Französischer Vorstehhund – Typ Gascogne
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Französischer Vorstehhund – Typ Gascogne

Großer, kräftiger und eleganter französischer Vorstehhund mit ausgeprägter Jagdpassion und hervorragender Nase. Der Braque Français Typ Gascogne gilt als intelligent, ruhig und sensibel und benötigt viel Bewegung sowie eine anspruchsvolle, idealerweise jagdliche Beschäftigung.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Frankreich
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 7 – Vorstehhunde
FCI-Standard Nr. 133
Lebenserwartung 11–14 Jahre
Größe 56–69 cm
Gewicht 25–35 kg
Größenklasse Groß: 61–70 cm
Alternative Rassenamen Braque Français, type Gascogne; Französischer Vorstehhund – Typ Gascogne; Braque Français Gascogne; French Pointing Dog – Gascogne Type; Französische Gascogne-Bracke (nicht bevorzugt, da „Bracke“ kynologisch irreführend ist)

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Sehr hoch
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Mittel
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Hoch
Sabberneigung Mittel
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Mittel

Charakter & Wesen

Der Braque Français Typ Gascogne gilt als ruhig, ausgeglichen, intelligent und ausgesprochen menschenbezogen.

Er verbindet hohe Jagdpassion mit einer starken Bereitschaft zur Zusammenarbeit.

Typisch ist eine gewisse Sensibilität.

Seinem Menschen gegenüber zeigt er sich häufig sehr anhänglich und möchte engen Kontakt halten.

Im Haus kann ein ausreichend ausgelasteter Hund angenehm ruhig sein.

Bei der Arbeit zeigt er dagegen große Energie, Konzentration und Ausdauer.

Haltung & Auslastung

Der Typ Gascogne benötigt viel körperliche und geistige Beschäftigung.

Ideal ist die jagdliche Führung.

Geeignet sind insbesondere Vorsteharbeit, Apportieren, Fährtenarbeit, Mantrailing, Dummyarbeit, Nasenarbeit und ausgedehnte Wanderungen.

Ein Garten ist von Vorteil, ersetzt aber keine aktive Beschäftigung.

Für Menschen, die lediglich einen ruhigen Begleithund für kurze Spaziergänge suchen, eignet sich die Rasse nicht.

Erziehung & Training

Der Braque Français ist intelligent und kooperationsbereit.

Eine freundliche, konsequente und positive Erziehung führt meist zu den besten Ergebnissen.

Harte Trainingsmethoden passen schlecht zu seinem sensiblen Wesen.

Besonders wichtig sind Rückruf und Impulskontrolle.

Seine ausgeprägten Anlagen zum Suchen, Vorstehen und Apportieren sollten gezielt genutzt werden.

Mit abwechslungsreichem Training entwickelt er sich zu einem ausgesprochen leistungsfähigen Arbeitspartner.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Gering
Haaren Mittel
Fellfarben Braun, Merle
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Braque Français Typ Gascogne gilt grundsätzlich als robuste und funktional gebaute Jagdhunderasse.

Wie bei größeren Vorstehhunden sollte insbesondere auf Hüft- und Ellenbogengelenke geachtet werden.

Auch Augenuntersuchungen sind sinnvoll.

Die langen Hängeohren benötigen regelmäßige Kontrolle, da mangelnde Belüftung Ohrentzündungen begünstigen kann.

Nach Jagd und Arbeit im Gelände sollten Pfoten, Ohren, Augen und Haut auf Verletzungen, Grannen und Zecken kontrolliert werden.

Herkunft & Geschichte

Der Braque Français gehört zu den alten französischen Vorstehhundtypen.

Historische Beschreibungen ähnlicher Hunde reichen mehrere Jahrhunderte zurück.

Aus diesen französischen Vorstehhunden entwickelten sich im Laufe der Zeit verschiedene regionale Varianten.

Beim Braque Français entstanden schließlich zwei klar unterscheidbare Typen:

Typ Gascogne – FCI 133

und

Typ Pyrénées – FCI 134.

Der Gascogne-Typ repräsentiert den größeren und kräftigeren ursprünglichen Typ.

Besonderheiten

Für DOG ROYAL ist die Unterscheidung zwischen den beiden unmittelbar aufeinanderfolgenden FCI-Rassen besonders wichtig:

FCI 133 – Braque Français, type Gascogne

FCI 134 – Braque Français, type Pyrénées

Es handelt sich nicht lediglich um unterschiedliche Größenangaben innerhalb eines einzigen Datensatzes, sondern die FCI führt beide unter eigenen Standardnummern.

Der Gascogne-Typ ist größer, kräftiger und substanzvoller.

Der Pyrenäen-Typ wurde dagegen leichter, kleiner und beweglicher entwickelt.

Der Typ Gascogne bewahrt damit stärker das Erscheinungsbild des historischen französischen Vorstehhundes.

Charakteristisch sind außerdem seine relativ langen Hängeohren und der insgesamt kräftige, aber keineswegs schwerfällige Körperbau.

Bei der Jagd soll er Wild systematisch suchen, durch Vorstehen anzeigen und nach dem Schuss apportieren.

Interessant ist auch die internationale Bedeutung alter französischer „Braques“. Diese kontinentalen Vorstehhundtypen beeinflussten die Entwicklung verschiedener späterer europäischer Vorstehhunderassen.

Heute ist der Braque Français insbesondere in Frankreich jagdlich verbreitet, außerhalb seines Ursprungslandes jedoch deutlich weniger bekannt als beispielsweise Deutsch Kurzhaar oder Pointer.

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