Basset Hound
Unverwechselbarer britischer Laufhund mit sehr kurzen Beinen, langen Ohren und hervorragendem Geruchssinn. Freundlich, gelassen und familienbezogen, zugleich eigenständig, ausdauernd und seiner Nase leidenschaftlich folgend.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Basset Hound ist ein freundlicher, gelassener und sozialer Hund mit einem ausgesprochen charakteristischen Wesen. Seinen Menschen gegenüber zeigt er sich meist anhänglich und gutmütig.
Er wurde ursprünglich für die Jagd in der Meute gezüchtet. Entsprechend kommt er bei guter Sozialisation häufig sehr gut mit anderen Hunden zurecht.
Gegenüber fremden Menschen ist er meist freundlich und wenig misstrauisch. Als klassischer Schutz- oder Wachhund eignet er sich daher kaum.
Hinter seinem gemütlichen Erscheinungsbild verbirgt sich allerdings ein eigenständiger Jagdhund. Sobald eine interessante Duftspur gefunden ist, kann der Basset ausgesprochen hartnäckig und zielstrebig werden.
Haltung & Auslastung
Der Basset Hound wirkt aufgrund seiner kurzen Beine und seines ruhigen Auftretens häufig weniger bewegungsfreudig, als er tatsächlich ist.
Er benötigt tägliche Spaziergänge und liebt es insbesondere, seine Umgebung intensiv mit der Nase zu erkunden.
Nasenarbeit, Fährtensuche, Suchspiele und Mantrailing können hervorragende Beschäftigungen darstellen.
Extreme sportliche Belastungen, lange Laufeinheiten am Fahrrad oder häufiges Springen sind aufgrund seines besonderen Körperbaus dagegen ungeeignet.
Auch regelmäßiges Treppensteigen sollte möglichst begrenzt werden.
Ein wichtiger Punkt ist das Körpergewicht. Übergewicht belastet Wirbelsäule und Gelenke zusätzlich und sollte konsequent vermieden werden.
Erziehung & Training
Der Basset Hound ist keineswegs unintelligent. Seine teilweise schwierige Trainierbarkeit resultiert vielmehr aus seiner großen Eigenständigkeit.
Als Laufhund wurde er darauf selektiert, einer Spur über längere Zeit selbstständig zu folgen. Diese Eigenschaft zeigt sich auch im Alltag.
Training sollte deshalb motivierend, abwechslungsreich und konsequent sein. Futterbelohnungen funktionieren bei vielen Bassets ausgesprochen gut.
Besondere Aufmerksamkeit verdient der Rückruf. Hat ein Basset eine interessante Wildspur aufgenommen, kann seine Aufmerksamkeit nahezu vollständig auf die Geruchsspur gerichtet sein.
Freilauf sollte deshalb nur dort erfolgen, wo der Rückruf zuverlässig funktioniert beziehungsweise das Gelände entsprechend gesichert ist.
Fell & Pflege
Gesundheit
Der besondere Körperbau des Basset Hounds bringt verschiedene gesundheitliche Risiken mit sich.
Die langen Hängeohren können aufgrund schlechter Belüftung des Gehörgangs Ohrenentzündungen begünstigen. Sie sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Auch verschiedene Augenerkrankungen beziehungsweise Probleme der Augenlider können auftreten.
Aufgrund des langen Rückens und der kurzen Beine können Erkrankungen der Wirbelsäule und Gelenke eine Rolle spielen.
Ein besonderes Augenmerk sollte auf dem Körpergewicht liegen. Übergewicht erhöht die Belastung des Bewegungsapparates erheblich.
Aufgrund des tiefen Brustkorbs besteht außerdem ein Risiko für eine Magendrehung (GDV).
Eine gesundheitsorientierte Zucht sollte extreme Merkmale wie übermäßige Hautfalten, extrem kurze Beine oder übertrieben schwere Körper vermeiden.
Herkunft & Geschichte
Die Wurzeln des Basset Hounds liegen teilweise in Frankreich. Der Begriff „Basset“ leitet sich vom französischen „bas“ für niedrig beziehungsweise tief ab und bezeichnete niederläufige Jagdhunde.
Im 19. Jahrhundert gelangten französische Bassets nach Großbritannien.
Britische Züchter entwickelten daraus den heutigen Basset Hound. Dabei wurden verschiedene französische Basset-Typen verwendet; auch Bloodhound-Einfluss spielte bei der Entwicklung des modernen Erscheinungsbildes eine Rolle.
Der Hund wurde für die Jagd auf Niederwild eingesetzt. Seine kurzen Beine ermöglichten es ihm, einer Spur in einem Tempo zu folgen, dem Jäger zu Fuß folgen konnten.
Heute wird der Basset Hound überwiegend als Familien- und Begleithund gehalten.
Besonderheiten
Der Basset Hound besitzt einen außergewöhnlich leistungsfähigen Geruchssinn. Seine gesamte Anatomie unterstützt die Arbeit mit der Nase.
Die langen Ohren können beim Laufen Geruchspartikel in Richtung Nase bewegen, während die lockere Haut im Kopfbereich ebenfalls zur charakteristischen Geruchsarbeit des Laufhundes beiträgt.
Seine kurzen Beine sind keine Folge einer modernen Modezucht, sondern beruhen auf einer genetisch bedingten Form des disproportionierten Kleinwuchses. Sie ermöglichten historisch die langsame und ausdauernde Spurarbeit.
Charakteristisch ist außerdem seine tiefe, weit tragende Stimme. Bassets können nicht nur bellen, sondern besitzen einen typischen melodischen Laufhundlaut.
Sein melancholischer Gesichtsausdruck täuscht häufig: Ein gesunder Basset kann ausgesprochen fröhlich, verspielt und hartnäckig sein.
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