Tiroler Bracke
Robuster, ausdauernder und passionierter österreichischer Jagdhund aus den Tiroler Alpen. Die Tiroler Bracke besitzt eine hervorragende Nase, große Orientierungssicherheit und ausgeprägten Spurwillen und eignet sich besonders für jagdlich erfahrene Halter mit ausreichend Bewegung und Beschäftigung.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Die Tiroler Bracke ist ausgeglichen, selbstbewusst, intelligent und ausgesprochen jagdpassioniert.
Zu ihrer Familie kann sie eine enge Bindung entwickeln und zeigt sich im Alltag häufig freundlich und angenehm.
Während der Jagd tritt jedoch ihre große Selbstständigkeit hervor.
Sie wurde über Generationen darauf selektiert, eine Spur eigenständig aufzunehmen und auch über größere Entfernungen sicher zu verfolgen.
Dabei benötigt sie Mut, Orientierungssinn und erhebliche Ausdauer.
Haltung & Auslastung
Die Tiroler Bracke ist ein echter Arbeitshund für anspruchsvolles Gelände.
Die ideale Haltung ist die jagdliche Führung.
Besonders geeignet sind Fährtenarbeit, Schweißarbeit, Mantrailing und anspruchsvolle Suchaufgaben.
Auch lange Wanderungen in abwechslungsreichem Gelände entsprechen ihren körperlichen Fähigkeiten.
Einige kurze Spaziergänge pro Tag reichen nicht aus.
Wer die Rasse nicht jagdlich führt, muss ihr dauerhaft anspruchsvolle Ersatzbeschäftigungen bieten, die insbesondere ihren hervorragenden Geruchssinn fordern.
Erziehung & Training
Die Tiroler Bracke ist intelligent und lernfähig, aber kein Hund für bedingungslosen Gehorsam.
Sie arbeitet traditionell über längere Zeit eigenständig und trifft dabei eigene Entscheidungen.
Die Erziehung sollte ruhig, konsequent, fair und positiv erfolgen.
Besonders wichtig sind ein früh aufgebauter Rückruf, Impulskontrolle und Orientierung am Menschen.
Nasenarbeit ist ein hervorragendes Motivationsmittel.
Aufgrund des starken Jagdtriebs kann selbst bei gut ausgebildeten Hunden Freilauf in wildreichen Gebieten problematisch bleiben.
Fell & Pflege
Gesundheit
Die Tiroler Bracke gilt insgesamt als robuste und funktional gebaute Rasse.
Ihr Körperbau weist keine ausgeprägten anatomischen Extreme auf.
Wie bei anderen mittelgroßen Jagdhunden können Erkrankungen des Bewegungsapparates einschließlich Hüftproblemen auftreten.
Die Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da Feuchtigkeit und eingeschränkte Belüftung Ohrentzündungen begünstigen können.
Bei jagdlich geführten Hunden sind außerdem regelmäßige Kontrollen auf Verletzungen, Fremdkörper, Grannen und Parasiten wichtig.
Herkunft & Geschichte
Die Tiroler Bracke stammt aus den österreichischen Alpen und besitzt eine lange jagdliche Tradition.
Brackenartige Hunde wurden im Alpenraum bereits seit Jahrhunderten für die Jagd eingesetzt.
Der moderne Rassetyp wurde im 19. Jahrhundert systematischer entwickelt.
Eine besondere historische Verbindung besteht zu Kaiser Maximilian I., der bereits um 1500 Jagdhunde aus Tirol erwähnte und ihre Verwendung bei der Jagd beschrieb.
Die gezielte Reinzucht der heutigen Tiroler Bracke begann allerdings wesentlich später, insbesondere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Besonderheiten
Die Tiroler Bracke ist besonders eng an die Anforderungen der alpinen Jagd angepasst.
Ein Hund musste dort nicht nur eine hervorragende Nase besitzen, sondern sich auch über steile Hänge, felsigen Untergrund, Wälder und große Höhenunterschiede sicher bewegen können.
Ausdauer und Orientierungssinn waren dabei überlebenswichtige Eigenschaften.
Die Tiroler Bracke arbeitet sowohl als spurlauter Laufhund als auch bei der Schweißarbeit.
Bei der Laufjagd verfolgt sie beispielsweise Hase oder Fuchs und gibt während der Verfolgung Laut.
Bei der Nachsuche verfolgt sie dagegen die Fährte eines verletzten Stückes Schalenwild.
Damit vereint die Rasse zwei wichtige jagdliche Fähigkeiten.
Historisch existierte außerdem eine kleine Form der Tiroler Bracke. Diese wurde später aus dem Standard gestrichen, sodass heute nur noch der größere Typ anerkannt ist.
Die Rasse gehört gemeinsam mit der Brandlbracke und der Steirischen Rauhhaarbracke zu den klassischen österreichischen Bracken.
Außerhalb Österreichs und insbesondere außerhalb jagdlicher Kreise ist sie vergleichsweise wenig bekannt.
Für DOG ROYAL ist gerade diese Rasse interessant, weil sie exemplarisch zeigt, wie stark traditionelle Hunderassen durch Landschaft und ursprüngliche Arbeitsaufgabe geprägt wurden.
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