Petit Bleu de Gascogne
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Petit Bleu de Gascogne

Eleganter, ausdauernder und passionierter französischer Laufhund mit hervorragendem Geruchssinn und blau gesprenkelter Fellzeichnung. Der Petit Bleu de Gascogne arbeitet konzentriert und selbstständig und eignet sich besonders für jagdlich orientierte oder sehr aktive und erfahrene Halter.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Frankreich
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 31
Lebenserwartung 10–14 Jahre
Größe 50–58 cm
Gewicht 18–25 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Petit Bleu de Gascogne; Kleiner Blauer Gascogne-Laufhund; Small Blue Gascony; Small Blue Gascony Hound

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Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Nein
Familiengeeignet Bedingt
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Gering
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Sehr hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Mittel
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Mittel

Charakter & Wesen

Der Petit Bleu de Gascogne ist intelligent, ausdauernd, freundlich und ausgesprochen jagdpassioniert.

Er besitzt einen hervorragenden Geruchssinn und verfolgt eine einmal aufgenommene Spur mit großer Beharrlichkeit.

Als traditioneller Meutehund zeigt er normalerweise eine hohe Sozialverträglichkeit gegenüber Artgenossen.

Zu seinen Menschen kann er eine enge Bindung entwickeln und gilt im vertrauten Umfeld als angenehm und freundlich.

Seine Selbstständigkeit ist jedoch deutlich ausgeprägt und gehört zu den erwünschten Eigenschaften eines leistungsfähigen Laufhundes.

Haltung & Auslastung

Der Petit Bleu de Gascogne benötigt sehr viel Bewegung und insbesondere intensive Nasenarbeit.

Optimal ist eine fachkundige jagdliche Führung.

Geeignete Alternativen sind Mantrailing, Fährtenarbeit, Schweißarbeit und anspruchsvolle Suchaufgaben.

Auch lange Wanderungen entsprechen seiner großen Ausdauer.

Normale kurze Spaziergänge reichen für diesen spezialisierten Arbeitshund nicht aus.

Für eine typische Stadtwohnung ist die Rasse nur eingeschränkt geeignet.

Ein Grundstück sollte wegen des ausgeprägten Spur- und Jagdtriebs zuverlässig gesichert sein.

Erziehung & Training

Der Petit Bleu de Gascogne ist intelligent und lernfähig, wurde jedoch auf selbstständige Arbeit selektiert.

Seine Erziehung benötigt deshalb Geduld, Konsequenz und positive Verstärkung.

Besonders wichtig sind Rückruf, Impulskontrolle und Orientierung am Menschen.

Geruchsbasierte Aufgaben bieten eine hervorragende Möglichkeit, seine natürliche Motivation in gemeinsames Training zu übertragen.

Bei starkem Wildreiz sollte dennoch realistisch eingeschätzt werden, ob sicherer Freilauf möglich ist.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Mittel
Haaren Mittel
Fellfarben Schwarz, Weiß, Creme, Blau
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Petit Bleu de Gascogne gilt grundsätzlich als robuster und funktional gebauter Jagdhund.

Aufgrund der vergleichsweise kleinen Population existieren weniger umfassende Gesundheitsdaten als bei sehr verbreiteten Rassen.

Wie bei anderen mittelgroßen Laufhunden können Hüftgelenksdysplasie und weitere Erkrankungen des Bewegungsapparates auftreten.

Die langen Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da eingeschränkte Belüftung und Feuchtigkeit Ohrentzündungen begünstigen können.

Bei jagdlich geführten Hunden sind außerdem regelmäßige Kontrollen auf Verletzungen, Fremdkörper, Zecken und andere Parasiten wichtig.

Herkunft & Geschichte

Der Petit Bleu de Gascogne stammt aus dem Südwesten Frankreichs und ist eng mit dem wesentlich größeren Grand Bleu de Gascogne verwandt.

Seine Entstehung beruhte im Wesentlichen auf der gezielten Auswahl kleinerer Vertreter des großen Gascogne-Laufhundtyps.

Jäger benötigten einen kompakteren Hund, der sich besonders gut für die Jagd auf kleineres Wild eignete.

Vor allem die Hasenjagd entwickelte sich zu seiner klassischen Spezialität.

Dabei blieben die charakteristische Fellzeichnung, der hervorragende Geruchssinn und viele körperliche Merkmale des Grand Bleu erhalten.

Besonderheiten

Das Wort „Petit“ kann bei dieser Rasse leicht zu einem Missverständnis führen.

Mit einer Schulterhöhe von etwa 50 bis 58 Zentimetern ist der Petit Bleu de Gascogne keineswegs ein kleiner Hund.

„Petit“ bedeutet hier vielmehr kleiner als der Grand Bleu de Gascogne beziehungsweise für die Jagd auf kleineres Wild entwickelt.

Besonders auffällig ist seine „blaue“ Fellfarbe.

Wie beim Grand Bleu entsteht diese nicht durch tatsächlich blau pigmentierte Haare. Vielmehr liegen schwarze und weiße Haare beziehungsweise Tüpfel so eng nebeneinander, dass aus einiger Entfernung ein schieferblauer Gesamteindruck entsteht.

Charakteristisch sind außerdem die sehr langen, dünnen Hängeohren und der typisch französische Laufhundkopf.

Eine weitere Besonderheit ist seine Stimme. Der Petit Bleu arbeitet traditionell spurlaut. Sein weit tragender Jagdlaut ermöglicht dem Jäger, den Verlauf der Suche beziehungsweise Jagd auch dann zu verfolgen, wenn der Hund nicht sichtbar ist.

Die FCI erkennt die Rasse seit 23. Oktober 1963 endgültig an; heute wird sie unter Standard Nr. 31 geführt.

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