Distanzarbeit
Distanzarbeit umfasst Trainingsaufgaben, bei denen ein Hund mit räumlichem Abstand zu seiner Bezugsperson auf Signale reagiert oder eine Aufgabe ausführt.
Ausführliche Erklärung
Beim Distanztraining bleibt der Mensch nicht unmittelbar neben dem Hund. Beispiele sind das Aufsuchen einer Matte, ein Positionswechsel in einiger Entfernung oder das gezielte Umrunden eines Gegenstands. Dabei müssen Hund und Mensch die Aufgabe auch ohne unmittelbare Nähe verständlich gestalten.
Baue das gewünschte Verhalten zunächst aus kurzer Entfernung auf. Vergrößere dann den Abstand in kleinen Schritten. Dauer, Distanz und Ablenkung sind verschiedene Anforderungen: Werden alle gleichzeitig erhöht, wird eine eigentlich bekannte Aufgabe schnell zu schwierig.
Gut sichtbare Handzeichen oder klar aufgebaute Wortsignale können helfen. Wo die Belohnung angeboten wird, sollte zum Ziel passen. Ein Hund, der an einem entfernten Ort bleiben soll, profitiert beispielsweise davon, dort bestätigt zu werden, statt nach jedem Signal sofort zurücklaufen zu müssen.
Übe in einer sicheren Umgebung. Eine passend eingesetzte Schleppleine am Brustgeschirr kann absichern, muss aber so geführt werden, dass sich niemand verheddert. Distanzarbeit ist weder ein Ersatz für zuverlässigen Rückruf noch eine Erlaubnis zum Freilauf an ungeeigneten Orten.
Praxis-Tipp
Starte mit einer bekannten Aufgabe und nur einem Schritt Abstand. Kehre zur einfachen Variante zurück, wenn dein Hund zögert oder dir nachläuft, und belohne erfolgreiche kleine Schritte.
DOG ROYAL Merksatz
Mehr Abstand braucht mehr Klarheit, nicht mehr Lautstärke.
Mehr Hundewissen von A–Z: Weitere Begriffe rund um Gesundheit, Verhalten, Training, Ernährung und das Leben mit Hund findest du in unserem DOG ROYAL Hunde-Glossar.
Passend dazu: Belohnungsplatzierung und Schleppleine.