Griffon Fauve de Bretagne
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Griffon Fauve de Bretagne

Robuster, temperamentvoller und ausgesprochen ausdauernder französischer Laufhund mit charakteristischem rauem, falbfarbenem Fell. Der Griffon Fauve de Bretagne gehört zu den ältesten französischen Laufhundrassen und wurde historisch sogar zur Wolfsjagd eingesetzt. Heute arbeitet er vor allem auf Hase, Fuchs, Reh und Wildschwein. Trotz seiner großen jagdlichen Passion gilt er Menschen gegenüber als freundlich, sozial und anhänglich.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Frankreich
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 66
Lebenserwartung 11–14 Jahre
Größe 48–56 cm
Gewicht 18–22 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Griffon Fauve de Bretagne; Fawn Brittany Griffon; Fauve de Bretagne; Griffon Fauve; Bretonischer Falbgriffon

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Mittel

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Hoch
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Hoch

Charakter & Wesen

Der Griffon Fauve de Bretagne ist temperamentvoll, mutig, intelligent und ausgesprochen jagdbegeistert.

Bemerkenswert ist der Kontrast zwischen seiner Härte bei der Arbeit und seinem Verhalten gegenüber Menschen.

Der offizielle FCI-Standard beschreibt ihn als sozial, anhänglich und ausgeglichen.

Innerhalb seiner Familie zeigt er sich häufig freundlich und menschenbezogen.

Als klassischer Laufhund besitzt er jedoch eine erhebliche Selbstständigkeit und trifft während der Jagd eigene Entscheidungen.

Haltung & Auslastung

Der Griffon Fauve de Bretagne benötigt sehr viel Bewegung und vor allem Gelegenheit, seine hervorragende Nase einzusetzen.

Ideal ist die jagdliche Führung.

Geeignete Alternativen sind Mantrailing, Fährtenarbeit, Schweißarbeit, Suchspiele und lange Wanderungen.

Seine enorme Ausdauer sollte nicht unterschätzt werden.

Ein sicher eingezäuntes Grundstück ist empfehlenswert, da interessante Wildspuren einen starken Reiz darstellen.

Erziehung & Training

Der Griffon Fauve de Bretagne ist intelligent und lernfähig, gleichzeitig aber ein selbstständiger Jagdhund.

Seine Erziehung sollte freundlich, konsequent und geduldig erfolgen.

Besonders wichtig sind Rückruf, Impulskontrolle und Orientierung am Menschen.

Nasenarbeit eignet sich hervorragend als Trainingsmotivation.

Mit übermäßiger Härte erreicht man bei dieser Rasse wenig. Konsequente Regeln in Verbindung mit attraktiver Zusammenarbeit sind deutlich sinnvoller.

Der ausgeprägte Jagdtrieb kann einen vollkommen zuverlässigen Freilauf dennoch erschweren.

Fell & Pflege

Felllänge Mittellang
Fellstruktur Rau
Unterwolle Mittel
Haaren Mittel
Fellfarben Schwarz, Weiß, Rot, Gold
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Griffon Fauve de Bretagne gilt insgesamt als robuste und widerstandsfähige Gebrauchshunderasse.

Die langen Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da Wärme, Feuchtigkeit und Verschmutzungen Ohrentzündungen begünstigen können.

Auch Augen und Bewegungsapparat sollten im Rahmen verantwortungsvoller Zucht berücksichtigt werden.

Bei jagdlich eingesetzten Hunden sind regelmäßige Kontrollen auf Verletzungen, Grannen, Zecken und andere Parasiten besonders wichtig.

Sein funktionaler Körperbau weist keine ausgeprägten anatomischen Extreme auf.

Herkunft & Geschichte

Der Griffon Fauve de Bretagne zählt zu den ältesten französischen Laufhundrassen.

Bereits im 14. Jahrhundert besaß ein französischer Adliger namens Huet des Ventes eine Meute von Hunden dieses Typs.

Besonders bekannt wurde die Rasse durch ihre Verwendung bei der Wolfsjagd in der Bretagne.

Bis ins 19. Jahrhundert wurden diese Hunde intensiv dafür eingesetzt.

Mit dem Verschwinden der Wölfe in Frankreich verlor der ursprüngliche Arbeitseinsatz jedoch an Bedeutung, und die Population ging stark zurück.

1949 gründete Marcel Pambrun den Club du Fauve de Bretagne, um die selten gewordenen Hunde und ihre jagdlichen Eigenschaften zu erhalten.

Besonderheiten

Die historische Wolfsjagd ist sicherlich eine der bemerkenswertesten Eigenschaften dieser Rasse.

Der Griffon Fauve de Bretagne musste dafür Mut, enorme Ausdauer, eine hervorragende Nase und genügend Robustheit besitzen, um in schwierigem Gelände über längere Zeit zu arbeiten.

Die FCI beschreibt ihn ausdrücklich als besonders widerstandsfähig gegen Witterung und Strapazen und als gut für schwieriges Gelände geeignet.

Eine weitere Besonderheit ist seine Stimme.

Der Griffon arbeitet spurlaut und besitzt einen charakteristischen kräftigen Jagdlaut mit kurzen, wiederholten Lautfolgen. Für den Jäger ist diese Stimme ein wichtiges Mittel, um die Arbeit des Hundes auf der Spur zu verfolgen.

Aus dem Griffon Fauve de Bretagne entwickelte sich außerdem der deutlich niederläufigere Basset Fauve de Bretagne (FCI 36).

Beide besitzen das charakteristische raue, falbfarbene Fell und eine enge historische Verbindung.

Interessant ist schließlich das bis heute verwendete Motto des französischen Rasseclubs:

„La chasse d’abord“ – sinngemäß: „Die Jagd zuerst“.

Es verdeutlicht, dass bei der Zucht traditionell vor allem die Arbeitsfähigkeit erhalten werden soll.

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