Flat-Coated Retriever
Fröhlicher, temperamentvoller und ausgesprochen menschenbezogener Retriever britischen Ursprungs. Der Flat-Coated Retriever verbindet große Arbeitsfreude, Intelligenz und Apportierleidenschaft mit einem freundlichen, verspielten und häufig bis ins hohe Alter jugendlichen Wesen.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Flat-Coated Retriever ist für sein außergewöhnlich freundliches und optimistisches Wesen bekannt. Typisch sind Lebensfreude, Begeisterungsfähigkeit und eine enge Bindung an seine Menschen.
Viele Flat-Coats behalten bis weit ins Erwachsenenalter ein ausgesprochen verspieltes, fast jugendliches Verhalten. Diese Eigenschaft hat ihnen den Ruf eines „Peter Pan unter den Hunderassen“ eingebracht.
Gegenüber fremden Menschen sind sie meist freundlich und offen. Als ernsthafter Wach- oder Schutzhund ist der Flat-Coated Retriever daher kaum geeignet.
Auch mit anderen Hunden zeigt er sich bei guter Sozialisation meist sehr verträglich.
Seine Freundlichkeit sollte allerdings nicht mit einem niedrigen Aktivitätsniveau verwechselt werden. Hinter dem charmanten Familienhund steckt ein leistungsfähiger Arbeitshund.
Haltung & Auslastung
Der Flat-Coated Retriever benötigt viel Bewegung und vor allem gemeinsame Beschäftigung.
Besonders geeignet ist Apportier- und Dummyarbeit, da sie unmittelbar an seine ursprüngliche Aufgabe anknüpft.
Auch Nasenarbeit, Mantrailing, Fährtensuche und verschiedene Hundesportarten können hervorragende Beschäftigungen darstellen.
Viele Flat-Coats sind leidenschaftliche Schwimmer. Wasserarbeit entspricht ihren natürlichen Anlagen besonders gut.
Lange Spaziergänge und Wanderungen gehören ebenfalls zu einem passenden Alltag.
Eine reine Gartenhaltung oder lediglich kurze Spaziergänge reichen für diese aktive Rasse nicht aus.
Erziehung & Training
Der Flat-Coated Retriever ist intelligent, lernfreudig und besitzt normalerweise eine hohe Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit seinem Menschen.
Positive Verstärkung und abwechslungsreiches Training führen meist zu sehr guten Ergebnissen.
Eine Herausforderung kann sein überschäumendes Temperament darstellen. Junge Flat-Coats begrüßen Menschen teilweise ausgesprochen enthusiastisch.
Frühzeitiges Training von Impulskontrolle, ruhigem Begrüßen und Leinenführigkeit ist deshalb sinnvoll.
Auch Ruhetraining ist wichtig. Der Hund sollte lernen, dass nicht jede Minute des Tages aus Action besteht.
Seine teilweise langsame geistige Reifung erfordert Geduld. Viele Flat-Coats wirken länger jugendlich als Vertreter anderer Rassen.
Fell & Pflege
Gesundheit
Beim Flat-Coated Retriever verdient die Gesundheit besondere Aufmerksamkeit.
Neben Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) können verschiedene Augenerkrankungen auftreten.
Von besonderer Bedeutung ist jedoch eine erhöhte Anfälligkeit für bestimmte Tumorerkrankungen.
Beim Flat-Coated Retriever werden insbesondere histiozytäre Tumorerkrankungen, darunter das histiozytäre Sarkom, vergleichsweise häufig beobachtet. Auch andere Krebsarten können vorkommen.
Diese erhöhte Tumorbelastung ist ein wesentlicher Grund für die leider teilweise geringere durchschnittliche Lebenserwartung der Rasse.
Eine verantwortungsvolle Zucht mit sorgfältiger Gesundheitsdokumentation und möglichst langlebigen Linien ist daher besonders wichtig.
Herkunft & Geschichte
Der Flat-Coated Retriever entwickelte sich im 19. Jahrhundert in Großbritannien.
Mit der zunehmenden Jagd mit Schusswaffen wurden Hunde benötigt, die erlegtes Federwild zuverlässig fanden und apportierten – sowohl an Land als auch aus dem Wasser.
Für die Entwicklung der frühen Retriever wurden verschiedene Jagd- und Wasserhundtypen miteinander kombiniert.
Eine wichtige Grundlage bildeten die aus Neufundland nach Großbritannien gelangten St. John’s Water Dogs, die auch die Entwicklung anderer Retrieverrassen beeinflussten.
Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert gehörte der Flat-Coated Retriever zu den besonders geschätzten britischen Apportierhunden.
Später gewannen Labrador und Golden Retriever deutlich an Popularität, während der Flat-Coated Retriever zahlenmäßig vergleichsweise selten blieb.
Besonderheiten
Der Flat-Coated Retriever lässt sich leicht mit einem schwarzen Golden Retriever verwechseln – ein schwarzer Golden Retriever ist er jedoch nicht.
Es handelt sich um eine eigenständige Rasse mit eigener Zuchtgeschichte und eigenem FCI-Standard.
Nur zwei Fellfarben werden anerkannt:
Schwarz
Leberbraun
Seine auffälligste charakterliche Besonderheit ist sein häufig sehr lange erhalten bleibendes jugendliches Temperament. Deshalb wird er international gerne als „Peter Pan of the dog world“ beschrieben.
Typisch ist außerdem seine elegante Silhouette. Im Vergleich zum kräftigeren Labrador wirkt der Flat-Coat schlanker und leichter, ohne dabei die Substanz eines leistungsfähigen Retrievers zu verlieren.
Seine natürliche Apportierfreude ist stark ausgeprägt. Viele Flat-Coats tragen begeistert Spielzeug, Dummys oder andere Gegenstände herum und präsentieren Besuchern nicht selten spontan irgendeinen „Schatz“.
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