Ob treuer Begleiter, mutiger Retter oder vierbeiniger Ermittler: Hunde gehören seit Jahrzehnten zu den Stars auf der Leinwand. Manche Filmfiguren sind frei erfunden, andere erzählen von echten Hunden. Und manchmal verschwimmt die Grenze zwischen beidem so sehr, dass wir beim Abspann am liebsten noch sitzen bleiben.
Unsere Auswahl ist eine liebevoll kuratierte Top Ten, keine Rangliste nach Zuschauerzahlen oder Kinoeinnahmen. Film- und Serienreichweiten aus verschiedenen Ländern und Jahrzehnten lassen sich nicht fair miteinander vergleichen.
1. Hachikō – eine Freundschaft, die weiterwartete
Kaum eine Hundegeschichte rührt so viele Menschen wie die des Akita Hachikō. In Japan wartete er nach dem Tod seines Besitzers weiterhin am Bahnhof Shibuya auf dessen Rückkehr. Neun Jahre lang kehrte er zu diesem vertrauten Ort zurück. Die Bronzestatue am Bahnhof erinnert bis heute an seine Geschichte.
Der Film Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft (Hachi: A Dog’s Tale, 2009) erzählt die Geschichte in einem amerikanischen Umfeld neu. Ein Film, bei dem man vorsichtshalber Taschentücher bereitlegen darf.
2. Lassie – immer zur Stelle
Wenn jemand in Schwierigkeiten war, wusste Lassie oft schon Bescheid. Die Collie-Hündin wurde zunächst durch den Film Heimweh (Lassie Come Home, 1943) bekannt und bekam 1954 ihre eigene Fernsehserie. Ihre Abenteuer machten sie zu einer der berühmtesten Hundefiguren überhaupt.
Lassie war klug, mutig und erstaunlich zuverlässig. Eine echte Herausforderung für alle Familienhunde, die beim nächsten Ruf erst einmal gemütlich auf dem Sofa liegen bleiben.
3. Kommissar Rex – mit Nase und Schmäh
Rex erschnüffelte Spuren, half bei Ermittlungen und bewies, dass ein guter Kommissar durchaus vier Pfoten haben kann. Die österreichische Serie startete 1994 und machte den Deutschen Schäferhund zum Publikumsliebling. Und wenn gerade kein Fall zu lösen war, fand Rex meistens etwas Essbares.
4. Beethoven – groß, lieb und schwer zu übersehen
Der Bernhardiner Beethoven bringt in der gleichnamigen Filmkomödie von 1992 eine Familie gehörig durcheinander. Mit seiner Größe, seinem gutmütigen Wesen und einer beeindruckenden Menge Sabber wurde er zum Star der Familienkomödie.
Beethoven zeigt: Manchmal braucht es keine besonderen Tricks. Ein großer Hund, ein großes Herz und ein etwas zu kleiner Sessel reichen für eine ganze Filmreihe.
5. Balto – eine echte Geschichte im Animationsfilm
Balto war kein erfundener Filmheld: Der Schlittenhund führte 1925 ein Team auf der letzten Etappe eines lebenswichtigen Serumtransports nach Nome in Alaska. Eine Diphtherie-Epidemie bedrohte die abgelegene Stadt; das Medikament musste über eine lange Staffel von Hundeschlitten dorthin gebracht werden.
Der Animationsfilm Balto machte die Geschichte später einem großen Publikum bekannt. Ein echter Hund mit einer Leistung, die kein Drehbuch hätte größer schreiben müssen.
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6. Struppi – klein, mutig und immer dabei
Tim ohne Struppi? Kaum vorstellbar. Der weiße Foxterrier begleitet den Reporter auf seinen Abenteuern und ist oft schneller zur Stelle als alle anderen. Struppi ist neugierig, mutig und manchmal auch ein bisschen verfressen – also erstaunlich nah an vielen echten Hunden.
Auf der Leinwand war er unter anderem in Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn zu sehen. Für einen Hund mit so kurzen Beinen kommt er ganz schön weit herum.
7. Toto – die kleinste große Reisebegleitung
Toto läuft Dorothy im Zauberer von Oz auf Schritt und Tritt hinterher – und ist entscheidend daran beteiligt, dass ihre Reise überhaupt beginnt. Im Film von 1939 wurde Toto von Terry gespielt, einer Cairn-Terrier-Hündin.
Toto muss keine großen Reden halten. Ein Blick, ein paar flinke Pfoten und die richtige Entscheidung im richtigen Moment genügen.
8. Marley – Familienchaos mit wedelnder Rute
In Marley & Ich bekommt ein junges Paar einen Labrador, der das geordnete Leben ziemlich gründlich durcheinanderwirbelt. Marley ist liebenswert, impulsiv und nicht unbedingt der Kandidat für eine perfekte Gehorsamsprüfung.
Gerade darin liegt der Charme: Der Film zeigt nicht den makellosen Musterhund, sondern einen Hund, der mit seiner Familie durchs Leben geht – samt Missgeschicken, Geduld und ganz viel Zuneigung.
9. Hooch – der Partner mit der kalten Schnauze
Detective Scott Turner hätte sich seinen neuen Partner vermutlich etwas kleiner und ordentlicher vorgestellt. Dann kommt Hooch: ein Dogue de Bordeaux mit viel Kraft, eigenem Kopf und wenig Interesse an sauber aufgeräumten Wohnungen.
In Mein Partner mit der kalten Schnauze sorgt Hooch für reichlich Chaos – und wächst seinem menschlichen Partner dabei doch ans Herz. Ein Ermittlerduo, das auf den zweiten Blick bestens zusammenpasst.
10. Rin Tin Tin – vom Kriegsfund zum Filmstar
Rin Tin Tin war ein echter Deutscher Schäferhund, den der amerikanische Soldat Lee Duncan im Ersten Weltkrieg in Frankreich fand. Später wurde Rin Tin Tin zum Film- und Fernsehstar; auch Hunde aus seiner Linie traten vor der Kamera auf.
Seine Geschichte klingt selbst wie ein Drehbuch: ein Welpe in den Trümmern des Krieges, ein neuer Anfang in Amerika und ein Platz in der Filmgeschichte.
Die echten Stars warten zu Hause
Diese zehn Hunde können Fälle lösen, Menschen retten und ganze Filmabende tragen. Unsere eigenen Hunde müssen dafür zum Glück nichts leisten. Sie dürfen schnüffeln, schlafen, spielen, uns begrüßen – und einfach dazugehören.
Vielleicht ist das ihre beste Rolle: nicht die eines Helden im Film, sondern die eines vertrauten Gefährten im echten Leben.
Welcher Film- oder Serienhund ist dir besonders ans Herz gewachsen? Hachikō, Lassie, Rex – oder ein ganz anderer? Erzähl es uns.
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