Selbstbelohnendes Verhalten
Selbstbelohnendes Verhalten bezeichnet Verhalten, das für einen Hund bereits durch seine unmittelbaren Folgen attraktiv ist und sich deshalb auch ohne eine zusätzliche Belohnung durch den Menschen festigen kann.
Nicht jede Belohnung im Hundetraining kommt aus der Hand des Menschen. Manche Verhaltensweisen führen unmittelbar zu einem Ergebnis, das für den Hund angenehm oder spannend ist. Dadurch können sie sich selbst verstärken.
Ein typisches Beispiel ist das Hinterherjagen eines Wildtiers. Bereits das Rennen, Verfolgen oder Aufnehmen einer Spur kann für einen Hund so attraktiv sein, dass das Verhalten häufiger gezeigt wird – unabhängig davon, ob er das Tier tatsächlich erreicht.
Auch im Alltag können solche Mechanismen entstehen. Zieht ein Hund an der Leine und gelangt dadurch schneller zu einem interessanten Geruch, kann das Vorwärtskommen das Ziehen verstärken. Springt ein Hund an einem Menschen hoch und erhält daraufhin Aufmerksamkeit, kann auch diese Reaktion zur Belohnung werden.
Selbstbelohnendes Verhalten kann sich besonders schnell festigen, wenn ein Hund wiederholt Gelegenheit bekommt, damit erfolgreich zu sein. Im Training ist deshalb nicht nur wichtig, erwünschtes Verhalten zu belohnen. Ebenso entscheidend ist ein gutes Management, das unerwünschtes Verhalten möglichst nicht immer wieder zum Erfolg führt.
Praxis-Tipp
Überlege bei einem hartnäckigen Verhalten: Was gewinnt mein Hund dadurch? Die Antwort kann erklären, warum sich das Verhalten trotz Training immer wiederholt. Gestalte die Situation anschließend so, dass eine passende Alternative für Deinen Hund ebenfalls lohnend wird.
DOG ROYAL Merksatz
Manche Belohnungen verteilt nicht der Mensch – der Alltag erledigt das ganz von selbst.
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