Tiroler Bracke
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Tiroler Bracke

Robuster, ausdauernder und passionierter österreichischer Jagdhund aus den Tiroler Alpen. Die Tiroler Bracke besitzt eine hervorragende Nase, große Orientierungssicherheit und ausgeprägten Spurwillen und eignet sich besonders für jagdlich erfahrene Halter mit ausreichend Bewegung und Beschäftigung.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Österreich
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 68
Lebenserwartung 12–14 Jahre
Größe 42–50 cm
Gewicht 15–22 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Tiroler Bracke; Tirolerbracke; Tyrolean Hound; Tyroler Bracke; Brachet Tyrolien

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Nein
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Hoch

Charakter & Wesen

Die Tiroler Bracke ist ausgeglichen, selbstbewusst, intelligent und ausgesprochen jagdpassioniert.

Zu ihrer Familie kann sie eine enge Bindung entwickeln und zeigt sich im Alltag häufig freundlich und angenehm.

Während der Jagd tritt jedoch ihre große Selbstständigkeit hervor.

Sie wurde über Generationen darauf selektiert, eine Spur eigenständig aufzunehmen und auch über größere Entfernungen sicher zu verfolgen.

Dabei benötigt sie Mut, Orientierungssinn und erhebliche Ausdauer.

Haltung & Auslastung

Die Tiroler Bracke ist ein echter Arbeitshund für anspruchsvolles Gelände.

Die ideale Haltung ist die jagdliche Führung.

Besonders geeignet sind Fährtenarbeit, Schweißarbeit, Mantrailing und anspruchsvolle Suchaufgaben.

Auch lange Wanderungen in abwechslungsreichem Gelände entsprechen ihren körperlichen Fähigkeiten.

Einige kurze Spaziergänge pro Tag reichen nicht aus.

Wer die Rasse nicht jagdlich führt, muss ihr dauerhaft anspruchsvolle Ersatzbeschäftigungen bieten, die insbesondere ihren hervorragenden Geruchssinn fordern.

Erziehung & Training

Die Tiroler Bracke ist intelligent und lernfähig, aber kein Hund für bedingungslosen Gehorsam.

Sie arbeitet traditionell über längere Zeit eigenständig und trifft dabei eigene Entscheidungen.

Die Erziehung sollte ruhig, konsequent, fair und positiv erfolgen.

Besonders wichtig sind ein früh aufgebauter Rückruf, Impulskontrolle und Orientierung am Menschen.

Nasenarbeit ist ein hervorragendes Motivationsmittel.

Aufgrund des starken Jagdtriebs kann selbst bei gut ausgebildeten Hunden Freilauf in wildreichen Gebieten problematisch bleiben.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Mittel
Haaren Mittel
Fellfarben Schwarz, Rot, Gelb
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Die Tiroler Bracke gilt insgesamt als robuste und funktional gebaute Rasse.

Ihr Körperbau weist keine ausgeprägten anatomischen Extreme auf.

Wie bei anderen mittelgroßen Jagdhunden können Erkrankungen des Bewegungsapparates einschließlich Hüftproblemen auftreten.

Die Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da Feuchtigkeit und eingeschränkte Belüftung Ohrentzündungen begünstigen können.

Bei jagdlich geführten Hunden sind außerdem regelmäßige Kontrollen auf Verletzungen, Fremdkörper, Grannen und Parasiten wichtig.

Herkunft & Geschichte

Die Tiroler Bracke stammt aus den österreichischen Alpen und besitzt eine lange jagdliche Tradition.

Brackenartige Hunde wurden im Alpenraum bereits seit Jahrhunderten für die Jagd eingesetzt.

Der moderne Rassetyp wurde im 19. Jahrhundert systematischer entwickelt.

Eine besondere historische Verbindung besteht zu Kaiser Maximilian I., der bereits um 1500 Jagdhunde aus Tirol erwähnte und ihre Verwendung bei der Jagd beschrieb.

Die gezielte Reinzucht der heutigen Tiroler Bracke begann allerdings wesentlich später, insbesondere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Besonderheiten

Die Tiroler Bracke ist besonders eng an die Anforderungen der alpinen Jagd angepasst.

Ein Hund musste dort nicht nur eine hervorragende Nase besitzen, sondern sich auch über steile Hänge, felsigen Untergrund, Wälder und große Höhenunterschiede sicher bewegen können.

Ausdauer und Orientierungssinn waren dabei überlebenswichtige Eigenschaften.

Die Tiroler Bracke arbeitet sowohl als spurlauter Laufhund als auch bei der Schweißarbeit.

Bei der Laufjagd verfolgt sie beispielsweise Hase oder Fuchs und gibt während der Verfolgung Laut.

Bei der Nachsuche verfolgt sie dagegen die Fährte eines verletzten Stückes Schalenwild.

Damit vereint die Rasse zwei wichtige jagdliche Fähigkeiten.

Historisch existierte außerdem eine kleine Form der Tiroler Bracke. Diese wurde später aus dem Standard gestrichen, sodass heute nur noch der größere Typ anerkannt ist.

Die Rasse gehört gemeinsam mit der Brandlbracke und der Steirischen Rauhhaarbracke zu den klassischen österreichischen Bracken.

Außerhalb Österreichs und insbesondere außerhalb jagdlicher Kreise ist sie vergleichsweise wenig bekannt.

Für DOG ROYAL ist gerade diese Rasse interessant, weil sie exemplarisch zeigt, wie stark traditionelle Hunderassen durch Landschaft und ursprüngliche Arbeitsaufgabe geprägt wurden.

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