Porcelaine
DOG ROYAL HUNDERASSEN

Porcelaine

Eleganter, ausdauernder und ausgesprochen edel wirkender französischer Laufhund mit charakteristischem weißem, sehr kurzem Fell und orangefarbenen Abzeichen. Der Porcelaine ist ein passionierter Jagdhund mit hervorragendem Geruchssinn, großer Ausdauer und ausgeprägtem Spurwillen. Seinen ungewöhnlichen Namen verdankt er seinem glänzenden weißen Fell und der feinen Haut, die ihm ein beinahe porzellanartiges Erscheinungsbild verleihen.

Auf einen Blick

Ursprungsland (FCI) Frankreich
FCI-Gruppe FCI-Gruppe 6 – Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
FCI-Standard Nr. 30
Lebenserwartung 11–14 Jahre
Größe 53–58 cm
Gewicht 25–28 kg
Größenklasse Mittelgroß: 41–60 cm
Alternative Rassenamen Porcelaine; Chien de Franche-Comté; Porcelaine Hound; Porzellanhund; Porzellan-Laufhund

Passt diese Rasse zu mir?

Aktivitätslevel Sehr hoch
Bewegungsbedarf Sehr hoch
Trainierbarkeit Mittel
Für Anfänger geeignet Nein
Familiengeeignet Bedingt
Kinderfreundlichkeit Hoch
Wohnungseignung Gering
Alleinbleiben Mittel
Verträglichkeit mit Hunden Sehr hoch
Jagdtrieb Sehr hoch
Bellneigung Hoch
Pflegeaufwand Niedrig

Weitere Eigenschaften

Energielevel Sehr hoch
Schutztrieb Gering
Fremdenfreundlichkeit Mittel
Sabberneigung Gering
Hitzeverträglichkeit Mittel
Kälteverträglichkeit Mittel

Charakter & Wesen

Der Porcelaine ist freundlich, intelligent, ausdauernd und ausgesprochen jagdpassioniert.

Als traditioneller Meutehund besitzt er normalerweise eine hohe Sozialverträglichkeit gegenüber anderen Hunden.

Menschen gegenüber zeigt er sich häufig freundlich und angenehm.

Bei der Arbeit tritt jedoch seine ausgeprägte Selbstständigkeit hervor.

Hat er eine interessante Fährte aufgenommen, verfolgt er diese konzentriert und beharrlich.

Seine elegante Erscheinung sollte daher nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um einen leistungsfähigen Arbeitshund handelt.

Haltung & Auslastung

Der Porcelaine benötigt sehr viel Bewegung und intensive Nasenarbeit.

Optimal ist eine fachkundige jagdliche Führung.

Als alternative Beschäftigungen eignen sich insbesondere Mantrailing, Schweißarbeit, Fährtenarbeit und anspruchsvolle Suchaufgaben.

Auch lange Wanderungen entsprechen seiner Ausdauer.

Kurze Spaziergänge und gelegentliche Beschäftigung reichen für diesen Laufhund nicht aus.

Für eine klassische Stadtwohnung ist er nur sehr eingeschränkt geeignet.

Ein Grundstück sollte aufgrund seines starken Spur- und Jagdtriebs zuverlässig gesichert sein.

Erziehung & Training

Der Porcelaine ist intelligent, aber eigenständig.

Seine ursprüngliche Aufgabe erforderte, einer Fährte über längere Distanzen selbstständig folgen zu können.

Eine erfolgreiche Erziehung benötigt deshalb Geduld, Konsequenz und positive Verstärkung.

Rückruftraining sollte bereits im Welpenalter einen hohen Stellenwert besitzen.

Ebenso wichtig sind Orientierung am Menschen und Impulskontrolle.

Geruchsbasierte Trainingsformen eignen sich hervorragend, weil sie seine natürlichen Fähigkeiten in die Zusammenarbeit mit dem Menschen integrieren.

Fell & Pflege

Felllänge Kurz
Fellstruktur Dicht
Unterwolle Gering
Haaren Mittel
Fellfarben Weiß, Orange
Allergiker-Eignung Eher gering

Gesundheit

Der Porcelaine gilt grundsätzlich als robuster und funktional gebauter Jagdhund.

Aufgrund seiner relativ kleinen Population stehen weniger umfangreiche Gesundheitsdaten zur Verfügung als bei verbreiteten Familienhunderassen.

Wie bei anderen mittelgroßen Laufhunden können Erkrankungen des Bewegungsapparates auftreten.

Die langen Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da eingeschränkte Belüftung und Feuchtigkeit Gehörgangsentzündungen begünstigen können.

Bei jagdlich eingesetzten Hunden sind regelmäßige Kontrollen auf Verletzungen, Fremdkörper und Parasiten wichtig.

Die relativ kleine Zuchtpopulation macht zudem die Erhaltung genetischer Vielfalt besonders relevant.

Herkunft & Geschichte

Der Porcelaine zählt zu den traditionsreichen französischen Laufhunderassen.

Seine historischen Wurzeln liegen insbesondere in der Franche-Comté und angrenzenden Regionen im Osten Frankreichs beziehungsweise in der Nähe der Schweizer Grenze.

Historisch wurde die Rasse auch als Chien de Franche-Comté bezeichnet.

Wie viele französische Jagdhundpopulationen erlitt auch der Porcelaine während der Französischen Revolution erhebliche Bestandseinbrüche.

Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse wieder aufgebaut und systematischer weitergezüchtet.

Besonderheiten

Seine auffälligste Besonderheit steckt bereits im Namen.

Die Bezeichnung „Porcelaine“ bedeutet Porzellan.

Das extrem kurze, glänzende weiße Fell in Verbindung mit der feinen Haut lässt den Hund tatsächlich beinahe wie aus hellem Porzellan erscheinen.

Orangefarbene Flecken setzen dazu einen markanten Kontrast.

Besonders typisch sind die langen, dünnen Hängeohren, auf denen häufig deutlich orangefarbene Tüpfelung sichtbar ist.

Trotz seines ausgesprochen eleganten Erscheinungsbildes ist der Porcelaine kein empfindlicher Ausstellungshund.

Er wurde als leistungsfähiger Laufhund entwickelt und besitzt große Ausdauer sowie einen hervorragenden Geruchssinn.

Traditionell wurde er unter anderem für die Jagd auf Hase, Reh und Wildschwein eingesetzt.

Wie bei anderen französischen Laufhunden spielt außerdem seine Stimme eine wichtige Rolle. Während der Spurarbeit gibt der Hund charakteristischen Jagdlaut, sodass der Jäger den Verlauf der Suche beziehungsweise Jagd verfolgen kann.

Die FCI erkennt den Porcelaine seit 1964 endgültig an und führt ihn unter Standard Nr. 30.

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