Welsh Corgi Pembroke
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Welsh Corgi Pembroke

Kleiner, intelligenter und temperamentvoller britischer Hüte- und Treibhund mit kurzen Beinen, kräftigem Körper und charakteristischen aufgerichteten Ohren. Der Welsh Corgi Pembroke wurde ursprünglich zum Treiben von Rindern eingesetzt und verbindet Arbeitsfreude, Wachsamkeit und hohe Lernfähigkeit mit einem ausgesprochen menschenbezogenen Wesen. Trotz seiner kompakten Größe ist er ein aktiver und selbstbewusster Hund, der körperliche Bewegung und geistige Beschäftigung benötigt.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Großbritannien / Wales
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 1 – Hütehunde und Treibhunde
FCI-Standard Nr. 39
Lebenserwartung 12–15 Jahre
Größe 25–30 cm
Gewicht 9–12 kg
Größenklasse Klein: 26–40 cm
Alternative Rassenamen Welsh Corgi Pembroke; Pembroke Welsh Corgi; Pembroke; Pembroke Corgi; Corgi Pembroke

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Aktivitätslevel Hoch
Bewegungsbedarf Hoch
Trainierbarkeit Sehr hoch
Für Anfänger geeignet Ja
Familiengeeignet Ja
Kinderfreundlichkeit Sehr hoch
Wohnungseignung Hoch
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Hoch
Jagdtrieb Mittel
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Mittel

Weitere Eigenschaften

Energielevel Hoch
Schutztrieb Mittel
Fremdenfreundlichkeit Hoch
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Hoch

Charakter & Wesen

Der Welsh Corgi Pembroke ist intelligent, aufmerksam, selbstbewusst und ausgesprochen menschenbezogen.

Sein fröhliches Erscheinungsbild darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass hinter dem kleinen Körper ein echter Arbeitshund steckt.

Pembrokes beobachten ihre Umgebung aufmerksam und melden ungewöhnliche Ereignisse häufig zuverlässig.

Gegenüber ihrer Familie sind sie meist anhänglich und möchten intensiv am gemeinsamen Alltag teilnehmen.

Typisch sind außerdem Selbstbewusstsein, Unternehmungslust und eine gewisse Eigenständigkeit.

Haltung & Auslastung

Der Pembroke benötigt trotz seiner kurzen Beine regelmäßige und durchaus anspruchsvolle Bewegung.

Längere Spaziergänge und Wanderungen sind für einen gesunden erwachsenen Hund gut geeignet.

Besonders viel Freude haben viele Pembrokes an Obedience, Rally Obedience, Hoopers, Nasenarbeit, Treibball, Tricktraining und Hütearbeit.

Auch Apportier- und Suchspiele eignen sich hervorragend.

Aufgrund des langen Rückens und der kurzen Beine sollten sehr häufige hohe Sprünge vermieden werden.

Besonders wichtig ist außerdem konsequente Gewichtskontrolle.

Erziehung & Training

Der Pembroke ist sehr intelligent und lernt schnell.

Seine Arbeitsfreude macht ihn grundsätzlich gut trainierbar.

Er benötigt jedoch klare Regeln und eine konsequente, freundliche Führung.

Positive Verstärkung und abwechslungsreiche Übungen erzielen meist sehr gute Ergebnisse.

Seine Vergangenheit als Viehtreiber kann sich in einem typischen Verhalten zeigen: Manche Corgis versuchen, Menschen oder insbesondere laufende Kinder durch Zwicken in die Fersen zu treiben.

Dieses Verhalten sollte frühzeitig kontrolliert und in geeignete Beschäftigung umgeleitet werden.

Auch das Bellverhalten sollte von Anfang an sinnvoll gesteuert werden.

Fell & Pflege

Felllänge Mittellang
Fellstruktur Glatt
Unterwolle Stark
Haaren Sehr stark
Fellfarben Schwarz, Rot, Falbfarben
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Welsh Corgi Pembroke ist grundsätzlich robust, besitzt aufgrund seines niederläufigen und langgestreckten Körperbaus jedoch einige gesundheitliche Besonderheiten.

Bandscheibenerkrankungen beziehungsweise IVDD können auftreten.

Auch Hüftgelenksdysplasie ist innerhalb der Rasse bekannt.

Zu den genetisch relevanten Erkrankungen gehört außerdem die Degenerative Myelopathie (DM). Für die entsprechende genetische Variante existiert ein DNA-Test; das Testergebnis allein erlaubt allerdings keine sichere Vorhersage, ob ein Hund tatsächlich erkranken wird.

Augenerkrankungen können ebenfalls vorkommen.

Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden, da es Wirbelsäule und Gelenke zusätzlich belastet.

Herkunft & Geschichte

Der Welsh Corgi Pembroke stammt aus Pembrokeshire in Wales.

Seine Vorfahren wurden über Jahrhunderte als vielseitige Bauern- und Viehhunde eingesetzt.

Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehörte das Treiben von Rindern.

Der kleine Hund bewegte die Tiere durch gezieltes Zwicken in die Fersen und konnte aufgrund seiner geringen Körperhöhe ausschlagenden Hufen vergleichsweise gut ausweichen.

Über die genaue Abstammung des Pembroke existieren unterschiedliche Theorien.

Häufig wird ein Einfluss von Spitz-Hunden angenommen, die mit flämischen beziehungsweise skandinavischen Siedlern nach Wales gelangten.

Besonderheiten

Der Welsh Corgi Pembroke ist heute wesentlich bekannter als sein naher Verwandter, der Welsh Corgi Cardigan (FCI 38).

Beide wurden jedoch erst im 20. Jahrhundert offiziell als eigenständige Rassen voneinander getrennt.

Der Pembroke ist normalerweise etwas kleiner, leichter und kompakter als der Cardigan.

Auch die Ohren unterscheiden sich: Beim Pembroke sind sie tendenziell etwas kleiner und stärker zugespitzt, beim Cardigan größer und runder.

Besonders bekannt ist der Unterschied bei der Rute.

Beim Cardigan gehört eine lange Rute eindeutig zum Erscheinungsbild. Beim Pembroke können dagegen auch natürlich kurze Ruten vorkommen. Historisch wurden Pembrokes in verschiedenen Ländern zudem kupiert. In Deutschland ist das routinemäßige Kupieren der Rute grundsätzlich verboten.

Eine außergewöhnliche Rolle für die weltweite Bekanntheit der Rasse spielte das britische Königshaus.

Elizabeth II bekam bereits als Kind einen Corgi und hielt während ihres Lebens zahlreiche Pembrokes beziehungsweise später auch Corgi-Dackel-Mischlinge („Dorgis“).

Dadurch wurde der Pembroke geradezu zu einem Symbol des britischen Königshauses.

In der walisischen Folklore findet sich zudem eine wesentlich romantischere Herkunftsgeschichte: Corgis sollen einst Reit- und Zugtiere von Feen gewesen sein. Bestimmte Fellzeichnungen auf dem Rücken wurden dabei als Spuren eines „Feensattels“ interpretiert.

Praktisch betrachtet war der niedrige Körperbau allerdings perfekt für seine reale Aufgabe als Cattle Heeler: niedrig genug, um unter ausschlagenden Rinderhufen zu bleiben, aber schnell und robust genug, um Vieh über größere Strecken zu treiben.

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