Schweizer Laufhund
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Schweizer Laufhund

Traditionsreicher Schweizer Jagdhund mit hervorragender Nase, großer Ausdauer und ausgeprägtem Spurwillen. Der Schweizer Laufhund ist lebhaft, passioniert und sensibel und benötigt viel Bewegung sowie intensive Nasenarbeit, weshalb er besonders zu jagdlich oder sehr aktiv orientierten Haltern passt.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Schweiz
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 59
Lebenserwartung 11–14 Jahre
Größe 47–59 cm
Gewicht 15–25 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Schweizer Laufhund; Chien Courant Suisse; Swiss Hound; Sabueso Suizo; Berner Laufhund; Jura Laufhund; Bruno du Jura; Luzerner Laufhund; Schwyzer Laufhund

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Bedingt
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Mittel
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Mittel

Charakter & Wesen

Der Schweizer Laufhund ist lebhaft, sensibel, freundlich und jagdlich ausgesprochen passioniert.

Er besitzt einen hervorragenden Geruchssinn und arbeitet auf der Spur konzentriert und beharrlich.

Gleichzeitig gilt er als eng mit seinem Hundeführer verbunden.

Als traditioneller Laufhund besitzt er jedoch ein erhebliches Maß an Selbstständigkeit.

Im Familienumfeld kann er ruhig und angenehm auftreten, sofern seine körperlichen und jagdlichen Bedürfnisse erfüllt werden.

Haltung & Auslastung

Der Schweizer Laufhund benötigt sehr viel Bewegung und intensive Nasenarbeit.

Seine ideale Beschäftigung ist die fachkundige jagdliche Führung.

Als Alternativen eignen sich insbesondere Mantrailing, Fährtenarbeit, Schweißarbeit, umfangreiche Suchaufgaben und lange Wanderungen.

Kurze tägliche Spaziergänge reichen für diesen ausdauernden Arbeitshund nicht aus.

Ein Garten sollte sicher eingezäunt sein.

Hat der Hund eine interessante Wildspur aufgenommen, kann sein ausgeprägter Spurwille schnell stärker sein als der Wunsch, in unmittelbarer Nähe seines Menschen zu bleiben.

Erziehung & Training

Der Schweizer Laufhund ist intelligent und lernfähig, aber eigenständig.

Die Erziehung sollte freundlich, konsequent und geduldig erfolgen.

Härte passt schlecht zu seinem vergleichsweise sensiblen Wesen.

Besonders wichtig sind ein früh aufgebauter Rückruf, Impulskontrolle und Orientierung am Menschen.

Nasenarbeit eignet sich hervorragend, um seine natürlichen Anlagen in eine kontrollierte Zusammenarbeit einzubinden.

Trotz sorgfältiger Ausbildung kann Freilauf in wildreichen Gebieten schwierig bleiben.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Glatt
Unterwolle Mittel
Haaren Mittel
Fellfarben Schwarz, Weiß, Braun, Rot
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Schweizer Laufhund gilt grundsätzlich als robuste und funktional gebaute Jagdhunderasse.

Wie bei anderen mittelgroßen Hunden können Erkrankungen des Bewegungsapparates einschließlich Hüftgelenksdysplasie auftreten.

Die langen Hängeohren benötigen regelmäßige Kontrolle, da eingeschränkte Belüftung und Feuchtigkeit Gehörgangsentzündungen begünstigen können.

Bei jagdlich eingesetzten Hunden sollten außerdem Pfoten, Haut und Ohren regelmäßig auf Verletzungen, Fremdkörper und Parasiten kontrolliert werden.

Herkunft & Geschichte

Der Schweizer Laufhund besitzt eine außergewöhnlich lange Geschichte.

Die FCI verweist sogar auf ein römisches Mosaik aus Avenches, auf dem Meutehunde dargestellt sind, die den heutigen Schweizer Laufhundvarietäten ähneln.

Bereits im 15. Jahrhundert wurden Schweizer Laufhunde in Italien geschätzt; im 18. Jahrhundert waren sie auch in Frankreich für ihre Fähigkeiten bei der Hasenjagd bekannt.

1882 wurden zunächst Standards für fünf damalige Varietäten erstellt.

Bei einer Überarbeitung 1909 stellte man fest, dass der Thurgauer Laufhund vollständig verschwunden war.

1933 entstand schließlich ein gemeinsamer Standard für die verbliebenen vier Varietäten. Auch der frühere Jura-Laufhund vom Typ St. Hubert ist heute verschwunden.

Besonderheiten

Die wichtigste Besonderheit ist, dass der Schweizer Laufhund eine FCI-Rasse mit vier deutlich unterscheidbaren Varietäten ist:

Berner Laufhund – Jura Laufhund – Luzerner Laufhund – Schwyzer Laufhund.

Alle vier teilen denselben FCI-Standard Nr. 59 und einen gemeinsamen grundlegenden Körper- und Arbeitstyp.

Der auffälligste Unterschied liegt in der Fellzeichnung.

Damit eignet sich die Rasse besonders gut für unser DOG-ROYAL-Konzept: Im Hauptprofil erklären wir den gemeinsamen Rassetyp und können die vier Varietäten später über die Bildergalerie optisch gegenüberstellen.

Historisch existierte sogar eine fünfte Varietät, der Thurgauer Laufhund, die jedoch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits ausgestorben war.

Auch die Jagdweise ist charakteristisch. Der Schweizer Laufhund jagt selbstständig und spurlaut. Laut offiziellem Standard wird er insbesondere für Hase, Reh und Fuchs sowie gelegentlich Wildschwein eingesetzt und soll auch in schwierigem Gelände zuverlässig suchen.

Die FCI führt die Rasse in Gruppe 6, Sektion 1.2 „Mittelgroße Laufhunde“ und schreibt eine Arbeitsprüfung vor.

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