt als robuste und funktional gebaute Jagdhunderasse.

Aufgrund seiner vergleichsweise kleinen Population existieren weniger umfangreiche Gesundheitsdaten als bei populären Familienhunderassen.

Wie bei mittelgroßen Laufhunden können Hüftgelenksdysplasie und andere Erkrankungen des Bewegungsapparates auftreten.

Die langen Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert und sauber gehalten werden, da eingeschränkte Belüftung Gehörgangsentzündungen begünstigen kann.

Bei jagdlich eingesetzten Hunden sind außerdem regelmäßige Kontrollen auf Verletzungen, Grannen, Zecken und andere Parasiten wichtig.

Herkunft & Geschichte

Der Ariégeois stammt aus dem südfranzösischen Département Ariège am Rand der Pyrenäen.

Die Rasse entstand gegen Ende des 19. beziehungsweise zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Für ihre Entwicklung wurden regionale französische Laufhunde mit größeren traditionsreichen Laufhundtypen kombiniert.

Dabei werden insbesondere der Grand Bleu de Gascogne und der Grand Gascon Saintongeois als wichtige historische Einflüsse genannt.

Ziel war ein leichterer und wendigerer Laufhund, der die hervorragende Nase der großen französischen Meutehunde mit einer für schwieriges Gelände geeigneten Statur verband.

Besonderheiten

Der Ariégeois ist ein schönes Beispiel dafür, wie stark traditionelle Jagdhunderassen an ihre jeweilige Landschaft angepasst wurden.

Die Region Ariège besitzt gebirgige und teilweise ausgesprochen anspruchsvolle Landschaften.

Ein schwerer großer Laufhund wäre dort weniger beweglich gewesen. Der Ariégeois wurde deshalb leichter und agiler entwickelt.

Seine besondere Spezialität ist traditionell die Hasenjagd.

Dabei kommt es nicht allein auf Geschwindigkeit an. Der Hund muss eine oft komplizierte Geruchsspur zuverlässig verfolgen und nach Verlust der Fährte selbstständig wiederfinden.

Typisch für französische Laufhunde ist außerdem die Verwendung ihrer Stimme während der Jagd. Der Jäger kann anhand des Lautgebens verfolgen, wo sich Hund beziehungsweise Meute befinden und wie sich die Jagd entwickelt.

Seine weiß-schwarze Fellzeichnung und die langen Hängeohren zeigen deutlich seine Verwandtschaft mit den klassischen französischen Laufhundtypen.

Außerhalb Frankreichs ist der Ariégeois bis heute relativ selten und wird überwiegend als spezialisierter Jagdhund gehalten.

Die FCI erkennt ihn bereits seit 1954 endgültig an; der derzeit in der Nomenklatur geführte Standard trägt die Nummer 20.

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