West Highland White Terrier
Kleiner, selbstbewusster und lebhafter schottischer Terrier mit charakteristischem weißem Fell, fröhlichem Wesen, großer Persönlichkeit und typischem Terrier-Temperament.
Auf einen Blick
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Weitere Eigenschaften
Charakter & Wesen
Der West Highland White Terrier ist ein fröhlicher, selbstbewusster und temperamentvoller kleiner Hund. Trotz seiner kompakten Größe besitzt er das typische Selbstverständnis eines Terriers und tritt häufig ausgesprochen mutig auf.
Seinen Bezugspersonen gegenüber ist der Westie meist anhänglich und verspielt. Gleichzeitig bewahrt er eine gewisse Eigenständigkeit und möchte nicht ständig kontrolliert oder beschäftigt werden.
Er ist aufmerksam und neugierig und beobachtet seine Umgebung genau. Besucher und ungewöhnliche Geräusche werden häufig zuverlässig gemeldet.
Seine ursprüngliche Verwendung als Jagdterrier zeigt sich bis heute in Mut, Beharrlichkeit und einem teilweise deutlich ausgeprägten Jagdtrieb.
Haltung & Auslastung
Der Westie eignet sich aufgrund seiner geringen Größe sehr gut für das Leben in einer Wohnung. Dennoch ist er kein reiner Schoßhund und benötigt tägliche Bewegung und Beschäftigung.
Abwechslungsreiche Spaziergänge, Suchspiele, Nasenarbeit, Tricktraining und kleinere Hundesportaktivitäten sind gut geeignet.
Viele Westies graben ausgesprochen gerne – ein Verhalten, das auf ihre ursprüngliche Arbeit als Erdhund zurückzuführen ist.
Ein eigener Garten ist nicht erforderlich. Ist einer vorhanden, sollte er allerdings möglichst sicher eingezäunt sein, da ein interessanter Geruch oder ein kleines Tier schnell den Jagdinstinkt wecken kann.
Erziehung & Training
Der West Highland White Terrier ist intelligent und lernfähig, besitzt jedoch den für Terrier typischen eigenständigen Charakter.
Erziehung sollte freundlich, konsequent und abwechslungsreich erfolgen. Positive Verstärkung und kurze Trainingseinheiten funktionieren meist besser als monotone Wiederholungen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen Rückruf und Impulskontrolle, da Wildtiere und andere Bewegungsreize schnell interessant werden können.
Auch seine Bellfreude sollte frühzeitig in vernünftige Bahnen gelenkt werden. Der Westie darf aufmerksam sein und melden – sollte aber ebenso lernen, auf Signal wieder zur Ruhe zu kommen.
Fell & Pflege
Gesundheit
Der West Highland White Terrier kann bei verantwortungsvoller Zucht ein vergleichsweise langlebiger Hund sein. Dennoch existieren einige rassetypische gesundheitliche Probleme.
Besonders relevant sind Hauterkrankungen und Allergien. Manche Westies entwickeln chronische Hautprobleme mit Juckreiz und Entzündungen.
Zu den weiteren möglichen Erkrankungen gehören Patellaluxation und verschiedene orthopädische Erkrankungen.
Eine seltenere, aber mit der Rasse verbundene Erkrankung ist die Craniomandibuläre Osteopathie (CMO), eine Erkrankung des Schädel- und Kieferknochens, die vor allem bei jungen Hunden auftreten kann.
Auch die sogenannte Westie Lung Disease, eine idiopathische Lungenfibrose, ist bei älteren West Highland White Terriern bekannt.
Herkunft & Geschichte
Der West Highland White Terrier stammt aus den schottischen Highlands. Seine Vorfahren gehörten zu den kleinen Arbeitsterriern, die zur Jagd auf Füchse, Dachse und anderes Wild eingesetzt wurden.
Besonders mit der Entwicklung der Rasse verbunden ist die Familie Malcolm aus Poltalloch in Argyllshire.
Der Überlieferung zufolge soll Colonel Edward Donald Malcolm versehentlich einen seiner rötlich gefärbten Terrier bei der Jagd mit einem Fuchs verwechselt haben. Danach habe er gezielt weiße Hunde bevorzugt, die im Gelände besser vom Wild zu unterscheiden waren.
Aus diesen weißen schottischen Terriern entwickelte sich schließlich der West Highland White Terrier.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Rasse offiziell anerkannt und verbreitete sich schnell über Großbritannien hinaus.
Besonderheiten
Das auffälligste Merkmal des West Highland White Terriers ist sein reinweißes Fell in Kombination mit dunklen Augen und schwarzer Nase.
Sein charakteristischer Kopf mit aufrecht stehenden Ohren und rundlich wirkender Fellkontur prägt das typische Erscheinungsbild des „Westies“.
Das raue Deckhaar sollte traditionell regelmäßig getrimmt werden. Dabei werden abgestorbene Haare entfernt, damit Struktur und Schutzfunktion des Fells erhalten bleiben. Ausschließliches Scheren kann das Fell langfristig weicher werden lassen und seine typische Struktur verändern.
Trotz seines heute vorwiegenden Lebens als Familienhund steckt im Westie weiterhin ein echter Arbeitsterrier: klein, robust, selbstbewusst und erstaunlich furchtlos.
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