Schipperke
Kleiner, temperamentvoller und ausgesprochen wachsamer belgischer Hund mit schwarzem Fell, fuchsartigem Kopf und großer Persönlichkeit. Der Schipperke ist intelligent, neugierig und unternehmungslustig und verbindet kompakte Größe mit erstaunlicher Energie und ausgeprägtem Wachinstinkt.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Schipperke ist klein, besitzt aber das Selbstbewusstsein und Temperament eines deutlich größeren Hundes.
Er gilt als lebhaft, neugierig, intelligent und ausgesprochen aufmerksam. Veränderungen in seiner Umgebung bemerkt er schnell und meldet sie häufig lautstark.
Zu seinen Bezugspersonen entwickelt der Schipperke meist eine enge Bindung. Er möchte am Familienleben teilnehmen und ist gerne überall dabei.
Fremden gegenüber kann er zunächst reserviert und wachsam reagieren.
Seine große Neugier gehört zu seinen charakteristischsten Eigenschaften. Türen, Taschen, Geräusche oder unbekannte Gegenstände werden häufig genau untersucht.
Haltung & Auslastung
Trotz seiner geringen Größe besitzt der Schipperke einen erstaunlich hohen Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf.
Er eignet sich gut für aktive Menschen, die einen kleinen, aber sportlichen Begleiter suchen.
Längere Spaziergänge, Wanderungen, Nasenarbeit und Suchspiele entsprechen ihm sehr gut.
Auch Agility, Rally Obedience, Tricktraining und Obedience können geeignete Beschäftigungen sein.
Aufgrund seiner kompakten Größe ist Wohnungshaltung problemlos möglich. Allerdings sollte seine Bellfreude berücksichtigt und früh kontrolliert werden.
Ein Schipperke, der körperlich und geistig unterfordert ist, sucht sich gerne eigene Aufgaben.
Erziehung & Training
Der Schipperke ist intelligent und lernt ausgesprochen schnell.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass er immer gehorcht. Er besitzt Eigenständigkeit und kann sehr kreativ darin sein, eigene Entscheidungen zu treffen.
Klare Regeln und konsequente, freundliche Erziehung sind deshalb wichtig.
Positive Verstärkung funktioniert besonders gut.
Ein Schwerpunkt sollte auf Rückruf, Impulskontrolle und Bellmanagement liegen.
Eine frühe Sozialisation hilft dabei, übermäßige Wachsamkeit gegenüber Menschen oder anderen Hunden zu vermeiden.
Seine Intelligenz macht abwechslungsreiches Training besonders wichtig – monotone Wiederholungen langweilen viele Schipperkes schnell.
Fell & Pflege
Gesundheit
Der Schipperke gilt grundsätzlich als robuste und langlebige Rasse.
Dennoch existieren einige erblich beeinflusste Erkrankungen.
Besondere Bedeutung besitzt die Mukopolysaccharidose Typ IIIB (MPS IIIB). Dabei handelt es sich um eine erbliche Stoffwechselerkrankung, die fortschreitende neurologische Symptome verursachen kann. Für die verantwortungsvolle Zucht stehen genetische Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Auch Patellaluxation kann innerhalb der Rasse auftreten.
Verschiedene Augenerkrankungen sowie Schilddrüsenerkrankungen können ebenfalls vorkommen.
Eine sorgfältige Auswahl gesundheitlich untersuchter Zuchttiere trägt wesentlich zur Gesunderhaltung der Rasse bei.
Herkunft & Geschichte
Der Schipperke stammt aus Belgien und besitzt eine lange Geschichte.
Als Vorfahre gilt ein kleinerer Typ des historischen belgischen Schäferhundes, der als Leuvenaar bezeichnet wurde.
Hunde dieses Typs wurden insbesondere von Handwerkern und einfachen Bürgern gehalten.
Sie bewachten Häuser, Werkstätten und Waren und hielten gleichzeitig Ratten, Mäuse und anderes Ungeziefer fern.
Besonders verbreitet waren Schipperkes in Städten wie Brüssel und Leuven.
Im 19. Jahrhundert begann die organisierte Rassezucht. Der Schipperke entwickelte sich anschließend auch außerhalb Belgiens zu einem beliebten Begleit- und Wachhund.
Besonderheiten
Um den Namen des Schipperkes existiert eine bekannte Geschichte.
Häufig wird „Schipperke“ als „kleiner Schiffer“ oder „kleiner Kapitän“ übersetzt. Daraus entstand die populäre Vorstellung, dass die Rasse ursprünglich hauptsächlich auf belgischen Kanalbooten gehalten wurde.
Tatsächlich wird der Name heute eher vom flämischen Begriff für „kleiner Schäferhund“ abgeleitet.
Dass Schipperkes auch auf Booten als Wachhunde und Rattenfänger eingesetzt wurden, ist durchaus plausibel – ihre Geschichte beschränkt sich jedoch nicht darauf.
Eine weitere Besonderheit ist seine Silhouette. Die ausgeprägte Halskrause und das längere Fell an Schultern und Brust lassen den Vorderkörper kräftiger erscheinen, während die Behaarung nach hinten kürzer wird.
Historisch wurden Schipperkes häufig mit kupierter Rute dargestellt. Heute wird die natürliche Rute selbstverständlich erhalten.
Der Schipperke beweist eindrucksvoll, dass Körpergröße und Persönlichkeit bei Hunden keineswegs proportional sein müssen.
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