Schillerstövare
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Schillerstövare

Eleganter, kräftiger und sehr ausdauernder schwedischer Laufhund mit charakteristischem schwarzem Mantel und lohfarbener Grundfarbe. Der Schillerstövare ist freundlich und ausgeglichen, besitzt jedoch ausgeprägten Jagdtrieb und benötigt viel Bewegung, Nasenarbeit und konsequente Erziehung.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Schweden
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 131
Lebenserwartung 12–15 Jahre
Größe 49–61 cm
Gewicht 18–25 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Schillerstövare; Schiller-Laufhund; Schiller Hound; Schillerbracke; Schiller Stövare

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Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Mittel
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Sehr hoch

Charakter & Wesen

Der Schillerstövare ist lebhaft, aufmerksam, intelligent und ausgesprochen ausdauernd.

Bei der Jagd zeigt er große Selbstständigkeit und Beharrlichkeit.

Er wurde darauf selektiert, Wildspuren über längere Strecken zuverlässig zu verfolgen.

Im Familienverband kann er freundlich, anhänglich und ausgeglichen auftreten.

Aggressivität oder übermäßige Scheu entsprechen nicht dem gewünschten Wesen.

Seine Selbstständigkeit unterscheidet ihn jedoch deutlich von ausgesprochen führerorientierten Begleithunden.

Haltung & Auslastung

Der Schillerstövare benötigt sehr viel Bewegung und intensive Nasenarbeit.

Seine klassische Aufgabe ist die Jagd auf Hase und Fuchs.

Dabei verfolgt er die Wildspur selbstständig und gibt Laut.

Für nicht jagdlich geführte Hunde sind anspruchsvolle Alternativen wie Mantrailing, Fährtenarbeit, Tracking, Sucharbeit und lange Wanderungen erforderlich.

Ein sicher eingezäunter Garten ist von Vorteil, ersetzt jedoch keine gemeinsame Beschäftigung.

Seine enorme Ausdauer sollte bei der Haltung nicht unterschätzt werden.

Erziehung & Training

Der Schillerstövare ist intelligent und lernfähig, wurde aber auf selbstständige Arbeit gezüchtet.

Er benötigt deshalb eine konsequente, geduldige und faire Erziehung.

Besonders wichtig ist ein frühzeitiges und systematisches Rückruftraining.

Sein Jagdtrieb lässt sich nicht vollständig aberziehen.

Bei einer frischen Wildspur kann der Reiz so stark sein, dass Freilauf in wildreichen Gebieten trotz guter Erziehung problematisch bleibt.

Nasenarbeit eignet sich hervorragend, um seine natürlichen Fähigkeiten kontrolliert einzusetzen.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Mittel
Haaren Mittel
Fellfarben Schwarz, Weiß, Braun, Rot
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Schillerstövare gilt insgesamt als robuste und funktional gebaute Jagdhunderasse.

Wie bei anderen mittelgroßen Laufhunden können Hüftgelenksdysplasie und verschiedene Augenerkrankungen auftreten.

Die langen Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, um Entzündungen frühzeitig zu erkennen.

Bei jagdlich geführten Hunden sind nach Einsätzen insbesondere Pfoten, Haut, Augen und Ohren auf Verletzungen, Zecken, Grannen und andere Fremdkörper zu untersuchen.

Aufgrund der vergleichsweise kleinen Population ist außerdem die Erhaltung genetischer Vielfalt für die Zucht wichtig.

Herkunft & Geschichte

Der Schillerstövare entstand im 19. Jahrhundert in Schweden.

Eine entscheidende Rolle spielte der schwedische Landwirt und Hundezüchter Per Schiller.

Auf der ersten großen schwedischen Hundeausstellung 1886 präsentierte er ein Geschwisterpaar namens Tamburini und Ralla.

Diese Hunde gelten als wichtige Ausgangstiere der späteren Rasse.

Bei ihrer Entwicklung wurden verschiedene europäische Laufhundtypen miteinander verbunden, darunter Hunde deutscher beziehungsweise mitteleuropäischer Herkunft.

Der Schillerstövare wurde schließlich als eigenständiger schwedischer Laufhund etabliert.

Besonderheiten

Der Schillerstövare trägt den Namen seines maßgeblichen Züchters Per Schiller.

Damit gehört er zu den Hunderassen, deren heutige Bezeichnung unmittelbar an eine konkrete Person aus ihrer Entstehungsgeschichte erinnert.

Seine traditionelle Arbeitsweise unterscheidet sich deutlich von einer Meutejagd.

Der Schillerstövare soll allein beziehungsweise gemeinsam mit seinem menschlichen Jagdpartner arbeiten und nicht als klassischer Meutehund eingesetzt werden.

Nachdem er eine Spur gefunden hat, verfolgt er sie selbstständig und gibt dabei Spurlaut.

Anhand der Stimme kann der Jäger verfolgen, wo sich der Hund und das Wild befinden.

Die Rasse wurde vor allem für die Jagd auf Hase und Fuchs entwickelt.

Charakteristisch ist außerdem seine markante Farbgebung: Der schwarze Mantel liegt deutlich auf dem warmen lohfarbenen Grund und verleiht ihm ein unverwechselbares Erscheinungsbild.

Obwohl der Schillerstövare in Schweden als traditionelle Jagdhunderasse etabliert ist, bleibt er außerhalb Skandinaviens vergleichsweise selten.

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