Hamiltonstövare
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Hamiltonstövare

Eleganter, kräftiger und sehr ausdauernder schwedischer Laufhund mit charakteristischer dreifarbiger Zeichnung. Der Hamiltonstövare besitzt eine hervorragende Nase und starken Jagdtrieb, gilt im Alltag aber als freundlich und ausgeglichen und benötigt viel Bewegung und intensive Nasenarbeit.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Schweden
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 132
Lebenserwartung 11–14 Jahre
Größe 49–61 cm
Gewicht 20–27 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Hamiltonstövare; Hamilton-Laufhund; Hamilton Hound; Hamilton Bracke; Hamilton Hound Dog

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Hoch
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Sehr hoch

Charakter & Wesen

Der Hamiltonstövare ist freundlich, ausgeglichen, intelligent und lebhaft.

Bei der Jagd zeigt er erhebliche Selbstständigkeit und Ausdauer.

Er wurde darauf selektiert, eine Wildspur eigenständig über längere Zeit zu verfolgen.

Gegenüber seiner Familie kann er ausgesprochen anhänglich und sozial sein.

Aggressivität und Nervosität entsprechen nicht dem gewünschten Rassetyp.

Seine freundliche Art darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ein passionierter Jagdgebrauchshund ist.

Haltung & Auslastung

Der Hamiltonstövare benötigt sehr viel Bewegung und intensive Nasenarbeit.

Seine klassische Verwendung ist die Jagd auf Hase und Fuchs.

Geeignete Beschäftigungen sind außerdem Mantrailing, Fährtenarbeit, Tracking, Sucharbeit und lange Wanderungen.

Ausdauernde Aktivitäten entsprechen seinen natürlichen Anlagen wesentlich besser als kurze, hektische Trainingseinheiten.

Ein Garten ist von Vorteil, sollte wegen des starken Jagdtriebs jedoch zuverlässig eingezäunt sein.

Normale kurze Spaziergänge reichen dieser Rasse dauerhaft nicht aus.

Erziehung & Training

Der Hamiltonstövare ist lernfähig, aber ausgesprochen selbstständig.

Er benötigt eine freundliche, konsequente und geduldige Erziehung.

Besonders wichtig ist ein frühzeitiges Rückruftraining.

Sein ausgeprägter Jagdtrieb kann allerdings dazu führen, dass Freilauf in wildreichen Gebieten trotz guter Ausbildung schwierig bleibt.

Nasenarbeit eignet sich hervorragend zur kontrollierten Auslastung.

Monotones Gehorsamstraining entspricht seinem selbstständigen Wesen weniger als abwechslungsreiche Aufgaben mit erkennbarem Zweck.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Mittel
Haaren Mittel
Fellfarben Schwarz, Weiß, Braun, Rot, Lohfarben
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Hamiltonstövare gilt grundsätzlich als robuste und funktional gebaute Rasse.

Zu den gesundheitlich relevanten Bereichen gehören Hüftgelenke, Ellenbogen und Augen.

Wie bei anderen Hunden mit Hängeohren sollten die Ohren regelmäßig kontrolliert werden.

Bei jagdlich eingesetzten Hunden sind nach der Arbeit Pfoten, Haut, Augen und Ohren auf Verletzungen, Zecken und Fremdkörper zu untersuchen.

Ein schlankes Körpergewicht unterstützt Gelenkgesundheit und Ausdauer.

Herkunft & Geschichte

Die Entstehung des Hamiltonstövare reicht in das 19. Jahrhundert zurück.

Eine zentrale Rolle spielte Graf Adolf Patrick Hamilton, einer der bedeutenden schwedischen Hundezüchter seiner Zeit und Mitbegründer des schwedischen Kennel Clubs.

Für die Entwicklung wurden verschiedene europäische Laufhundtypen genutzt.

Zu den Vorfahren gehörten unter anderem deutsche Laufhunde sowie englische Foxhounds und Harriers.

Auf der ersten schwedischen Hundeausstellung im Jahr 1886 wurden Hunde präsentiert, die für die spätere Entwicklung der Rasse von großer Bedeutung waren.

Der heutige Name Hamiltonstövare erinnert an Graf Hamilton.

Besonderheiten

Der Hamiltonstövare ist heute eine der bekanntesten traditionellen schwedischen Laufhunderassen.

Sein Name bedeutet sinngemäß Hamilton-Laufhund.

Besonders interessant ist seine Jagdweise.

Der Hamiltonstövare wurde nicht als klassischer Meutehund entwickelt. Er soll vielmehr allein auf Hase oder Fuchs arbeiten.

Findet er eine Spur, verfolgt er sie selbstständig und gibt dabei Laut.

Der Jäger kann anhand dieser charakteristischen Stimme den Verlauf der Jagd verfolgen.

Traditionell soll der Hamiltonstövare nicht für die Jagd auf Schalenwild wie Reh oder Hirsch verwendet werden, sondern vor allem Hase und Fuchs verfolgen.

Seine auffällige dreifarbige Fellzeichnung erinnert teilweise an andere europäische Laufhunde. Trotzdem besitzt er einen klar definierten eigenständigen schwedischen Rassestandard.

Bemerkenswert ist außerdem die Verbindung seines Namens mit der Geschichte der schwedischen Kynologie: Graf Hamilton war nicht nur maßgeblich an der Rasse beteiligt, sondern spielte auch bei der Organisation des Hundewesens in Schweden eine bedeutende Rolle.

Außerhalb Skandinaviens ist der Hamiltonstövare bis heute vergleichsweise selten.

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