Bretonischer Spaniel
Kompakter, sportlicher und vielseitiger französischer Vorstehhund mit hoher Arbeitsfreude und enger Bindung an seine Menschen. Der Bretonische Spaniel ist intelligent, sensibel und jagdlich sehr passioniert und benötigt viel Bewegung, Nasenarbeit und abwechslungsreiche Beschäftigung.
Auf einen Blick
Passt diese Rasse zu mir?
Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Epagneul Breton ist intelligent, freundlich, aufmerksam und ausgesprochen arbeitsfreudig.
Typisch ist seine Kombination aus Temperament und guter Kooperationsbereitschaft.
Die FCI beschreibt ihn als sozial, ausgeglichen, intelligent und aufmerksam sowie als Hund, der sich unterschiedlichen Umgebungen gut anpassen kann.
Er baut meist eine enge Bindung zu seinen Menschen auf und arbeitet gerne mit ihnen zusammen.
Härte verträgt der sensible Bretone schlecht.
Bei ausreichender Beschäftigung kann er im Haus angenehm ruhig sein.
Haltung & Auslastung
Der Epagneul Breton benötigt viel Bewegung und vor allem sinnvolle Beschäftigung.
Ideal ist eine jagdliche Führung.
Sehr gut eignen sich außerdem Dummyarbeit, Apportiertraining, Mantrailing, Fährtenarbeit, Nasenarbeit, Canicross und lange Wanderungen.
Die FCI hebt seine Vielseitigkeit für unterschiedliche Wildarten und Geländeformen ausdrücklich hervor.
Ein Garten allein reicht keinesfalls als Auslastung.
Erziehung & Training
Der Bretone gilt als ausgesprochen lernfähig und gut trainierbar.
Der offizielle Standard nennt ausdrücklich seine hohe Ausbildungsfähigkeit.
Eine freundliche, klare und konsequente Erziehung führt meist zu sehr guten Ergebnissen.
Besondere Bedeutung haben Rückruf und Impulskontrolle, da der Jagdtrieb erheblich sein kann.
Seine natürliche Bereitschaft zum Suchen, Vorstehen und Apportieren sollte sinnvoll in das Training integriert werden.
Fell & Pflege
Gesundheit
Der Epagneul Breton gilt grundsätzlich als robuste und funktionale Rasse.
Zu den möglichen gesundheitlichen Themen gehören Hüftgelenksdysplasie, Patellaprobleme und verschiedene Augenerkrankungen.
Auch Epilepsie wird innerhalb der Rasse beschrieben.
Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere bei Hunden, die häufig im Wasser oder in dichtem Gelände arbeiten.
Ein sportlich schlankes Körpergewicht trägt wesentlich zur langfristigen Gesundheit des Bewegungsapparates bei.
Herkunft & Geschichte
Der Epagneul Breton stammt aus der Bretagne im Nordwesten Frankreichs.
Seine Vorfahren waren regionale Jagdhunde, die insbesondere bei der Vogeljagd eingesetzt wurden.
Im 19. Jahrhundert wurden vermutlich auch britische Vorstehhunde wie Setter und Spanielartige Hunde in die lokalen Bestände eingekreuzt.
Dadurch entwickelte sich ein kompakter, schneller und vielseitiger Vorstehhund.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Rassetyp systematisch standardisiert.
Besonderheiten
Der Epagneul Breton gilt als kleinster beziehungsweise einer der kleinsten Vorstehhunde der FCI.
Sein französischer Name kann im Deutschen etwas irreführend sein.
Obwohl er „Epagneul“ heißt und im Deutschen häufig „Bretonischer Spaniel“ genannt wird, ist er kynologisch kein Stöberhund wie beispielsweise der Cocker Spaniel, sondern ein echter Vorstehhund der FCI-Gruppe 7.
Seine jagdliche Vielseitigkeit ist außergewöhnlich.
Er sucht Wild, zeigt es durch Vorstehen an und kann nach dem Schuss apportieren. Der FCI-Standard betont ausdrücklich Suche, Gangwerk, Nasenleistung, Vorstehen und Apportieren als wesentliche Arbeitseigenschaften.
Ein weiteres auffälliges Merkmal betrifft die Rute.
Epagneul Bretons können mit einer natürlich kurzen beziehungsweise fehlenden Rute geboren werden. Es gibt aber ebenso Hunde mit normal ausgebildeter längerer Rute.
Sein kompakter Körper soll nahezu quadratisch wirken – laut FCI entspricht die Körperlänge ungefähr der Widerristhöhe.
Damit unterscheidet er sich optisch deutlich von vielen langgestreckteren Spanieltypen.
Entdecke die ganze Welt der Hunderassen
Vom beliebten Familienhund bis zum außergewöhnlichen Spezialisten: Entdecke weitere Hunderassen und vergleiche Charakter, Haltung, Pflege und Eigenschaften.
Alle Hunderassen entdecken