Alaskan Malamute
Kraftvoller, ausdauernder und freundlicher nordischer Schlittenhund mit großer Eigenständigkeit, starkem Bewegungsdrang und ausgeprägtem Sozialverhalten gegenüber Menschen.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Alaskan Malamute ist ein freundlicher, selbstbewusster und ausgesprochen kräftiger Hund. Menschen gegenüber zeigt er sich häufig offen und kontaktfreudig.
Ein klassischer Wach- oder Schutzhund ist er normalerweise nicht. Viele Malamutes begrüßen auch fremde Menschen freundlich.
Gleichzeitig besitzt die Rasse eine ausgeprägte Eigenständigkeit. Malamutes wurden für harte Arbeit unter extremen Bedingungen gezüchtet und mussten dabei teilweise selbstständig Entscheidungen treffen.
Gegenüber anderen Hunden können insbesondere erwachsene Tiere selbstbewusst und teilweise wenig kompromissbereit auftreten. Eine sorgfältige Sozialisation ist deshalb wichtig.
Haltung & Auslastung
Der Alaskan Malamute wurde für schwere körperliche Arbeit und lange Strecken unter arktischen Bedingungen entwickelt. Entsprechend hoch ist sein Bedürfnis nach Bewegung.
Besonders geeignet sind Zughundesport, Dogscooting, Bikejöring, Canicross und längere Wanderungen. Belastungsintensive Aktivitäten sollten erst mit körperlich ausreichend entwickelten Hunden durchgeführt und langsam aufgebaut werden.
Anders als der leichtere Siberian Husky wurde der Malamute weniger auf maximale Geschwindigkeit als auf das Ziehen schwerer Lasten über größere Entfernungen selektiert.
Auch geistige Beschäftigung und Nasenarbeit sind sinnvoll.
Bei hohen Temperaturen muss das Aktivitätsniveau deutlich reduziert werden. Intensive Bewegung sollte im Sommer auf die kühlen Morgen- und Abendstunden verlegt werden.
Erziehung & Training
Der Alaskan Malamute ist intelligent, aber sehr eigenständig. Seine Trainierbarkeit darf deshalb nicht mit mangelnder Intelligenz verwechselt werden.
Er versteht häufig schnell, was von ihm verlangt wird – entscheidet aber durchaus selbst, ob sich die Ausführung aus seiner Sicht lohnt.
Eine erfolgreiche Erziehung benötigt Geduld, Konsequenz und positive Motivation. Monotone Wiederholungen führen häufig zu Desinteresse.
Besondere Bedeutung hat der Rückruf. Aufgrund des starken Jagdtriebes kann zuverlässiger Freilauf schwierig sein.
Auch Leinenführigkeit sollte früh trainiert werden. Ein ausgewachsener Malamute besitzt enorme Zugkraft und kann einen Menschen körperlich leicht überfordern.
Fell & Pflege
Gesundheit
Der Alaskan Malamute gilt grundsätzlich als robuste Hunderasse. Dennoch existieren verschiedene erbliche Erkrankungen.
Zu den relevanten gesundheitlichen Problemen gehören Hüftgelenksdysplasie (HD) und verschiedene Augenerkrankungen, darunter erbliche Katarakte.
Eine rassespezifisch relevante Erkrankung ist die Alaskan Malamute Polyneuropathy (AMPN), eine erbliche neurologische Erkrankung, für die genetische Untersuchungsmöglichkeiten bestehen.
Auch Chondrodysplasie, eine erbliche Störung der Knochenentwicklung, ist innerhalb der Rasse bekannt.
Verantwortungsvolle Züchter lassen ihre Zuchttiere auf relevante Erkrankungen untersuchen und berücksichtigen verfügbare Gentests.
Herkunft & Geschichte
Der Alaskan Malamute gehört zu den ältesten arktischen Schlittenhundtypen Nordamerikas.
Sein Name geht auf die Mahlemut beziehungsweise Malemiut, eine indigene Iñupiat-Gruppe im nordwestlichen Alaska, zurück.
Ihre Hunde wurden unter extremen klimatischen Bedingungen für lebenswichtige Aufgaben eingesetzt. Sie zogen schwere Lasten und Schlitten und unterstützten Menschen bei Jagd und Transport.
Im Gegensatz zu später entwickelten Rennschlittenhunden lag die besondere Stärke dieser Hunde nicht in maximaler Geschwindigkeit, sondern in Kraft, Ausdauer und Zuverlässigkeit.
Während des Goldrauschs in Alaska und Kanada stieg die Nachfrage nach Schlittenhunden stark an. Einkreuzungen anderer Hunde gefährdeten zeitweise den ursprünglichen Typ.
Im 20. Jahrhundert begann schließlich die systematische Zucht des modernen Alaskan Malamute.
Besonderheiten
Der Alaskan Malamute wird häufig mit dem Siberian Husky verwechselt. Beide Rassen unterscheiden sich jedoch deutlich.
Der Malamute ist größer, schwerer und kräftiger. Er wurde vor allem für das Ziehen schwerer Lasten gezüchtet.
Der Siberian Husky ist leichter und schneller und wurde stärker auf das Zurücklegen größerer Strecken mit vergleichsweise leichteren Lasten ausgerichtet.
Eine weitere Besonderheit sind die Augen: Beim reinrassigen Alaskan Malamute sind braune Augen rassetypisch. Blaue Augen entsprechen nicht dem FCI-Rassestandard und gelten dort als disqualifizierender Fehler.
Sein dichtes Doppelfell bietet hervorragenden Schutz vor extremer Kälte. Während des Fellwechsels verliert der Malamute allerdings enorme Mengen Unterwolle.
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