Boston Terrier
Kompakter, fröhlicher und menschenbezogener Begleithund aus den USA mit lebhaftem Temperament, hoher Anpassungsfähigkeit und charakteristischer schwarz-weißer „Smoking“-Zeichnung.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der Boston Terrier ist ein freundlicher, lebhafter und ausgesprochen menschenbezogener Begleithund. Er entwickelt häufig eine enge Bindung zu seinen Bezugspersonen und möchte aktiv am Familienleben teilnehmen.
Typisch sind sein fröhliches Temperament, seine Verspieltheit und sein häufig ausgesprochen humorvolles Verhalten. Viele Boston Terrier sind gegenüber fremden Menschen offen und freundlich und zeigen nur einen geringen Schutztrieb.
Trotz seines Namens unterscheidet er sich charakterlich deutlich von vielen klassischen Arbeitsterriern. Ein stark ausgeprägter Jagdtrieb ist eher untypisch.
Seine Kombination aus kompakter Größe, Sozialverträglichkeit und Anpassungsfähigkeit macht ihn grundsätzlich zu einem gut geeigneten Familien- und Begleithund.
Haltung & Auslastung
Der Boston Terrier eignet sich aufgrund seiner kompakten Größe sehr gut für eine Wohnung und das städtische Leben.
Er benötigt tägliche Spaziergänge und regelmäßige Beschäftigung, besitzt aber normalerweise keinen extrem hohen Bewegungsbedarf. Spiel, Tricktraining, Suchaufgaben und abwechslungsreiche Spaziergänge sind gut geeignet.
Viele Boston Terrier sind überraschend sportlich und bewegungsfreudig. Ihre körperliche Belastung muss allerdings an die individuelle Anatomie und insbesondere die Atmungsfunktion angepasst werden.
Bei hohen Temperaturen ist besondere Vorsicht erforderlich. Aufgrund der kurzen Schnauze kann die Wärmeabgabe über die Atmung eingeschränkt sein.
Erziehung & Training
Der Boston Terrier gilt als intelligent, aufmerksam und vergleichsweise leicht trainierbar. Seine starke Menschenorientierung erleichtert häufig die Zusammenarbeit.
Positive Verstärkung, kurze Trainingseinheiten und spielerisches Lernen eignen sich besonders gut.
Auch bei dieser kleinen Rasse sollten Rückruf, Leinenführigkeit, Impulskontrolle und ein entspanntes Verhalten bei Begegnungen konsequent trainiert werden.
Das Alleinbleiben sollte langsam aufgebaut werden, da viele Boston Terrier die Nähe ihrer Menschen stark bevorzugen.
Seine freundliche und lernbereite Art macht ihn grundsätzlich auch für engagierte Hundeanfänger geeignet.
Fell & Pflege
Gesundheit
Beim Boston Terrier verdient insbesondere die brachycephale, also kurzköpfige Anatomie besondere Aufmerksamkeit.
Je nach Ausprägung können verengte Atemwege und das brachycephale obstruktive Atemwegssyndrom (BOAS) auftreten. Auffälliges Röcheln, Atemnot, schlechte Belastbarkeit oder erhebliche Probleme bei Wärme sollten nicht als normale Rasseeigenschaften betrachtet werden.
Die großen, relativ exponierten Augen können zudem anfällig für Verletzungen und verschiedene Augenerkrankungen sein.
Weitere gesundheitliche Themen sind unter anderem Patellaluxation und angeborene Taubheit. Auch Wirbelsäulenveränderungen können vorkommen.
Bei der Auswahl eines Hundes sollte deshalb besonderer Wert auf freie Atmung, körperliche Belastbarkeit, gesunde Augen und eine insgesamt funktionale Anatomie gelegt werden.
Herkunft & Geschichte
Der Boston Terrier entstand im späten 19. Jahrhundert in den USA, insbesondere in und um Boston im Bundesstaat Massachusetts.
Seine Vorfahren gingen unter anderem auf bull- und terrierartige Hunde zurück. Ein häufig genannter früher Stammvater der Rasse war ein Hund namens Judge, der in den 1870er-Jahren nach Boston gelangte.
Durch gezielte Zucht entwickelte sich aus ursprünglich kräftigeren Hunden zunehmend ein kleinerer, kompakter und gesellschaftstauglicher Begleithund.
1893 wurde der Boston Terrier vom American Kennel Club anerkannt. Er war damit eine der ersten in den USA entwickelten Hunderassen, die dort offiziell anerkannt wurden.
Heute ist der Boston Terrier international vor allem als Familien- und Gesellschaftshund verbreitet.
Besonderheiten
Aufgrund seiner charakteristischen Fellzeichnung wird der Boston Terrier häufig als „American Gentleman“ bezeichnet. Die Kombination aus dunklem Fell und weißen Abzeichen erinnert optisch an einen eleganten Smoking.
Typisch sind außerdem seine großen aufrecht stehenden Ohren, der kompakte Körperbau und die kurze Rute.
Obwohl er „Terrier“ im Namen trägt, wird er von der FCI nicht der Terriergruppe, sondern den Gesellschafts- und Begleithunden zugeordnet.
Für DOG ROYAL ist außerdem der Gesundheitsaspekt wichtig: Bei der Zucht sollte ein immer extremeres Erscheinungsbild vermieden werden. Freie Atmung, normale Bewegungsfähigkeit und körperliche Belastbarkeit sollten Vorrang vor einer besonders kurzen Schnauze haben.
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