Deutsche Dogge
Sehr großer, eleganter und menschenbezogener Familien- und Begleithund mit imposanter Erscheinung, freundlichem Wesen und enger Bindung an seine Bezugspersonen.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Die Deutsche Dogge verbindet eine imposante Erscheinung mit einem häufig ausgesprochen freundlichen und menschenbezogenen Wesen. Sie entwickelt meist eine sehr enge Bindung zu ihren Bezugspersonen und möchte trotz ihrer enormen Größe unmittelbar am Familienleben teilnehmen.
Gut sozialisierte Doggen gelten als ausgeglichen, anhänglich und sensibel. Gegenüber Fremden können sie zunächst zurückhaltend auftreten, sollten jedoch weder ängstlich noch grundlos aggressiv sein.
Viele Doggen sind sich ihrer eigenen Körpergröße erstaunlich wenig bewusst und suchen gerne engen Körperkontakt zu ihren Menschen.
Aufgrund ihrer Kraft und Größe ist eine gute Erziehung dennoch unverzichtbar. Schon ein freundlicher, aber unkontrollierter erwachsener Hund von 60 oder 70 Kilogramm kann im Alltag schwierig zu führen sein.
Haltung & Auslastung
Die Deutsche Dogge benötigt regelmäßige Bewegung, gehört aber nicht zu den Hunderassen mit extremem Bewegungsbedarf.
Mehrere tägliche Spaziergänge und gemeinsame Unternehmungen entsprechen ihr besser als permanente sportliche Höchstleistung.
Besondere Vorsicht ist während des Wachstums erforderlich. Doggen wachsen in kurzer Zeit zu enormer Größe heran. Gelenke, Knochen und Bänder sollten deshalb nicht durch übermäßiges Treppensteigen, lange Laufeinheiten oder intensive Sprungbelastungen überfordert werden.
Auch im Erwachsenenalter sollte Sport an Größe, Gewicht und Gesundheitszustand angepasst werden.
Für die Haltung benötigt die Dogge vor allem ausreichend Platz. Kleine Autos, enge Treppenhäuser und sehr begrenzte Wohnräume können im Alltag schnell unpraktisch werden.
Erziehung & Training
Die Deutsche Dogge ist meist lernbereit und menschenorientiert. Eine frühe, freundliche und konsequente Erziehung ist aufgrund ihrer späteren Größe besonders wichtig.
Leinenführigkeit sollte bereits beim Welpen aufgebaut werden. Gleiches gilt für Rückruf, Impulskontrolle und ruhiges Verhalten bei Begegnungen.
Auch das Anspringen von Menschen sollte konsequent verhindert werden. Was bei einem jungen Welpen harmlos erscheint, kann bei einem ausgewachsenen Hund erhebliche Probleme verursachen.
Doggen reagieren häufig sensibel auf unangemessene Härte. Ruhige Konsequenz, positive Verstärkung und eine vertrauensvolle Beziehung sind deshalb besonders geeignet.
Fell & Pflege
Gesundheit
Die enorme Körpergröße der Deutschen Dogge ist leider mit verschiedenen gesundheitlichen Risiken und einer vergleichsweise niedrigen durchschnittlichen Lebenserwartung verbunden.
Eine der wichtigsten akuten Gefahren ist die Magendrehung (Gastric Dilatation-Volvulus, GDV). Aufgrund des großen und tiefen Brustkorbs gehört die Dogge zu den besonders gefährdeten Rassen. Eine Magendrehung ist ein lebensbedrohlicher Notfall und muss unverzüglich tierärztlich behandelt werden.
Von großer Bedeutung sind außerdem Herzerkrankungen, insbesondere die dilatative Kardiomyopathie (DCM).
Auch Hüftgelenksdysplasie, andere orthopädische Erkrankungen sowie verschiedene Krebserkrankungen können auftreten.
Bei der Zucht sollten deshalb Gesundheit und Langlebigkeit einen besonders hohen Stellenwert besitzen.
Herkunft & Geschichte
Die Geschichte der Deutschen Dogge reicht mehrere Jahrhunderte zurück. Zu ihren Vorfahren gehörten große und kräftige Jagdhunde, die in Europa insbesondere für die Jagd auf Wildschweine und anderes wehrhaftes Großwild eingesetzt wurden.
Historisch wurden verschiedene Bezeichnungen wie Englische Dogge, Ulmer Dogge, Dänische Dogge, Hatzrüde oder Saupacker verwendet.
Im Jahr 1878 beschlossen deutsche Züchter und Richter, die unterschiedlichen Doggenschläge unter der gemeinsamen Bezeichnung „Deutsche Dogge“ zusammenzufassen.
1880 wurde in Berlin ein erster verbindlicher Standard festgelegt.
Im Laufe der weiteren Zucht entwickelte sich aus dem kraftvollen Jagdhund zunehmend der elegante Familien-, Wach- und Begleithund, den wir heute kennen.
Besonderheiten
Die Deutsche Dogge gehört zu den größten Hunderassen der Welt. Einzelne Rüden können eine Schulterhöhe von deutlich über 80 Zentimetern erreichen.
International sorgt die Namensgebung gelegentlich für Verwirrung: Im englischsprachigen Raum wird die Deutsche Dogge als Great Dane bezeichnet – wörtlich also „Großer Däne“ –, obwohl die moderne Rasse Deutschland als Ursprungsland zugeordnet wird.
Berühmt wurde die Rasse auch durch verschiedene außergewöhnlich große Rekordhunde.
Bei der Anschaffung sollte jedoch nicht nur die beeindruckende Größe berücksichtigt werden. Futter, Medikamente, Hundebetten, Transportmöglichkeiten und teilweise auch tiermedizinische Behandlungen können bei einem Hund dieser Dimension deutlich höhere Kosten verursachen.
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